- Chapter 3 -

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Nein, das konnte nicht wahr sein. Dass er es ist, hätte ich niemals gedacht. Es gab so viele Smith's, aber warum gerade er. „Bin ich hier richtig?", fragte er und schaute nochmal auf die Hausnummer. „Ah Jason.", hörte ich meine Mutter hinter mir. „Helene.", sagte er. Meine Mutter zog ihn in eine Umarmung und er lächelte leicht. „Die hier sind für dich.", sagte er und reichte meiner Mutter einen Strauß Blumen. Was für ein Schleimer. „Ach das wäre doch gar nicht nötig gewesen Jason.", kam es von meiner Mutter, dabei betrachtete sie die Blumen. „Siehst du ich hab doch gesagt, sie sind wahre Engel." Ich verdrehte die Augen. Ja, vor allem Jason. „Komm rein, komm rein, sonst wird das essen noch kalt.", sagte meine Mutter zu Jason gewandt. Er trat ein und ich schloss die Tür. „Ich bin also ein Engel.", kam es von ihm dumm grinsend. „Ja, träum weiter du Trottel.", sagte ich und ließ ihn im Flur stehen und ging in die Küche und half meiner Mutter weiter.

Als wir dann am Tisch saßen unterhielten sich alle irgendwie, die einzige die schwieg, war irgendwie ich. Ich hatte hier drauf von vorne rein keine Lust gehabt und jetzt wo ich auch noch erfahren habe das Jason bald zu „meiner Familie" gehören würde, hatte ich noch weniger Lust. „Jason was hast du eigentlich nach der Schule vor?", fragte meine Mutter ihn. Gott wie ich dieses arrogante Spanferkel nicht ausstehen konnte. „Wenn alles gut läuft bekomme ich ein Sportstipendium an der Columbia.", antwortete er arrogant. Ich verdrehte die Augen. „Ach echt.", sagte meine Mutter überrascht. „Geschweige denn wenn er nicht in Bio und Französisch durchfällt.", sagte Samuel und ich kicherte. „Dad.", kam es von Jason, dabei zog er das Wort in die Länge. „Stimmt doch.", kam es von Samuel. Jason schüttelte nur den Kopf. „Was ist mit dir Aria?", fragte mich Samuel. Ich schluckte schwer. „Ich bin mir noch nicht ganz sicher.", gab ich zu. Jason lachte. „Was ist so witzig?", fragte ich ihn scharf. „Nichts, nichts, ich hab mich dir nur so arbeitslos mit zwanzig Katzen vorgestellt, Big Mama." Meine Mom lachte und auch die kleinen, ich hingegen warf ihm einen vernichtenden Blick zu. „Jason.", sagte Samuel. „Das war nur ein Spaß.", kam es von ihm. „Ich und Big Mama.", sagte ich. „Und du Happy Hippo." Die kleinen lachten wieder, auch meine Mutter. „Wenigstens schmeck ich schön süüß, Pummelfee.", grinste er und zwinkerte mir zu. Ich schaute ihn ungläubig an. „Ach ihr zwei.", kam es von meiner Mutter lachend. „Wie lange seit ihr zwei schon in einer Klasse." „Seit der Grundschule.", antwortete Jason stolz. „Leider.", fügte ich hinzu. Samuel lachte. „Und das wir mal nie auf die Idee gekommen sind mal alle zusammen was zu unternehmen.", wendete sich nun Samuel zu meiner Mutter. „Es hatte sich nie so ergeben.", kam es von meiner Mutter. Ich hätte auch noch lange darauf verzichten können. „Und was haltet ihr von der Idee zusammen zuziehen?", fragte meine Mutter wohl Jason, Louis und Josie. „Super.", kam es von Josie und Louis im Einklang. „Also ich finde ja die Idee wirklich ausgesprochen gut.", sagte Jason, dabei schaute er mich grinsend an. Ich funkelte ihn böse an. „Mir scheint jedoch, das Aria keine große Lust darauf hat.", bemerkte er. „Was echt?", fragte Louis verblüfft. „Warum das?", fragte Josie und beide schauten mich abwartend an. Ich lächelte warm. „Es ist nicht wegen euch.", sagte ich. „Ich habe einfach meine Gründe weshalb ich nicht umziehen will.", erklärte ich ruhig. „Ja es hängt mit ihrem Dad zusammen.", meldete sich meine Mutter zu Wort. Ich schaute sie von der Seite an. Wenn sie das hier gleich erzählt dann hat sie keine Tochter mehr, denn dieses Gespräch ging nur sie und mich was an. „Was ist denn mit ihrem Dad?", fragte nun Jason interessiert. Bevor meine Mutter was Dummes sagen konnte, sagte ich zu ihm: „Das Thema mit meinem Dad geht nur meine Mutter und mich was an." „Ach lasst uns doch über was anderes sprechen.", schlug Samuel vor, denn er merkte wohl, dass dieses Thema wirklich heikel war. „Habt ihr am Wochenende das Spiel der Bulls gesehen?", fragte er. Meine Mutter und ich schüttelten den Kopf. „Echt nicht?", fragte Jason ungläubig. „Nein.", kam es von meiner Mutter. „Sobald die bei uns sind Dad, müssen wir sie dazu zwingen.", sagte Jason lachend und Samuel stimmte mit ein. Mein Vater war kein großer Football Fan, wir haben immer zusammen Kampfsport geschaut, Boxen, MMA und all sowas. Ich lächelte leicht bei dem Gedanken an meinen Vater. Wir haben früher so viel zusammen gemacht, wenn er zu Hause war. Ich musste aufhören an ihn jetzt hier zu denken, sonst würde ich gleich jeden Augenblick anfangen zu heulen.

