Date?

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Zu Hause überlegt Hanzo, was er anziehen sollte, ist total aufgedreht.
Eigentlich ist er so nie, denkt er sich, als er dann ein ganz ordentliches Shirt und eine knöchellange Hose- obwohl es ziemlich kalt ist, es schaut sehr gut aus...meint Genji jedenfalls.
Ob Jesse's Eltern nett sind? Er seufzt, will von seiner Aufgeregtheit runter kommen.
Vergebens.
Genji zwinkert ihm zu, als er dabei ist, dessen Jacke überzuziehen. Er besteht darauf, deswegen hat Hanzo es auch nicht abgelehnt.
"Schaust gut aus, keine Sorge.", grinst er und lässt sich auf den Treppenstufen nieder. "Außerdem scheint der Cowboy echt nett zu sein~"
Hanzo deutet ein Lächeln an und öffnet die Tür.
"Bis später, dann.", meint er, als er das Haus verlässt und beißt sich leicht auf seine Unterlippe.
Er schafft es trotz der Aufregung, endlich loszugehen, schließlich möchte er nicht zu spät kommen. Zu seinem Glück ist das Wetter echt toll.

Nun steht er vor der Tür, hält sein Handy noch in den Händen, schließlich kannte er den Weg bis jetzt noch gar nicht.
Festzustellen war allerdings, dass Jesse nicht weit von seiner Tante wohnt, deswegen musste er nicht lange gehen.
Was er auch feststellt, als er sich so das Haus ansieht, dass es eine Art Ranch oder so zu sein scheint.
Genau weiß er das nicht- nur aus ein paar Filmen, die er oft mit Genji schaut.
Langsam steckt Hanzo nun sein Handy weg.
Das wird schon, sagt er sich und starrt die Klingel an, bevor er sich endlich entscheidet, diese zu benutzen.
Sein Herz rast und er kann nichts dagegen tun.
An der Tür ist etwas zu hören- vielleicht ein Schloss, welches gerade geöffnet wird? Hanzo starrt vehement auf dieses.
Die Tür öffnet sich und er geht ungewollt einen Schritt zurück. Er muss erstmal blinzeln, als er sieht, wer diese geöffnet hat.
Ihr Sportlehrer.
Herr Reyes, der braun gebrannte Lehrer, der sogar zu Sport eine Mütze trägt...starrt ihn an.
Hanzo sieht diesen Blick, aber nun wird er immer sanfter, weswegen aus seiner Aufregung in Beruhigung mündet.
"Hanzo!", lächelt Reyes ihn an, "Jesse hat mir erzählt, dass du vorbei kommen würdest. Komm doch rein."
Der große Mann legt Hanzo einen Arm um die Schultern und zieht ihn mit sich- wogegen er nicht protestiert, er will ja nichts versämmeln.

Im Haus riecht es lecker nach Essen, er hört sogar etwas brutzeln. Sein Blick gleitet durch den Flur, in Versuchung, die ersten Räume auszumachen, was er sogar schafft. Aber zugegebenermaßen sucht dieser Blick auch nach dem Cowboy, der ihn eingeladen hat. Reyes scheint das bemerkt zu haben und lässt ihn los.
"Jesse ist in der Küche, es gibt gleich Essen.", erklärt er ihm wissend und gemeinsam gehen sie in die Richtung der Küche.
Denkt Hanzo jedenfalls, denn das Brutzeln wird lauter und er hört langsam auch Stimmen aus einem Raum kommen.
Wie sich herausstellt, ist die Küche ziemlich offen und mit dem Wohnzimmer verbunden. Das bringt ihm irgendwie zum Lächeln, aber als seine Augen endlich die von Jesse treffen, wird dieses noch strahlender.
Der Cowboy steht sofort auf und begrüßt ihn hastig, sichtlich froh über seine Präsenz. Sein Lächeln strahlt wie die Sonne.

"Du bist grad richtig gekommen.", sagt er dann, nickt zum Herd, auf dem das Essen steht.
"...ich war mir nicht sicher, ob du mit essen-" "Jesse, ist schon gut. Ich freue mich.", unterbricht ihn der Japaner und erntet dafür ein Lachen.
"Aber du musst mir trotzdem erklären..", will er sagen, aber sein Mund klappt zu, als eine weitere Person in die Küche tritt.
Ungläubig runzelt Hanzo die Stirn.
Jetzt auch noch ihr Mathelehrer?
"Oh, hallo.", grüßt der Blonde, "Setzt dich doch. Wenn Reyes Olivia aus ihrem bekommen hat, gibts Essen."
Ein neuer Name. Oder doch nicht?
Nicht, als wäre das nicht zu erwarten gewesen. Eher hätte er erwartet, nicht seine Lehrer hier anzutreffen. Aber darüber kann er ja Jesse später ausfragen.
Er setzt sich also. 
"Ich habe übrigens davon gehört, was heute in Sport passiert ist. Die Familie von Akande wurde auch schon informiert...leider sind die ziemlich Uneinsichtig.", dem Lehrer entweicht ein Seufzen, als er sich niederlässt, "Danke,  dafür, dass du dich um unseren Cowboy gekümmert hast."
"A-ach, das habe ich gern getan.", kann Hanzo nur entgegnen.
"Du kannst mich und Gabriel hier übrigens mit du ansprechen. Ich bin Jack.", der Lehrer lächelt nun und lehnt sich zurück.

