Häherpfote war sich sicher, heute wollte er Feuerstern erzählen, dass Schattenpfote mit Kriegern aus dem Wald der Finsternis trainiert. Er wollte es eigentlich für sich behalten, aber sie, oder eher Braunstern, hatte Feuerstern angegriffen. Sie war eine Gefahr für den Clan und Häherpfote war sich sicher, dass Feuerstern ihr nicht helfen kann, es zu kontrollieren, weil sie es nicht wollte. Langsam und unauffällig schlenderte er zu Bau des Anführers. Bloß nicht auffallen. Im Bau angekommen war er erleichtert, als er alleine dort saß und sich ausruhte. Manche Wunden waren wirklich stark. „Feuerstern?”, fragte er um die Aufmerksamkeit des Anführers zu erlangen. Er drehte den Kopf zu Häherpfote. „Hallo Häherpfote. Wenn du nach meinen Wunden sehen willst, Blattsee war vor kurzem erst hier.” „Nein, darum geht es nicht. Es ist so, du weißt doch, dass ich in die Träume anderer Katzen hinein schauen kann.” „Ja. Aber was meinst du?” Er holte tief Luft. „Ich war in einem Traum von Schattenpfote und habe gesehen, dass sie im Wald der Finsternis war und mit Braunstern, Tigerstern und Habichtfrost trainiert.” Feuerstern erschrak. „Und du bist dir sicher, dass sie das war?” „Sicherer den je. Braunstern hat ihren Namen gesagt und die kleine schwarze Katze hat darauf reagiert. Sie hat das bestimmt nicht nur einmal gemacht. Vielleicht sogar immer wenn sie träumt.” „Also hat sie die Attacke doch nicht erfunden, sonder hat sie von einer der Katzen erlernt”, murmelte er und und stand auf. Mit schnellen Schritten lief er auf die Hochnase. „Alle Katzen, die Alt genug sind um Beute zu fangen sollen sich sofort unter der Hochnase versammeln!” Sein jaulen durchbrach die Stille, die vorher herrschte. Es dauerte nich lange und alle Katzen waren da. Sogar Löwenpfote trottete aus dem Heilerbau. Er setzte sich direkt neben Schattenpfote. Feuerstern musste schlucken. Das wird Löwenpfote nicht freuen, aber es muss sein. „Ich habe eine traurige Nachricht an euch. Unter uns ist eine Katze, die heimlich im Wald der Finsternis trainiert.” Er sah zu Schattenpfote. Sie hatte bei dem Satz erschrocken die Augen aufgerissen und starrte Feuerstern ängstlich an. „Schattenpfote, ich habe die vertraut, ich dachte, du wärst treu zum Clan. Ich hätte nicht mal ansatzweise denken können, dass du heimlich im Wald der Finsternis trainierst. Aber jetzt wird mir klar, warum du wusstest, dass alle dort lebenden Krieger von dir Besitz ergreifen können.” Er machte eine Pause, um Schattenpfote sprechen lassen zu können. „Es... Es tut mir leid. Ich wollte einfach nur gut sein, ich wollte, dass du stolz auf mich bist. Aber die Treue zum Clan habe ich nie in Frage gestellt. Treu will ich immer sein. Ich bin froh, dass ich einen Clan gefunden hatte, der mich nicht gleich wieder verbannt.” „Du gibst also zu, dass du im Wald der Finsternis trainierst?” Sie nickte. Sie merkte, wie Löwenpfote schnaubte und sie schaute ihn an, er war wütend. „Wieso hast du mir nichts gesagt?”, fragte er, Wut und Trauer klang in seiner Stimme. „Ich wusste nicht wie”, murmelte sie und starrte erst zu Boden und dann zu Häherpfote. „Es tut mir leid, aber es wäre besser, wenn du jetzt gehst. In unserem Clan bist du nicht mehr erwünscht. Ich gebe hiermit die Erlaubnis, dich zu töten, wenn eine Patrouille dich auf unserem Territorium findet. Und jetzt geh!” Mit gesenktem Kopf trottete sie zum Ausgang. Sie blieb nochmal kurz stehen und schaute zu Löwenpfote, der schaute sofort weg. „Löwenpfote, es tut mir leid”, murmelte sie und lief hinaus. Sofort brach Löwenpfote zusammen, er war am Boden zerstört. Seine Schwester rannte zu ihm und tröstete ihn. Der Rest des Clans machte sich wieder an seine Arbeit, wenn auch betrübt. „Brommbeerkralle, Wolkenschweif, Eichhornschweif, Graustreif und Aschenpelz, ihr geht jetzt auf Patrouille. Schaut auch bitte, ob sie wirklich aus unserem Territorium hinaus gelaufen ist.” Mit diesen Worten lief Feuerstern zurück in seinen Bau.
Wie kann sie mir das nur antun? Ich habe sie geliebt und sie verheimlicht mir etwas! Ich dachte wirklich, ich könnte ihr vertrauen. Und das schlimmste ist, dass ich sie immer noch liebe!
Löwenpfote machte seine Augen auf und schaute sich um. Er war im Heilerbau, es war Nacht. An schlafen war bei ihm gar nicht zu denken, er war viel zu aufgewühlt. Er konnte es immer noch nicht glauben. Er stand auf und lief aus dem Bau raus, der kühle Wind kräuselte sein gelbes Fell. Er lief aus dem Lager, er wollte ein bisschen jagen gehen, das würde ihn ablenken und für den Clan wäre es auch gut. Kaum war er draußen, hörte er ein leises Rascheln und ging sofort ihn Kauerstellung. Als er die kleine Maus sah, sprang er und vergrub sie unter seinen Füßen. Als er keine Bewegungen mehr unter seinen Tatzen war nahm, nahm er sie weg und aß die Maus. Schließlich brauche ich Kraft um noch mehr Bäute zu fangen. Als er die Maus verschlungen hatte, prüfte er die Luft und hielt Ausschau nach Geräuschen. Er fand einen vertrauten Geruch. Schattenpfote? Aber sie darf gar nicht hier sein. Er schüttelte den Gedanken ab, als er den Geruch eines Kaninchen fand. Sekunden später sah er es und spannte sich an. Langsam kroch er näher. Er sprang. Er konnte gerade noch schwarzes Fell sehen, als er mit jemandem zusammenstaß. Er fiel unsanft auf auf den Bauch, für ein paar Sekunden fehlte jede Luft. Auch die andere Katze fiel unsanft hin. „Wer bist du und was machst du im Donnerclan Territorium?”, fauchte Löwenpfote und rappelte sich auf seine Krallen ausgefahren. „Löwenpfote?”, fragte die Stimme. Löwenpfote erstarrte. „Schattenpfote!”
DU LIEST GERADE
Warrior Cats - Schattenpfotes Gabe FF
FanfictionDas ist meine erste Fanfiction, also seid mir bitte nicht böse, wenn ich irgendwas anders mache, als es in der Buchreihe ist. In den Clans kehrt Ruhe ein. Der Flussclan konnte wieder in sein Territorium zurückkehren. Doch als eine kleine schwarze Ka...
