Harriets Geschichte

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"Harriet, warum brauchst du so lange?" Harry hasste es auf andere Leute zu warten.
"Ich wurde aufgehalten und jetzt mach nicht so dumm." Harriet verdrehte die Augen und lief an ihren beiden Geschwistern vorbei, sodass sie vorne lief.
als sie vor Evies Tür standen wollten sie garnicht erst klopfen, da sie wussten, dass sie schon bald nicht mehr so aussahen wie richtige Bösewichte. Aber was man nicht alles tun muss um nicht von einer kompletten Insel gehasst zu werden.
"Oh, da seit ihr ja. Die gute Fee hat euch bestimmt geschickt." Eine Stimme hinter ihnen ertönte und als sie sich umdrehten war es Evie.
"Ja wir freuen uns schon total auf unser neuen Auradon-Look." Versuchte CJ ihr einzureden als sie den Raum betraten.
"Okay, hier sind schonmal die ersten Entwürfe für eure Looks. Harry, bei deinem bin ich mir noch nicht so ganz sicher, was sagst du dazu?"
Als Harry die Skizze sah verschlag es ihm die Sprache, Evie wollte wirklich aus ihm ein schicken Prinz machen.
"Äh Evie, nichts zu ungut, aber findest du nicht das das ein bisschen zu schick für uns ist? Ich meine wir sind Kinder von der Insel und wir wollen auch das man das sieht. Wir wollen uns nicht wirklich anpassen. Es wäre nett wenn du es ein bisschen weniger Prinzenhaft und ein bisschen mehr Piraten mäßig machst, falls du verstehst was wir meinen." Harriet versuchte Evie es so schonend wie möglich beizubringen, dass sie die Outfits furchtbar findet.
"Okay, das kann ich einrichten. Kommt morgen einfach wieder, da werde ich dann eure Maßen nehmen und in so ungefähr ein paar Wochen sind eure Outfits fertig." Evie lächelte ihnen zu und nahm ihren Skizzenblock und saß sich an ihren Schreibtisch und fing an zu überlegen.
Die drei Geschwister verlassen den Raum und wollten gleich auf ihr Zimmer gehen.
"Äh Leute ich komm nach, ich schau mich noch ein bisschen um und wir treffen uns dann im Zimmer, bye." Harriet verlies die Gruppe, ohne einen richtigen Grund.
Als sie im Garten ankam stand dort tatsächlich Felix, es war keine Lüge von ihm sie zu treffen.
"Ich wusste das du kommen würdest." Schon wieder lächelte er sie mit diesem verdammt süßen Lächeln an.
"Ach komm, jetzt tu nicht so als ob du mich schon kennst. Du kennst mich nicht." Meinte Harriet, die versuchte Felix nicht anzusehen.
"Nein, da hast du recht, ich kenne dich Leider nicht. Aber wenn du einverstanden damit bist, möchte ich das gerne ändern."
"Ach bitte, wieso willst du mich kennenlernen. Das ist doch eh irgendein dummer Plan um mich im Auge zu behalten und aufzupassen das ich nichts dummes tu." Harriet wollte einfach nicht glauben das jemand Gefallen an ihr hatte.
"Glaub mir, das ist kein Plan von Ben oder den anderen, ich will dich einfach nur kennenlernen. Ich meine du siehst sehr gut aus und außerdem interessiere ich mich für deine Geschichte. Ich bin eben wie meine Mutter neugierig." Felix versuchte Harriet davon zu überzeugen, dass er sie wirklich mag, diese glaubt das aber nicht wirklich.
"Ja klar. Du willst meine Geschichte hören? Okay hier ist sie. Als ich klein war lebte ich glücklich in Nimmerland mit meiner Familie, bis ihr adligen euch dazu entschlossen habt uns auf eine Insel mit lauter Fieslinge einzusperren, sogar die Kinder die nichts getan haben. Außerdem war die Insel der reinste Müllhaufen. Mein Vater wurde zum Alkoholiker, meine Geschwister und ich zerstritten uns redeten für Jahre nicht miteinander. Meine ganze Piratencrew hasste mich und jetzt bin ich hier im wunderschönen Auradon, wo mir keiner vertraut und jeder Angst vor mir hat obwohl ich ihnen nichts getan habe, ich will mich nicht beschweren dieser teil meiner Geschichte find ich gut. Ach und deine Mutter kenne ich, aber nur aus den Geschichten von Gothel, dessen Tochter ein echt fieses Ding ist die mich dazu gezwungen hatte.... ach ist auch egal." Harriet drehte sich weg und lief fort.
