Ich stand da und wusste nicht was ich sagen sollte. Um mich herum redeten und lachten alle anderen, bis auf eine einzige Klasse. Die E-Klasse stand leise in zwei Reihen. Es war genau das gleiche System, die gleichen Methoden wie bei meinen alten Waisenhaus. Sie suchten jemanden heraus, um ihn nieder zu machen, damit die anderen sich anstrengen, nie so zu enden wie sie. Meine Hände ballten sich unbewusst zu Fäusten. Ein Junge aus meiner Klasse kam auf mich zu. Ich bemerkte ihn erst, als er vor mir stand. Mein Blick glitt zu ihn hoch, da ich viel zu klein war. "Hey du, wir müssen uns anstellen, also komm!", kommandierte er und zog mich einfach mit. Anscheinend ging es nach Klasse, denn meine stand ganz am Anfang. Ich stellte mich einfach hintern dem Jungen, der mich mit sich gezogen hatte. Ein Lehrer, wahrscheinlich der Direktor, betrat die Bühne, vor der wir standen und auf ihm hochsahen. "Hallo Schüler der Klassen 3-A bis 3-E", fing er an. Ich hörte, wie er das "3-E" höhnisch sagte.
Die Veranstaltung ging fast eine Stunde und wir standen immer noch da. "So hiermit beende ich das Treffen. Lernt fleißig weiter, ihr wollt ja nicht so enden wie die E-Klasse!", sagte der Direktor, der immer noch auf der Bühne stand. Alle fingen an zu lachen und sie höhnisch anzuschauen. Manche beleidigten sie auch noch, während die E einfach nur mit leerem Blick nach vorne schaute. Ich konnte mir das nicht länger mit ansehen und meldete mich. Der Direktor sah mich und war etwas verwundert. Wahrscheinlich war es das erste mal, dass sich jemand bei einen Treffen meldete. Er nahm mich dran und ich fing an zu sagen: "Wieso machen sie das? Das ist gemein den Menschen gegenüber die in der E-Klasse sind. Sie haben die gleichen Rechte wie alle anderen. So ein Verhalten ist einfach grauenhaft!" Jetzt lagen alle Blicke auf mir. Hauptsächlich wütende und erstaunte Blicke. Selbst die E-Klasse wollte sehen, wer sie da gerade verteidigte, aber da meine Klasse ganz am Anfang stand, konnten sie mich nicht sehen, was auch an meiner Größe lag. "So denkst du also? Wer die E-Klasse verteidigt, wird bestraft, so ist eine von unseren Regeln. Das konntest du natürlich noch nicht wissen, da heute dein allererster Schultag an unserer Schule war, aber beim nächsten Mal, lasse ich dich nicht davonkommen!", rief der Direktor leicht wütend. Ich stand total geschockt in der Reihe. Der Mann auf der Bühne entschuldigte sich für meine Unterbrechung und schickte uns für heute nach Hause. Ich holte schnell meine Sachen aus dem Klassenzimmer, zog mir meine Jacke und meine Mütze an und ging nach Hause. Im Vorbeigehen hörte ich, wie ein paar meiner Mitschüler sich über mich lustig machten. Sie wussten, dass ich gerade an ihnen vorbeilaufe. Ich drehte mich um und sagte gereizt: "Ich bin immer noch der Meinung, dass E-Schüler auch ganz normale Schüler sind und nicht irgendwelche niederen Grade!" Ich ging weiter und ließ die wütenden und verblüfften Schüler einfach stehen. Als ich endlich mein Zuhause erreichte, ging ich in mein Zimmer und legte mich auf mein Bett. Danach schnappte ich mir mein Buch und las weiter. Ich merkte noch nicht mal wie die Zeit vorbei ging. Das Buch war so spannend, jedoch bekam ich Hunger und ich ging die Treppen hinunter, um mir in der Küche etwas zum Essen zu machen. Dabei fiel mir auf, dass mein "Vater" immer noch nicht da ist. Wahrscheinlich wegen seiner Arbeit, warum auch immer. Mich ließ es nicht in Ruhe, also suchte ich unser Festnetztelefon und versuchte ihn auf der Arbeit zu erreichen. Die Nummer dafür, fand ich auf dem Esstisch. nach dem dritten Tuten nahm er ab. "Shiota?", ging er ans Telefon. "Hachiro? Bist du das? Ich wollte wissen, wo du bleibst?", fragte ich etwas verurteilend. "Habe ich es dir nicht gesagt? Ich muss jeden Tag immer bis spät in die Nacht arbeiten und morgens früh raus." Ach das erklärte so einiges. Ich bedankte mich noch schnell und legte wieder auf. Danach nahm ich mir ein Apfel aus dem Kühlschrank und ging ins Wohnzimmer, um dort noch ein bisschen Fernseher schauen. Ich hätte auch in mein Zimmer gekonnt, da ja dort auch ein Fernseher stand, entschied mich dann aber doch fürs Wohnzimmer, weil ich nicht den ganzen Tag in meinen Zimmer sitzen will. Um 20.00 Uhr schaltete ich ihn aus und ging ins Bad um mich dort umzuziehen und mich fürs Bett fertig zu machen.
