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Do you remember? Our first kiss
Do you remember? The time you miss
Do you remember? The roses blue
Do you remember? I'm all of you.
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~ Aria ~
Verdammt, wie begegnet man seinem todgeglaubten Vater? Das erste was auf die Erkenntnis folgt ist Leere. Was soll man in dieser Situation auch machen? Ich fühle mich taub und irgendwie auch verletzt. Wie konnte er die ganze Zeit leben und uns nichts davon sagen? Wir konnte er uns so alleine lassen? Trotz allem habe ich auch das dringende Bedürfnis mich in seine Arme zu werfen und mich von ihm trösten zu lassen. So wie ich es früher immer gemacht habe. Andererseits hat er uns einfach allein gelassen! Er hat uns einfach ohne Erklärung verlassen und wir mussten sehen wie wir mit dem ganzen Schmerz klar kommen. Ich habe keine Ahnung was genau damals passiert ist, aber da war irgendwas, dass Mutter schon hat weinen lassen bevor er weg war. Was soll ich jetzt machen? In meinem inneren tobt ein riesiger Sturm der Gefühle. Ich weis einfach nicht wie ich reagieren soll! Eine einzelne Träne rollt meine Wange hinunter. „Alles in Ordnung?" Er schaut mich mitfühlend an. In genau diesem Moment legt sich der Sturm in meinem inneren. Die Wut kriecht einfach in mir hoch und noch bevor ich etwas tun kann platzt sie aus mir heraus: „Nein, es ist nicht alles in Ordnung! Das ist es schon lange nicht mehr! Aber das kannst du ja nicht wissen, du hast uns ja einfach verlassen!" Schleudere ich ihm entgegen. Dann drehe ich mich um und stürme über den Strand davon. Der Wind peitscht mir ins Gesicht und der Sand wirbelt unter meinen Füßen auf. Aber meine Wut beginnt schon wieder zu verrauchen. „Was meinst du, wie es ihm in den letzten Jahren ergangen ist?" Flüstert eine kleine Stimme in mir. „Er hatte es sicher nicht leichter." Dann kommt auch schon mein schlechtes Gewissen. Wer weis schon, wann er das letzte Mal unter Menschen war? „Verzeihen ist vielleicht die schwierigste Entscheidung, die man im Leben treffen kann. Aber es ist das, was einen am meisten befreit." Das hat Mala die Königin der Beschützer des Flügels einmal gesagt. Worauf sie das geantwortet hat weis ich nicht mehr, aber sie hat wahrscheinlich recht. Doch es ist zu spät, meine Chance zu vergeben ist vergeben. Schluchzend lasse ich mich in den Sand fallen, während der Wind immer noch um mich herum peitscht. Ansonsten ist es vollkommen still.
~ Perspektive 3/Hicks ~
Sie stürmt davon, während ich einfach stehenbleibe. Ich habe immer noch das Gefühl, sie beschützen zu müssen. So, wie ich es früher gemacht habe. Aber früher ist jetzt schon ewig her und sie hat ja recht. Ich bin gegangen, ohne ihnen einen Grund zu nennen. Schon während ihres fünften Lebensjahrs war ich oft weg. Die Anderen dachten wohl, dass ich Zeit zum nachdenken brauchte. In Wirklichkeit war ich aber unterwegs um Berk zu schützen. Nach dem Angriff wusste ich, dass ich etwas ändern musste. Alleine mit meinem Drachen war ich trotz der ganzen Alpha und Titan Sache unauffälliger als mit allen Reitern. Doch als Oberhaupt musste ich trotzdem immer Berk schützen. Es war eine riesen Verantwortung und irgendwann war mir klar, dass es so nicht weiter gehen konnte. In einer dieser Nächte, fast allein über dem Meer, habe ich schließlich diese schicksalhafte Entscheidung getroffen. Diese fragwürdige Entscheidung kann ich zwar nicht mehr rückgängig machen, aber ich kann es in Zukunft besser machen. Nun kann ich zeigen, dass ich aus der Vergangenheit gelernt habe. Endlich bewege ich mich wieder. Langsam laufe ich über den Strand in die Richtung, in die auch Aria verschwunden ist. Der Wind hat etwas nachgelassen und kurz überlege ich, ob ich einfach mit meinem Drachen verschwinden soll. Es tut gut, einmal keine Verantwortung zu haben, aber irgendwann wird es Zeit mein Schicksal wieder selbst in die Hand zu nehmen. Schritt für Schritt bewege ich mich durch den Sand, irgendwann sehe ich einen Schatten in der Ferne. Aria hat sich zusammengekauert und scheint zu weinen. Wieder ist da dieser Schmerz, es tut weh sie so leiden zu sehen. Ohne nachzudenken gehe ich auf sie zu. Ich lege einen Arm um sie und warte schon darauf, dass sie mich wegstößt. Eine Weile passiert nichts, dann schmiegt sie sich an mich. Es ist ein bisschen so wie früher und so sitzen wir da, genießen die wärme und schauen in den roten Himmel.
