~<>~
Remember your smile, full of beauty and grace
Remember your cry, when you said you need space
Remember you laughing and crying the same time
Remember me and I'll be fine.
~<>~
~ Aria ~
Die Suche gestaltet sich schwieriger als gedacht, da der Wind noch immer nicht zur Ruhe gekommen ist. Fliegen wäre in einer solchen Situation lebensmüde, ich kann mir keinen Grund vorstellen, weshalb der Drache um diese Zeit fliegen sollte. Früher habe ich die Geschichte von dem Sturm geliebt, der meine Eltern zusammengebracht hat. Ich fand es immer lustig, dass ausgerechnet das Wetter den Verkuppler gespielt hat. Nach dem Tod meines Vaters habe ich aufgehört bei diesen Geschichten zuzuhören. Am Anfang bin ich einfach am beginn einer jeden solchen Geschichte aus dem Raum gestürmt. Später sind mir dann immer bessere Ausreden eingefallen, warum ich nicht zuhören konnte. Auch Mutter hat sich jedes Mal sichtlich unwohl gefühlt, wenn die Sprache auf ihn kam. Aber sie ist nicht gegangen sondern hat sich die Geschichte jedes Mal aufs neue Angehört. So gut wie Vater konnte sie allerdings niemand je erzählen, damals in jener Zeit, in der alles noch in Ordnung war. In einem der Büsche raschelt es und ich schrecke auf. Ein älterer Mann, ungefähr im Alter meiner Mutter tritt heraus und schaut sich um. Als er mich sieht stutzt er.
~ Perspektive 3 ~
Vor mir steht eine junge Frau, die ein wenig so aussieht als habe sie geweint. Wieso musste ich auch so hoch fliegen, ich hätte viel vorsichtiger sein müssen. Mein Blick gleitet noch einmal an ihr herunter und mich beschleicht das ungute Gefühl, dass ich sie kenne. Die Tatsache, dass sie mich genauso anstarrt bestärkt die Sache noch.
~ Aria ~
Der Mann sieht aus, als habe er einen Geist gesehen. Er starrt mich eine Weile einfach nur an, weshalb ich zurückstarre. Den Gedanken daran, wer diese Person sein könnte verdränge ich, das ist einfach unmöglich.
~ Perspektive 3 ~
Ich muss sie einfach nach ihrem Namen fragen. Meine Erinnerung an sie ist getrübt und diese eine Vermutung, die ich habe kann einfach nicht stimmen!
~ Aria ~
„Wie heißt du?" Fragt der Mann schließlich, nachdem wir uns eine gefühlte Ewigkeit angestarrt haben. „Aria Haddock." Meine Antwort ist wahrheitsgemäß, im Moment bin ich zu aufgewühlt zum Lügen. Der Mann zuckt zurück, als habe er sich verbrannt. Ich kann es ihm nicht verdenken, immerhin werden mit meinem Namen meistens keine Glücksgefühle verbunden.
~ Perspektive 3 ~
Das kann doch nicht war sein, meine eigene Tochter steht vor mir und ich erkenne sie nicht einmal! Es tut mir weh, sie so zu sehen. So, wie es mir auch jedes Mal einen Stich versetzt, wenn ich ihre Mutter sehe. Früher war sie ein aufgewecktes Kind, voller Wünsche, Träume und Ideale. Sie hat nie gezweifelt und schon mit drei Jahren ihre Meinung gegenüber anderen Verteidigt. Sie war immer voller Elan und Energie. Doch jetzt steht eine traurige und niedergeschlagene Person vor mir, die sich nur schwer in das Bild von früher einfügen lässt. Eine Welle der Schuld überkommt mich, weil ich weis, das ich der Grund für diese Veränderung bin. „Schon in Ordnung, ich wollte nur..." Ihr Blick gleitet an mir herunter und bleibt an meinem Bein hängen, besser gesagt an meinem nichtvorhandenen Bein. Seit Jahren trage ich eine Prothese, sogar schon länger als sie lebt. Mir wird umso deutlicher bewusst, dass es ihr wie mir geht. Auch sie hat mich nicht erkannt, doch meine Prothese hat mich verraten. Nun macht auch sie einige Schritte zurück und versucht noch mehr Abstand zwischen uns zu bringen.