"Es tut mir leid." Felix stand dort alleine und schaute Harriet hinterher, er wusste nicht was er sagen sollte.
Als Harriet in ihrem zimmer ankam lief sie an ihren Geschwister vorbei und lief direkt ins Badezimmer. Sie brauchte Zeit für sich, sie wollte einfach nur alleine sein. Sie hat wahrscheinlich den einzigen Jungen von sich abgestoßen der sie jemals mochte.
"Harriet was ist los?" Fragte CJ die an der Tür stand. Das muss ein Schwesterninstinkt sein, sie wusste das Harriet irgendetwas hat.
"Lass sie doch in Ruhe, siehst du nicht das sie alleine sein will?" Harry wusste auch das was nicht stimmte, jedoch ist er der Meinung das sie einfach alleine sein will, womit er auch recht hatte. Jedoch wollte sie zur selben Zeit auch jemanden haben der sie tröstet. Das konnte sie natürlich nicht sagen, da sonst ihr Image als taffes Mädchen, das vor nichts und niemand Angst hat und niemals Schwäche zeigt kaputt gehen.
Nach ein paar Minuten kam sie endlich aus dem Badezimmer und tat so als wäre nichts gewesen. CJ wollte sie darauf ansprechen, doch ein blick zu Harry verriet ihr das sie das lieber lassen sollte.
"Okay Leute, hört her. Wir müssen dafür sorgen das uns die ganzen Leute von hier glauben das wir uns geändert haben damit sie uns nicht rund um die Uhr ausspionieren. Sonst können wir unseren Plan vergessen und naja ihr wisst schon was uns dann erwartet." Harriet schlug mit ihrer hand auf den Tisch um es deutlich zu machen. Dass das eine ernste Angelegenheit ist.
Auf einmal klopfte es an der Tür. CJ lief zur Tür und öffnete sie, vor ihr stand Felix.
"Es tut mir Leid falls ich euch störe, aber ich soll nachfragen ob ihr euch schon für einen Club entschieden habt." Felix schaute nur zu Harriet, jedoch dieses Mal lächelte er nicht, nein. Er schaute traurig.
"Naja, CJ würde gerne in den Theater Club, sie ist einfach toll wenn es ums Schauspielern geht. Harry will in den Schwertkampf Club, ich meine du hast ihn noch nie mit einem Schwert gesehen. Und ich hab mich leider noch nicht entschieden." Harriet hat gerade einfach so für ihre Geschwister entschieden, jedoch haben diese nichts dagegen einzuwerfen, da Harriet eine gute Wahl getroffen hatte.
"Naja, du könntest dem Abenteuer Club beitrete, es ist dort immer sehr lustig und ich weiß es hört sich kindisch an aber wir suchen immer wieder neue, naja nennen wir es mal Schätze." Meinte ihr Felix vor mit einem Lächeln.
"Ja, das hört sich kindisch an, aber weißt du was trag mich dafür ein, ich mach das. Und falls es dir keine zu großen Umstände macht, würden wir jetzt gerne alleine sein." Harriet schlug die Tür vor Felix Nase zu.
"Wow, du bist aber etwas angespannt oder nicht?" Meinte CJ, die sich gerade Bettfertig gemacht hatte und total bereit dafür ist zu schlafen.
"Na und, geh einfach schlafen und lass mich in Ruhe." Harriet ging ins Badezimmer und richtete sich ebenfalls.
Harry schlief schon längst auf seiner Matratze an der Tür.
Als Harriet in den Spiegel sah, bemerkte sie das sie Tränen in den Augen hatte, aber warum?
Warum weine ich denn jetzt? Es ist doch nichts schlimmes passiert. Mir geht es fantastisch, alles läuft nach Plan es kann nichts besser sein. Also warum weine ich?

Familie HookWo Geschichten leben. Entdecke jetzt