[Kap. 6] Der gleiche Tag wie damals

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Meggie's Sicht:

Ich wühlte mich noch eine Weile in meinem Bett bis ich meine Augen langsam öffnete. Nachdem ich mich nach links und rechts umgedreht habe ist mir bewusst geworden das ich nicht mehr geborgen in den Armen von Ethan lag. Er lag nicht mehr im Bett und auch nicht auf dem Boden, falls ihr jetzt fragt warum auf den Boden, das liegt daran weil ich sehr unruhig schlafe. Ich entdeckte einen Zettel auf dem anderen Kopfkissen. Diesen nahm ich und las ihn mir durch.

Na meine Süße,

mach dir bitte keine Sorgen, mir geht's schon wieder besser. Habt heute noch viel Spaß und genießt den Tag auch mal Ruhe von mir zu haben XD.

Hdgdl dein Ethan <3

Ich legte den Brief bei Seite und schlüpfte in meine blauen Hasenhausschuhen, die mir Amy letztes Jahr zum Geburtstag geschenkt hat. Nun hüpfte ich zu Amy rüber, die noch am Schlafen war. Ein kleiner pieker in den Arm und schon war sie hell wach. Das ist eine der Eigenschaften die ich an ihr liebe, denn wenn ein Einbrecher kommt würde sie es gleich hören und ihn vertreiben, während ich durch den Lärm wachgeworden bin und mich anschließend unter der Bettdecke verkrochen habe, wo von ich jedoch ein paar Kuscheltiere nach dem Dieb werfe, natürlich mit wenig Erfolg da ich eine Niete im Werfen bin.

Amy schaute mich an und fragte wie spät es ist.