Von Außerhalb hört er Stimmen, eine weibliche, aber er versteht nicht, was sie sagt, da es spanisch ist. Sombra...oder auch Olivia, schätzt er. Nun erscheint genau diese in der Küche, presst die Lippen zusammen und setzt sich.
Dann wirft sie Jesse ein schiefes Grinsen zu. Hanzo blickt zu ihm, und siehe da, ein kleiner Schimmer Pink ist unter den Sommersprossen zu erkennen.
Als Gabriel hinein kommt, sagt er wieder ein spanisches Wort, was Hanzo nicht versteht. Frustriert will er seufzen, hält sich aber davon ab.
Einen schlechten Eindruck will er wirklich nicht machen.
Der große Mann verteilt das Essen und es riecht köstlich. Alle fangen an, zu essen, es entwickelt sich ein kleines Gespräch. Immer mal wieder werden ihm Fragen seitens Jesse's Familie gestellt.
Jedoch kann Hanzo sich nicht wirklich darauf konzentrieren, da er den Blick vom Cowboy auf sich ruhen sprüht.

Nach dem Essen, steht Jesse auf, wirft Hanzo einen kurzen Blick zu und räumt das Geschirr weg. Hanzo selber steht ebenfalls auf, bedankt sich für das wahrhaftig leckere Essen und folgt dem, der gerade aus der Küche gegangen ist.
Der Cowboy ist sogar so freundlich und wartet, lächelt den Japaner an, als er bei ihm ist. Dieser lächelt nur leicht zurück.
"Lass uns doch raus. Da ist es eh viel interessanter als hier drin.", meint er und geht vorraus, nach draußen.
Hanzo ist nicht überrascht, dass sich dort wirklich eine Ranch befindet- drei Pferde stehen draußen, ein Schimmel, ein Brauner und ein Fuchs.
Trotzdem muss Hanzo breit lächeln.
Also ist Jesse wirklich nicht nur Möchtegern-Cowboy.
Noch scheint die Sonne, doch der Himmel färbt sich langsam orange.
"Wow,", murmelt er,"Ihr habt es hier wirklich schön..."
Jesse lacht etwas auf. "Ja, stimmt. Aber die Ranch ist sicher nicht das einzige hier, was schön ist." Das war eindeutig ein Flirtversuch. Eigentlich will er sich nicht so beflirten lassen, aber Hanzo kann nichts dafür, dass er nun rot wird.
Man sieht aber auch dem anderen an, dass er etwas nervös ist.
Hanzo atmet kurz durch, bevor er vorsichtig sich an Jesse lehnt, der am Zaun steht. Er hört, wie das Herz von diesem schneller schlägt, aber will gar nicht erst auf sein eigenes achten.

"Du hast mir gar nicht erzählt, dass deine Eltern Herr Morrison und Reyes sind.", sagt Hanzo leise. Er findet die Nähe zu Jesse echt nicht schlecht. Vielleicht sogar..sehr angenehm.
"Ein bisschen Überraschung sollte ja mit im Spiel sein.", lacht er ihn an, wird abwr stumm, als Hanzo zu ihm aufsieht.
Sie sehen sich einen langen Moment in die Augen, plötzlich scheint alles still.
Dann beugt sich Jesse zu ihm runter und Hanzo spürt ein Paar Lippen, die sich auf seine legen und sich achtsam an ihn herantasten.
Vorsichtig erwidert Hanzo den Kuss, der sich zwar lang anfühlt, dann aber doch zu kurz ist, wie er bemerkt, als sie sich wieder trennen.
Die Gefühle zwischen ihnen müssen nicht ausgesprochen werden, denn alles sieht man in ihren Gesichtern.
Jesse zieht Hanzo in eine Umarmung, überglücklich, wie es scheint. Hanzo lächelt darüber. "Hanzo..", hört er die tiefe Stimme flüstern, während der leichte Stoppelbart an seine Wange kratzt.
"Hm?"
"Du bist toll.", sagt er, "Und ich weiß, es ist ein bisschen früh zu sagen aber...ich habe dich echt gern."
"Ich dich auch, Jesse."

I'm your HuckleberryWo Geschichten leben. Entdecke jetzt