Das kann nicht sein! Das kann einfach nicht sein! Es ist unmöglich! Aber doch steht er nun vor mir! Mein Vater, den ich jahrelang für Tod gehalten habe steht direkt vor mir. Geistesgegenwärtig bringe ich noch etwas mehr abstand zwischen uns. Dann strecke ich vorsichtig meine Hand aus und berühre ihn. Er lässt es geschehen und so lege ich meine Hand auf seinen Arm. Er ist nicht durchlässig und somit auch kein Geist! Verdammt, wie begegnet man seinem todgeglaubten Vater?
~ Perspektive 3 ~
Ein Gefühl der wärme durchzuckt mich, als sie mich berührt. Es ist schon Jahre her, dass ein Mensch mich das letzte mal berührt hat. Ab und zu habe ich einen Händler aufgesucht und kam dadurch mit Menschen in Kontakt. Aber so wie sie hat mich jahrelang niemand berührt. Es fühlt sich gut an und mir wird klar, dass ich mich all die Jahre danach gesehnt habe. Nach einer Berührung und nach menschlicher Wärme. Verdammt, wie soll sie mir das jemals verzeihen?
~ Perspektive 2 ~
Endlich hat es aufgehört zu regnen. Aber auf den Boden tropft es trotzdem noch. Würde jemand dieses Wasser auffangen und trinken, so würde es salzig schmecken. Ich glaube wir haben irgendwann einmal über den Umstand diskutiert, dass Tränen salzig schmecken. Raffnuss und Taffnuss haben die verrücktesten Theorien aufgestellt, während Fischbein vernünftig geblieben ist. Wahrscheinlich wollten wir Ihn so vom Tod seines Vaters ablenken, aber ob es funktioniert hat, habe ich vergessen. Als Taffnuss die Theorie aufgestellt hat, dass Tränen salzig sind um uns vor Grimegeln zu schützen, haben wir die Diskussion abgebrochen. Eine weitere Träne rinnt meine Wange hinunter. Auch diese Erinnerung ist schmerzhaft, damals war alles noch gut. Nachdem Angriff unbekannter Herkunft hat er sich immer weiter zurückgezogen. Das hatte er auch davor schon manchmal gemacht, weshalb ich es für nichts ungewöhnliches hielt. Die Anderen und ich haben ihm auf Berk den Rücken freigehalten, Termine wahrgenommen und Entscheidungen getroffen. Wir dachten, dass es bald vorbei gehen würde, bisher hatte er sich immer wiedergefangen. Doch seine Ausflüge wurden immer länger, manchmal war er ganze Tage weg. Verschlimmert wurde die Sache noch, als ich das ungeborene Kind verlor. Es hätte ein Junge werden sollen, aber so gab es nur eine kleine Trauerfeier. Zu diesem Zeitpunkt war klar, dass wir uns in einer handfesten Krise befanden. Das fünfte Lebensjahr unserer Tochter hat er kaum noch mitbekommen. Jedes Mal wenn er gegangen ist, aber ich gehofft, dass ihm nichts passieren würde. Der Angriff war zwar schon fast ein Jahr her, aber uns allen war klar, dass diese Leute noch irgendwo da draußen waren. Schließlich kurz nach Arias fünftem Geburtstag kam dieser Brief. Es waren nur ein paar Zeilen:
Das Leben geht weiter, egal was passiert. Pass auf dich auf und auf Aria.
H.
Er hat alles auf eine Karte gesetzt und verloren. Die Karte wurde von keinem gewöhnlichem Schrecklichen Schrecken überbracht. Er hatte diesen Schrecken schon als Ei. Es war ein verstoßenes Ei, er hat es gefunden und aufgezogen. Als ich den Schrecken gesehen habe, war mir klar, dass es vorbei war. Er ist von dieser Reise nie zurückgekommen...
Eine weitere salzige Träne tropft auf den Boden.
OK, ich schätze mal, dass das deutlich genug war. Es müsste klar sein, wer die zwei unbekannten Perspektiven sind. Aber wisst ihr es auch?
Viel spaß beim Raten, jolannasa
DU LIEST GERADE
Kalte Nächte
FanfictionWenn Wenn ich dich liebe, liebst du mich auch? Wenn ich falle, fängst du mich auf? Wenn ich gehe, bleibst du bei mir? Mein Herz ist immer noch bei dir. Ich bliebe Der Tag, die Sonne, der Stern. Das Mädchen, die Liebe Ich habe dich gern Und hätt g...
