Tag 1/ Woche 1/ 14:20

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Ein reisendes Geräusch durchschneidend die Luft als ich das T-Shirt der jungen Frau zerreiße. Tiefe wunden erscheinen auf ihrer Haut und Bluten stark. Schnell mache ich den Rucksack auf und suche nach Mulverbänden. Hastig reiße ich die Tüten auf in dem sich eine befindet und zerschneide diese in große Stücke die ich dann vorsichtig auf die Wunden lege. Die Frau die sich immer noch verzweifelt am Geländer der Treppe festhält schreit unter meiner Handlung schmerzerfüllt auf.

 "Hey hören sie mir zu" rede ich so ruhig wie es geht auf sie ein "ich weiß es tut weh und ich bin so vorsichtig wie möglich zu sein nur müssen sie stark sein. Tun sie das für mich?" während ihr die Tränen über die Wangen laufen nickt sie und starrt wieder auf einen unbestimmten Punkt. Ich wende mich wieder meiner Arbeit zu und versuche noch vorsichtiger als vorher, dennoch preziese meine Arbeit zu machen. Ich habe gerade das letzte Stück des Verbands aufgelegt, da kommt Dawson. "Tut mir leid ging nicht schneller.

 Der Typ wollte patut nicht in den Rettungswagen, ist aufgestanden und wollte mit seinem Bein weglaufen, was natürlich nicht funktioniert hat. Verstärkung ist in fünfzehn Minuten da. "Sie hat keine fünfzehn Minuten!" fahre ich zu Dawson herum und bin dabei alle Mullverbandstücke wieder ab zu machen, da sie komplett durchgeblutet sind. "Leg ihr einen Zugang und gib ihr Schmerzmittel" weise ich sie an, was mir eigentlich gar nicht zusteht, trotzdem tut sie es.

 "Wir sollten sie an die Treppe setzen damit ich den Zugang legen kann" murmelt meine Partnerin und ich nicke. Zusammen setzen wir sie an die Treppe und gehen unseren Aufgaben nach. "Wo sind die anderen?" "Die Rüstrgruppe wurde woanders hinbestellt und die Drehleiter kümmert sich um den Jungen draußen. Wie sind eigentlich ihre Vitalwerte?" " Puls ist schwach" gebe ich knapp zurück. Ein nicken von Dawsons Seite. "Okay ich bin fertig, bist du soweit?" "Hm, ja bin ich. 

Ich hole das Spineboard" gerade legt Dawson etwas zurück in die Tasche da sackt meine junge Patientin in sich zusammen. "Scheiße" fluche ich und gehe neben Dawson auf die Knie. "Schnell gib ihr etwas, ich hole das Spineboard!" so wie ich das sage renne ich aus dem Haus und zum Rettungswagen. Als ich das gelbe Brett aus Plastik in der Hand habe renne ich wieder zurück. "Ist alles okay bei euch?" fragt Casey als ich an ihm vorbei laufe. Über meine Schulter rufe ich ihm noch ein gelogenes "Ja" zu bevor ich wieder im Haus verschwinde.

 Während ich draußen war hat Dawson sie am Monitor angeschlossen. "Ihre Sauerstoffsätigung ist zu niedrig, sie muss so schnell es geht ins Krankenhaus!" "Aber wie wollen wir das machen?" fragt meine Partnerin, nebenbei sichert sie die bewusstlose Frau und packt den Rucksack zusammen. Ich überlege nicht lange schultere den Rucksack und fasse vorne bei der Trage an. "Vertrau mir. Auf drei anheben. Eins, zwei, drei und los!". Zusammen tragen die Braunhaarige und ich die Frau aus dem Haus. "Casey!" rufe ich als wir gerade durch die Eingangstür kommen

 "ihr müsst sie sofort ins Krankenhaus fahren!" kurz schaut er kritisch über meine Schulter zu Gabbi, nickt dann aber und nimmt mir die Trage ab. Ich beeile mich zu dem Jungen zu kommen der mit meinen Kollegen Diskutiert. "Ich bekomm das allein hin Jungs, danke das ihr euch um ihn gekümmert habt" sage ich und greife den Jungen beim Arm, ziehe hin hoch und laufe mit ihm zum Rettungswagen. "Ey ne man, lass mich. Alter ich hab keinen Bock auf die scheiße, lass mich gehen" gibt er von sich und ich bleibe stehen.