Es war genau um 9. Ich machte mich auf den Weg zur Küche und deckte den Frühstücktisch. In der Zeit versuchte Amy ihre Lockenmähne zu einen Zopf zu machen. ,,Hm wenn das so einfach bei meinen strubbligen Haaren gehen würde" dachte ich gerade. ,,Autsch, warum sind diese Toast' s immer so heiß'' sagte ich und pustete meine Finger. Nach dem Frühstück und nachdem ich meine Modezeitschriften durchgeblättert habe entschied ich mich dafür ein Hühnersuppe für Ethan zu kochen. Ich rutschte vom Bett, schlüpfte wieder in meine Hausschuhe und quikte zum Schrank wo ein altes Kochbuch drin lag, was ich jedoch verschönert habe, denn jetzt war es baby blau mit Blumen und Glitzersteinchen verziert. Langsam blätterte ich die Seiten durch bis ich schließlich das Rezept fand. Ich besorgte alle Zutaten. Als Amy mich am Herd sah, "verspottete" sie mich und sah genau zu was ich als nächstes tat. ,,Und das willst du Ethan dann geben? Hast du nicht Angst das er davon nicht noch kranker wird?'' meinte sie mit einem Gesicht als käme ihr das Essen von gestern wieder hoch. ,,Ach, hör schon auf. Das wird sicher lecker.'' piepste ich und nebenbei fuchtelte ich in der Suppe herum. ,,Probier mal einen Löffel'' sagte ich überzeugt aber Amy wollte nicht. Als die Suppe fertig war machte ich sie in so eine Thermoschüssel damit sie schön warm bleibt. Einen leckeren Pfefferminztee habe ich auch noch gebraut. Nun steckte ich alles in eine Tüte, zog meine rote Regenjacke an, schlüpfte in die ebenfalls roten Gummistiefel, setzte meine schwarze Mütze mit den Katzenohren auf und verschwand mit einem Lächeln durch die Haustür. Als ich bei Ethan an kam war ich vollkommen durchnässt. Es hatte wie in Strömen geregnet, aber das fand ich nicht weiter schlimm ganz im Gegenteil sogar. Es war ein lustiger Weg zu Ethan denn ich bin von einer Pfütze zur nächsten gesprungen. Ich war vollkommen nass und mit Matsch bespritzt, daher konnte ich auch verstehen das ich die schmutzigen, nassen Sachen draußen ausziehen musste. ,,Hey Süße, was machst du denn hier?" meinte er verschnupft. ,,Ich habe dir ne Suppe gekocht!'' erklärte ich ihm. ,,Du siehst genauso aus wie als wir uns kennengelernt haben. Nass und matschig. " sagte er und nahm sich ein Taschentuch aus der Packung. Ich glaube jetzt ist es vielleicht an der Zeit euch zu erzählen wie wir uns kennengelernt haben. Es war vor 1 Jahr an einem Freitagnachmittag als Amy und ich auf einem Skateplatz waren. Amy fuhr mit ihrem Bike herum und ich versuchte mich auf meinen neuen Skateboard zu halten. Denn ich wollte endlich Skateboard fahren können. Doch meine Amy meinte:,, Das sieht nicht wirklich gut aus. Sorry Meggie aber ich bezweifle das du es irgendwann mal kannst. Du bist viel zu sehr ein Zappelphillip" sagte Amy gutmeinend. Doch nach einer Weile hielt ich mich echt gut auf dem Board. Amy machte das ein bisschen sauer und fing an mit mir zu wetten: ,, Das einfache Zeug kann ja jeder, vorallem wenn man nur hier auf dem Beton herumfährt. Ich wette du schaffst es nicht schnell von dieser Rampe zu fahren und dann links rum zu der anderen Rampe. Alles klar? Oder traust du dich nicht? " meinte sie mit einem Grinsen im Gesicht. ,,Ich schaffe das! Du wirst schon sehen!'' rief ich überzeugt und stieg auf mein Skateboard. Ich nahm Anlauf, fuhr so schnell wie es ging über die Rampe, rollte mit riesen Geschwindigkeit runter, als ich gerade zur nächsten Rampe fahren wollte : BOOM. Ein gutaussehender Junge knallte mit mir zusammen. Ich fiel mit voller Wucht vom Board in einen mit Modda und Wasser gefüllten Graben. Der Junge warf sein Skateboard weg und rannte auf mich zu. Er sprang ebenfalls in den Graben dann schlang er seine Arme um mich und trug mich zu einer Bank. Nun lag ich auf einer Bank in den Armen eines gutaussehenden Jungen. ,,Ist alles okay, bei dir?" sagte die sanfte Stimme. ,,Es geht mir gut." meinte ich schnell. ,,Mein Name ist Ethan. Wie heißt du? '' ,,Meggie." Er strich mir ein paar Strähnen aus dem Gesicht uns sagte zärtlich: Du bist wunderschön, Meggie." Meine Wangen wurden rot und die unangenehme Stille wurde schnell unterbrochen da er vorschlug mir das skaten bei zu bringen. Ich strahlte über beide Ohren, er nahm meine Hand und hob mich auf sein zerkratztes Board. Nun sah ich genau in seine Augen, die ozeanblauen Augen in denen man sich verlieren konnte. Ethan hielt mich an den Arm fest und wir übten. Aus dem Augenwinkel sah ich Amy die mir zufrieden zu zwinkerte und ein Zeichen machte das sie nach Hause fuhr. Nach einiger Zeit fing es stark an zu regnen. Ethan bot mir an mit zu ihm zu kommen. Auf dem Weg zu ihm redeten wir über vieles und ich bedankte mich auch nochmal bei ihm. Als wir vor seiner Wohnungstür standen, sagte er ich solle kurz warten. Er ging kurz hinter das Haus und kam mit einer wunderschönen roten Rose zurück. Da wir nun in seinem Haus waren und seine Eltern nicht da waren weil sie zu Bekannten gefahren sind, waren wir allein. ,,Du solltest aus den nassen Sachen raus! Hier es ist vielleicht ein bisschen groß aber das ist ja nicht so schlimm.'' sagte Ethan während er mir eine schwarze Jogginghose und einen blauen Pulli entgegen streckte. Ich bedankte mich und huschte schnell unter die warme angenehme Dusche. Schließlich ging ich wieder zurück ins Wohnzimmer wo er anscheinend auf mich gewartet hat. Er nahm meine Hand und führte mich in sein Zimmer. Vor der Tür hielt er an und sagte ich soll meine Augen zu machen. Er drehte den Türknauf um, nahm mich wieder an die Hand, führte mich zu seinem Bett und sagte:,, Mund auf!" Ich öffnete die Augen denn ich biss in eine leckere Erdbeere. Ich weiss nich wieso aber ich fühlte mich sofort bei ihm geborgen als wenn wir uns schon ewig kannten. ,,Glaubst du an Liebe auf den ersten Blick? Weißt du ich seit heute schon. Ich habe mich in dich verliebt." sagte er sanft und küsste mich zärtlich. Seit diesem Tage waren wir zusammen. Es klingt zwar komisch das wenn man sich den ersten Tag kennt gleich beschließt zusammen zu sein. Mein Kopf sagte Nein aber mein Herz sagte Ja. Denn es fühlte sich richtig an und das ist alles was zählt.

Nun jetzt wisst ihr schon ganz schön viel. Ihr wisst wer ich bin, wer meine Freundin Amy ist,wie Logan ist, wie Ethan und ich uns kennengelernt haben und ja nur von unserem großen Geheimnis wisst ihr momentan noch nicht. Aber wie könnten wir euch das jetzt schon in der Geschichte erzählen denn schließlich hat uns dieses Schicksal zum derzeitigem Zeitpunkt noch nicht getroffen. Nun zurück zum heutigen Tage. Ethan hat seine Suppe gelöffelt, den Tee getrunken, sich in nochmal mehreren Decken einmummeln lassen und spielte mit mir Videospiele. Als ich Abends wieder nach Hause kam schmiss ich mich sofort aufs Bett und wollte einfach nur schlafen. Doch als Amy zornig schrie fiel mir wieder ein, dass ich meine schlammigen Schuhe, Hose und Regenmantel nicht ausgezogen habe. Von daher musste ich wohl oder übel die Schweinerei beseitigen und füllte schon mal den riesen Eimer mit Wasser. Und nichts wie los, schrubbte ich um 23 Uhr die Wohnung. Why not?

Diagnose:WerwolfGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt