Es sind immer die selben Erinnerungen, die uns verfolgen. Meist die mit größtem Leid. Die Schreie der Anderen nicht mehr aus dem Kopf zu bekommen. Ja, so geht es uns allen in der heutigen Zeit. Nur die Wenigsten lernen, damit zu leben. Doch die, die es schaffen, werden einen Wendepunkt erleben.
Now
Es ist nun eine Woche, seit wir in die Kapelle zogen und ich aufgenommen wurde. Ich verstand mich mit allen bestens und bei der Vorrätebeschaffung beschützten wir uns gegenseitig. Zum Beispiel, als wir Essen aus einer einst wohltätigen Einrichtung holten, hätte mich beim Durchsuchen eines Regals einer von vier Beißern fast erwischt. Ich hatte gedacht, "Alice, nun ist es vorbei", doch Thyreese und Glen haben mich ohne zu zögern gerettet. Das war an Tag zwei direkt und seitdem waren wir drei beste Freunde, saßen abends mit Maggie, Glens Freundin, zusammen und redeten über alles mögliche. Ich verstand mich eigentlich gut mit allen; Nur Eugen und Pfarrer Gabriel, wir konnten und nicht ausstehen. Wobei Gabriel noch ging, aber Eugen war in meinen Augen ein Feigling und hat mich obendrein beim Umziehen bespannt. Aber jetzt passte Rosita auf mich auf.
Als ich an diese Woche zurückdachte, war ich einfach glücklich. Ich war gerade dabei Waffen zu putzen, da ich mich nützlich machen wollte, um jeden Preis. Ich sang dabei "Thus is a fightsong" und wusste, dass Carl und Judith, die mich beide ins Herz geschlossen hatten, mir zuhörten, da sie neben mir saßen. Judith in Carls Armen.Ich muss zugeben, dass Carl oft, wenn es ihm auch sicher nicht bewusst war, meine Nähe suchte. Entweder zum Reden oder gemeinsamen Schweigen, doch ich hatte nichts dagegen.
Der Kleine hatte sicher genug durch und ich ging davon aus, dass es Zufall war. Judith wollte jetzt hingegen auf meinen Arm und so legte ich die Waffen weg und nahm sie hoch. "Hey Prinzessin", hauchte ich weich. Mal ehrlich: Wer würde bei der Kleinen nicht weich werden? Sie kicherte und ich verstand, aws sie wollte. Also knuddelte ich sie sanft. ich wusste nicht, dass wir dabei von Rick beobachtet wurden. Nachdenklich, während Carl, Judith und ich zusammen lachten. Ich ahnte auch nicht, dass es ihn glücklich machte, seine Kinder so zu sehen. Es verging an diesem Nachmittag noch mehr Zeit. Wir alle hatten beschlossen, weiterzuziehen. Abraham wollte eigentlich vor kurzem nach Washington, weil Eugen behauptete, er könnte für ein Heilmittel sorgen, was sich aber als Lüge entpuppte. So waren sie bereit, mit uns zu kommen. Nebenbei bemerkt: Abraham und ich verstanden uns auf eine Art, die man nicht erklären könnte. Er behielt mich oft im Auge und wenn ich beschloss, Wache zu halten, hielt er sie mit mir. Auch Sasha tat dies, nur wir wurden noch nicht so ganz warm. Es war keine Abneigung, jedoch redeten wir nur, wenn nötig und wussten nicht, mit dem jeweils anderen umzugehen.
Ich packte gerade meine Sachen als eine der letzten, als ich Ricks Stimme vernahm. "Danke, dass du dich um Carl und Judith kümmerst. Du bringst dich besser als erhofft ein."
Ich drehte mich zu ihm um, sah, dass er sanfter blickte als sonst, weshalb ich verlegen lächelte, weil ich mit Komplimenten nur schwer umgehen konnte und meinte: "Nicht dafür. Du hast mich aufgenommen nach all der Scheiße da draußen und ich bin verdammt kinderlieb, wie du siehst, und ich weiß, im Leben ist nichts umsonst, egal was für Zeiten da draußen herrschen." Ich griff nach Judith, die noch auf dem Bett lag und döste. "Schön, wieder so ein kleines, süßes Leben in den Armen zu halten." Ich ging zu Rick, um sie ihm zu geben. Dabei stießen unsere Köpfe leicht aneinander und ich fühlte einen Kuss auf meiner Wange, woraufhin wir uns gebannt in die Augen sahen. Keiner hätte beschreiben können, was wir dachten und fühlten und dann... "Die Anderen warten bereits", kam es von Rick und er ging mit Judith voran, ich hinterher und fragte mich innerlich, was das eben in diesem Moment zwischen uns gewesen war, beschloss aber, mir erstmal nichts weiter dabei zu denken. Draußen angekommen schlossen wir uns der Gruppe an und gingen los. Einige Beißer wurden auf uns aufmerksam. Michonne und ich erledigten sie mit unseren Schwertern, während Abraham einem den Kopf zertrat, brutal aber effektiv.
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Last Girl Standing
FanfictionAus der Sicht meines OC Alice geschrieben.. eine Story die natürlich in der Welt von The Walking Dead spielt Verlauf ab 5 Staffel. P.s tyreese und Bob sterben nicht wie gewohnt es können einige Handlungen später erst oder gar nicht erscheinen immer...