 "Okay du hörst mir jetzt mal zu! Ich habe keine Lust auf dein ständiges rumgeredete und auf deinen ständigen Protest! Ich mache hier nur meinen Job ist das klar? Und jetzt fang nicht an mit mir zu Diskotieren und geh in diesen verdammten Rettungswagen!" ich schaue in ein erschrockenes Gesicht. Danach lässt er den Kopf hängen und geht brav neben mir in den Rettungswagen. Ich schnalle ihn an der Liege fest und schmeiße die Türen zu. Mit Sirene fahre ich der Drehleiter hinterher und erreiche mit ihnen wenige Minuten später das Krankenhaus.

 Schnell steige ich aus und hole den Jungen hinten aus dem Wagen und schiebe ihn in die Notaufnahme. "Offener Schienbeinbruch und Platzwunde am Kopf. Vitalwerte sind alle okay. Und dazu kommt das er auch noch ein verdammt großes Mundwerk hat" "Okay danke" sagt die junge Schwester und dreht sich schon wieder weg um sich um die Frau zu kümmern. Kurz Atme ich durch und fahre mir durchs Gesicht ehe ich mich zu der Krankenschwester wende um die Papiere auszufüllen.

 Fünf Minuten später sitze ich mit geschlossenen Augen im Auto und warte darauf das Gabbi wieder einteigt. Wir sind auf den Weg zur Wache an einem Donut Laden vorbei gefahren, da meinte sie plötzlich ich solle sofort anhalten und parken, sie würde gleich wiederkommen. Nun sitze ich hier und warte auf sie. "Wer will frische Donuts?" fragt sie freundlich und setzt sich ins Auto. Sofort umhüllt mich der Geruch des süßen Gebäcks und ich schlage die Augen auf.

 Ich schaue rüber und in ihr lächelndes Gesicht., "Also ich habe Schoko, Blaubeere, Erdbeere und Karamell. Jeder stehen zwei von diesen Wunderwerken zu. Also welche möchtest du?". Kurz gehe ich in Gedanken alle Sorten durch bis ich sage "Blaubeere und Schoko bitte" sie lächelt und tut meine zwei gewählten in eine Tüte und reicht sie mir rüber mit den Worten "Guten Appetit" im selben Atemzug beißt sie genussvoll in den Donut der mit Erdbeere überzogen ist.

 Ich lächle und beiße in den mit Schokolade. Wir sind eine halbe Stunde später wieder auf der Wache als die anderen. Lachend über einen Witz den Dawson gerissen hat und laufen quer durch die Halle zum Pausenraum. Als wir den Pausenraum betreten, räumt sie mit mir die Tische ab und spült mit mir das dreckige Geschirr. Die Zeit vergeht schnell und schon bald haben wir Schicht Ende. Dawson und ich befinden uns gerade bei den Spinden da kommt Kelly mit Casey um die Ecke.

 Die beiden scheinen sehr vertieft in ihr Gespräch zu sein weswegen sie uns erst gar nicht bemerken. "Hey ihr zwei, kommt ihr mit?" Dawson und ich fangen an laut über die Reaktion der beiden Männer zu lachen weil sich beide gleichzeitig umgedreht haben und uns nun erschrocken anschauen. "Wie lange steht ihr schon da?" fragt der blonde "Wie lange wir hier stehen?" frage ich immer noch lachend "ihr kamt hier rein, nicht wir". "Also kommt ihr nun mit oder nicht?" stellt Dawson ihre frage erneut und schaut dabei ganz besonders Casey an. 

Beide stimmen zu und zu viert verlassen wir die Wache. Die Jungs verabschieden sich von uns als sie zu ihren Autos gehen. Zuvor fragt Casey Dawson aber noch ober sie wieder mitnehmen soll, doch sie verneint es und kommt mit mir mit. "Wieso hast du nein gesagt?" frage ich und sehe sie an. "Ich will nicht wirken als wäre ich abhängig von ihm. Das ist alles" "Also seit ihr nicht zusammen?" natürlich sind mir die Blicke und kleinen Sticheleien zwischen den beiden nicht entgangen.

 "Was? Wer? Er und ich? Nein, er hat eine Freundin" sie macht kurz Pause "er ist...verlobt" "Oh man" mehr fällt mir im Moment nicht ein, was ich sagen könnte doch sie winkt ab. "Schon gut" sie wirkt etwas traurig als sie das sagt. "Willst du bei mir mitfahren?" frage ich sie in der Hoffnung sie damit aufmuntern zu können. "Ja gerne, also, wenn es keine umstände macht?" "Pffff, es macht mir keine Umstände. Los komm". Sie lacht und lässt sich von mir über die Straße zu meinem Auto ziehen.

Chicago Fire-Life ChangesWo Geschichten leben. Entdecke jetzt