„So was haltet ihr davon wenn wir jetzt Kuchen essen?", fragte meine Mutter in die Runde. „Oh ja.", hörte man die kleinen und ich lächelte. Ich wollte immer schon mal kleine Geschwister haben, doch es kam leider nie dazu. Ich half meiner Mutter beim Abräumen und stellte dann den Kuchen, einige Teller und Tassen auf den Tisch und legte noch Löffel dazu. Wir aßen zusammen Kuchen und tranken Tee. Nachdem wir damit fertig waren unterhielten wir uns noch, naja eher meine Mutter und Samuel oder ich und Samuel oder Jason und meine Mutter, denn Jason und ich warfen uns eher die ganze Zeit Beleidigungen an den Kopf, deshalb konnte man das nicht als eine Unterhaltung zählen.

Wir begleiteten sie dann zu unserer Haustür und verabschiedeten uns. „Vielen Dank fürs essen Helene.", sagte Samuel und küsste meine Mutter. „Ihhh.", kam es von Jason, Louis, Josie und mir gelichzeitig. Wenigstens waren wir uns in einer Sache einig. Jason schleimte noch bei meiner Mutter woraufhin ich nur wieder die Augen verdrehte. „Man sieht sich morgen Baby Face.", sagte er und ging grinsend, ich hingegen schaute ihm wütend hinterher. „Trottel.", murmelte ich. Ich schloss die Tür und ging in die Küche und half meiner Mom beim Aufräumen. „Das war doch mal schön ein wenig zusammen zu sitzen.", sagte sie. „Total.", kam es von mir, dabei stellte ich ihr einen Stapel Teller hin. „Also ich fand es amüsant.", erzählte sie. „Ich hab dir doch gesagt, dass seine Kinder wahre Engel sind. Und vor allem Jason, was für ein Gentleman." Ich lachte auf. „Er und Gentleman, Mom." Sie schaute mich verwundert an. „Guter Witz, er ist eher das krasse Gegenteil davon." „Ach quatsch.", sagte meine Mutter. „Ja, klar. Was für ein Gentleman, er hat mich die ganze Zeit beleidigt Mom.", beschwerte ich mich. „Du hast ihn doch auch beleidigt.", erwiderte meine Mutter. „Ja, nur weil er es auch tat.", verteidigte ich mich. Meine Mutter schüttelte den Kopf. „Auch egal. Was denkst du? Wann sollen wir zu ihnen ziehen?" Ich schaute sie mit großen Augen an. „Am liebsten niemals?" Meine Mutter lachte. „Ich meine es ernst Aria.", sagte sie und schaute mich an. „Ich auch Mom. Ich habe nicht vor mit Jason unter einem Dach zu leben.", entgegnete ich ihr. „So schlimm ist er doch gar nicht, Schatz." „Mom, du hast keine Ahnung.", sagte ich und schüttelte nur den Kopf. „Stell dich nicht so an Aria.", kam es von ihr und ich schaute sie sprachlos an. „Ich stelle mich nicht an, ich versuche dir hier gerade mitzuteilen das ich kein Bock habe diesen Voll Idioten als meine „neue Familie" anzusehen.", sagte ich nun laut. „Das ist kein Grund zu schreien Aria." „Ich habe nicht geschrien, Mutter.", kam es frech von mir. „Ich habe dir oft genug gesagt, dass ich das nicht will und trotzdem ist dir meine Meinung egal." Ich drehte mich nun um und verließ die Küche, ich ließ somit meine Mutter allein in der Küche stehen und ging rauf in mein Zimmer. Es war als würde ich mich mit einer Wand unterhalten. 


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Hallöchen meine Lieben, ich hoffe euch hat das Kapitel gefallen. :)
Ich wünsche euch noch einen schönen Sonntag und einen guten Start in die neue Woche :D

Eure CoAnonymous <3

Change: Wenn dein Leben auf dem Kopf stehtWo Geschichten leben. Entdecke jetzt