"Luka-san!" Eine wütende Stimme weckte mich auf. Ich schreckte hoch und schaute mich erschrocken um, um den Grund zu finden, wieso ich jetzt wach bin. Kato-Sensei stand, mit wütendem Blick vor mir, und tippte mit der Fußspitze schnell auf eine Stelle. Die anderen in der Klasse lachten sich darüber krumm. "Da du dich ja sehr für meinen Unterricht interessierst, kannst du mir ja auch sagen, wie lang Kathete B ist, wenn die Hypotenuse C dreißig Meter und die Kathete A neunzehn Meter betragen!", fragte mich Kato-Sensei mit einen fiesen grinsen. Ich musst für die Antwort noch nicht mal nachdenken, somit dauerte es noch nicht mal eine Sekunde als ich die Antwort sagte: "Kathete B ist 23,2163735324878 Meter lang!" Nun stand der Mund von meinem Lehrer offen. Und nicht nur seiner, sondern auch die Münder der andren in meiner Klasse, wobei sich das bei den meisten Schüler sich schnell wieder legte. Die meisten fragten sich, woher ich das so schnell wissen konnte, vor allem der Junge von gestern, dessen Name Asano Gakushuu war, sah ziemlich überrascht aus. Der Lehrer drehte sich um und sagte als wäre nichts gewesen: "Machen wir weiter." Ich grinste einfach nur. Das hättest du wohl gerne gehabt, dass ich die Antwort nicht wusste. Ich bemerkte einen finsteren Blick auf mir und drehte mich in dessen Richtung. Ein Junge mit braunen Haaren starrte mich wütend an. Als er bemerkte, dass ich mich zu ihm gedreht hatte, wurde er lockerer und lächelte fies mit diesem wütenden Blick. Ich rollte genervt mit den Augen und tat so, als würde mich es interessieren, was Kato-Sensei vor sich hin redete und endlich, nach gefühlten Stunden, die ich versuchte mich zu konzentrieren um nicht schon wieder einzuschlafen, klingelte es und der Unterricht hörte auf. Ich zog mir meine Jacke an, zog meine Mütze an, sodass man meine Haare nicht mehr sah, schnappte mir meine Tasche und wollte hinausgehen, doch Asano hielte mich zurück. Er hatte mich am Arm gepackt und ließ mich nicht los. Ich schaute ihn nur leicht gereizt an. "Könntest du mich bitte loslassen?", fragte ich ihn genervt. "Wie konntest du die Antwort so schnell wissen?", stellte er mir eine Gegenfrage, wobei er meine gekonnt ignorierte. "Ich hab halt das Thema schon gekannt", zuckte ich mit den Schultern. "Aber jeder normale Mensch dauert mit der Antwort bei so einer Frage mindestens eine Sekunde, und bei der Antwort, die du gegeben hast, dauern normale Menschen mindestens fünf Sekunden. Also wie hast du es geschafft?" Wenn ich ihm weiter die Wahrheit sagen würde, würde er es mir auch nicht glauben, deswegen sagte ich gereizt: "Ich hatte einen Taschenrechner unter meiner Bank und habe dort alles eingetippt." "Wirklich?" "Was glaubst du denn?", fragte ich nun etwas netter, riss mich los, ließ Asano hinter mir und ging aus dem Schulgebäude raus. Gerade wollte ich den Heimweg antreten, als ich sah, wie eine E-Schülerin geärgert wurde. Ich wurde wütend und lief zu ihnen hin. "Guckt mal, da ist eine E-Schülerin. Schaut sie euch mal an, sie sieht völlig fertig aus, vielleicht hat sie bemerkt, dass die E-Klasse das Ende ist!", hörte ich jemanden aus meiner Klasse sagen. Als ich genauer hinsah, bemerkte ich, dass es der Junge war, der mich finster ansah und lächelte. Jetzt wurde ich noch wütender, strich schnell meine blauen Haare aus dem Gesicht und tippte ihn von hinten an: "Ich weiß zwar nicht, was ihr euch einbildet, aber lasst sie ihn Ruhe!" Sie schauten mich nur an, als würde vor ihnen ein Spinner stehen. Plötzlich fingen sie an zu lachen. Ich wusste nicht, wieso sie jetzt lachten, aber mir kam es rüber, als würden sie mich auslachen, also sagte ich ihnen bedrohlich wütend: "Wenn ich noch einmal sehe, wie ihr sie blöd anredet, hat euer letztes Stündchen geschlagen!" Danach drehte ich mich um und verschwand. Ich war vielleicht zwanzig Meter weg von dem Mädchen als ich jemanden rufen hörte: "Kayano!" Ich drehte mein Gesicht in diese Richtung und sah, wie mehrere E-Klässler den Berg hinunterrannten. Jetzt würden sie sich darum kümmern, dass ihr nichts mehr passiert für heute. Mit einem zufriedenem Lächeln auf den Lippen ging ich endlich nach Hause, doch ich bildete mir ein, dass jemand "Danke!" zu mir rufte.
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Assassination Classroom
FanfictionLuka kam wegen einer Auseinandersetzung in die E-Klasse. Warum, weiß nur sie. Sie bringt die ganze Klasse durcheinander und dann scheint es so als würde sie viele Sachen verstecken.