~ Perspektive 2/Astrid ~
Das Wetter scheint sich wieder zu bessern und so beschließe ich meinen Zufluchtsort zu verlassen. Der Himmel ist noch immer grau, aber es nieselt nur noch leicht. Von den Ruinen tropft Wasser und der Himmel spiegelt sich in den Pfützen. In diesem Moment scheint mir der Anblick wie der eines Aquarells (Ich finde die Beschreibung gut auch wenn es das zur Wikingerzeit noch nicht gab), friedlich und idyllisch. Ein paar Nachtschrecken toben über die Holzplanken. Wie sich herausstellte haben sie eine viel niedrigere Lebenserwartung als wir Menschen. Als Smit Fog? starb war Aria, glaube ich, noch nicht einmal auf der Welt. Seit dem haben noch zwei weitere Nachtschrecken die Gruppe geführt. Im Moment ist es auch wieder ein Albino der der Anführer, es scheint als wäre auch die Konstruktion, die Fischbein einmal für die Gruppe Albinonachtschrecken gebaut hat nun marode. Es ist nun einmal nichts im Leben von Dauer, wie gut ich das auch selbst nachvollziehen kann. Die Natur demonstriert uns ebenfalls jedes Jahr Vergänglichkeit...
Am liebsten würde ich loslachen, da werde ich auf meine alten Tage tatsächlich noch philosophisch. Wer hätte das gedacht... Wie schade, dass er das nicht mehr miterleben kann. Ich erinnere mich noch daran, dass Taff einmal verzweifelt sein Hühnchen gesucht hat. Er hat tatsächlich bei jedem zweiten Wort losgeweint, oder habe ich das nur so in Erinnerung? Jedenfalls weis ich jetzt, wie es ihm damals ging. Selbst der dümmste Gedanke kann mir von einen Moment auf den Andern die Laune verderben. Einfach, weil mich so vieles an ihn erinnert. In diesem Moment bricht die Wolkendecke auf und ein Sonnenstrahl bricht sich in einer der Pfützen. Es sieht wunderschön aus und für einen Moment keimt Hoffnung in mir auf. Hoffnung auf irgendwas, was ich nicht definieren kann, aber ich spüre das sich etwas bewegt. Etwas großes, die Zahnräder verschieben sich erneut, ich weis nur noch nicht in welche Richtung. Aber in diesen Tagen ist alles möglich...
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Kalte Nächte
FanfictionWenn Wenn ich dich liebe, liebst du mich auch? Wenn ich falle, fängst du mich auf? Wenn ich gehe, bleibst du bei mir? Mein Herz ist immer noch bei dir. Ich bliebe Der Tag, die Sonne, der Stern. Das Mädchen, die Liebe Ich habe dich gern Und hätt g...
