Swing Life Away

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Mein Blick liegt auf der Uhr, während ich mit dem Stift gegen meinen Tisch tippe und auf meiner Unterlippe herumkaue. Mir geht es nicht wirklich gut, aber meine Mutter hat mich dazu getrieben in die Uni zu gehen. Ich hasse es, dass sie so einen Einfluss auf mich hat, aber sie würde mich rausschmeißen, wenn ich nicht höre.

„Komm schon" flüstere ich zu mir selbst. Ich habe keine Eile nach Hause zu meiner Mutter zu kommen. Ich habe Eile in mein Zimmer zu gehen und mich einzuschließen. Meine Gedanken sind dabei nicht hilfreich.

Ell ist nicht hier.

Sie wird nicht da sein, um dich zu umarmen.

Sie wird nicht da sein und sich um dich kümmern.

Und es ist deine Schuld.

Ich spüre wie die Wände des Raumes immer näher kommen. Das Gefühl ist erstickend und ich weiß, wenn ich hier nicht bald raus komme, bekomme ich eine Panikattacke. Als endlich die Glocke klingelt, haste ich aus dem Klassenraum. Ich drücke die Tür auf und nehme erstmal einen tiefen Atemzug der kalten, frischen Luft. Sobald ich eingeatmet habe muss ich husten, durch die Trockenheit. Ich verfluche diese steirische Luft.

Vielleicht hätte ich den Wänden erlauben sollen, näher zu kommen.

Ich ziehe meine Lederjacke enger um mich und gehe los. Als ich an der Kreuzung ankomme, wo es entweder zu der U-Bahnstation oder zu der Bushaltestelle geht, habe ich das Gefühl ich muss mich jetzt entscheiden. Es ist nicht wirklich schwer. Das gesprächige Mädchen oder mein stilles, leeres, erstickendes Zimmer. Entscheidungen, Entscheidungen.

Ich sehe zu dem Bushaltestellenschild und seufze.

Was tue ich nur?

Der Weg zu der U-Bahnstation ist meine Wahl.

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Als ich ankomme, sehe ich kein Zeichen von Laura.

Das war eine dumme Idee, denke ich mir, als ich mich zum Gehen umdrehe. Doch ich komme nicht weit, da ich in jemanden laufe.

„Hey, pass doch auf!" maule ich und reibe mir die Schulter. Ich sehe auf und erkenne Laura. Abwehrend hebt sie die Hände.

„Entschuldigung" kichert sie „Ich bin wegen unserer Verabredung hier"

„Ja und du bist zu spät" sage ich und umgreife die Träger von meinem Rucksack.

„Du redest ja doch" sie stupst mir ihrer Schulter gegen meine, was mich zurückfahren lässt. Sie sieht mich besorgt an. „Habe ich dir wehgetan?"

„Nein" antworte ich ehrlich „Habe mich nur erschrocken"

„Unauffällig sein ist meine Spezialität" lächelt sie stolz. Da hatte Laura Recht. Immer wenn sie auftaucht, ist es sehr unerwartet und sie erschreckt mich. Vielleicht hat dieses Beziehungsende nicht nur meine Gedanken verwirrt, sondern auch meinen Fokus auf die Realität. Es ist ja nicht so als würde ich in einer Blase leben, ich weiß ja immer noch was um mich herum passiert, aber ich verarbeite es nicht ganz.

„Du denkst zu viel, weißt du" Laura tippt auf meine Stirn, um meine Aufmerksamkeit zu bekommen. Ich will ihre Hand wegschlagen, aber sie nimmt sie vorher weg.

„Ganz ruhig, Griesgram" kichert sie. Schon bereue ich die Entscheidung, hier her gekommen zu sein.

„Und ich gehe jetzt. Tschüss dann" Ich gehe los, doch werde abgehalten, da Laura mich an meinem Rucksack festhält.

Last Call (Übersetzung)Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt