James saß in seinem Arbeitszimmer hinter seinem Schreibtisch. Er hatte sich in den großen Ledersessel hineingeflegelt, die Beine auf seinem Schreibtisch und steckte sich gerade eine Pfeife an. Der Stoff war berauschend.
James genoss den Geschmack und ließ seine Gedanken schweifen. Er hatte ein markantes Gesicht, es wirkte jugendlich, aber trotzdem streng und kernig. Er hatte stechende, blaue Augen, die den Ausdruck vermittelten, dass ihm alles gelingen würde.Vor ein paar Jahren hatte James Millionen von seinem Alten geerbt. Dieser hatte den Löffel sehr zeitig abgegeben und hinterließ seinem Waisenjungen ein Vermögen. James war gerade erwachsen gewesen und seine noch junge Seele wurde von dem vielen Geld beeinflusst. Die Verwandtschaft bekam nichts. Der alte Winter war geschieden und seine ganze Liebe galt seinem Junior.
Zu seinem Bedauern war es aber gerade das viele Geld gewesen, welches James negativ veränderte. Die Leute begannen bald darauf zu reden, dass James sozusagen ,,ausgetickt" war. Zuerst schaffte er sich dieses Anwesen an, und dann noch der Job als Manager im Immobiliengeschäft. Als Nächstes tauchten daraufhin Gerüchte auf, James finanziere illegale Projekte in der Genforschung. All dieses Gerede führte dazu, dass James immer gefühlskalter wurde. Schließlich erwachte er eines Morgens als das Ekel, dass er nun war: ein reiner Kapitalist, egoistisch und zu keinerlei Vertrauen bereit.
Allerdings sah James selbst sein Leben als schön und gut an. Er hatte eine große Residenz, viel Geld, war erfolgreich im Beruf. Ab und zu trieb er es mit irgendwelchen reichen und verwöhnten Schlampen. ,Mehr bedarf es nicht!', dachte er gerade und schaute von seinem Platz aus durch das Fenster auf seiner rechten Seite. Sein Arbeitszimmer befand sich im zweiten Stock, zur hinteren Seite des Hauses hin. Von hier aus konnte man den großen Garten sehen, der von der Straße aus nicht zu sehen war.
Direkt vorne unter dem Fenster sah man noch ein Stück der großen Terrasse, die an das große Wohnzimmer direkt unter ihm angrenzte. Von der Terrasse aus führte ein Sandweg einmal um den großen Garten herum. Der Verlauf des Weges war dabei wie ein großes Oval angeordnet. Vom Fenster aus war dies noch besser erkennbar. An den Rändern des Weges standen einige kleinere Bäume Spalier. An vier Stellen wurde diese kleine Baumallee aber unterbrochen, um Platz für kunstvolle Statuen zu machen. Der ovale Sandweg diente zugleich als Umrandung der Gartenbeete. In deren Mitte war ein herrliches Blumenbeet zu einer Art Muster angelegt.
James bemerkte gerade, dass alle vier Statuen durch das Beben umgestürzt waren. Dadurch hatten auch einige Bäume, die in der Nähe der Statuen standen, Schäden abbekommen. Von seinem Platz aus erblickte James William, der gerade dabei war, die Statuen mit einer Hebevorrichtung aufzurichten.
Es war wirklich erstaunlich! Selbst direkt vor der Haustür konnte man das Wüten des Erdbebens erkennen, während im Haus sich noch nicht mal der Staub bewegt hatte.
,Wenn ich davon Jeff erzähle, wird er Bauklötzer staunen!', dachte James, ,der gute Dr. Kane! - das Mittel funktioniert tatsächlich! - Bald können wir damit jedes Grundstück in Barrington aufbessern!' fuhr er in Gedanken fort.
Als ihm jener Dr. Kane letztes Jahr von seiner Entdeckung erzählt hatte, erinnerte sich James noch ganz genau daran, wie ungläubig er darauf reagiert und wie er ihn ausgelacht hatte. ,,Aber ich bitte Sie Dr. Kane! - Das glauben Sie doch selber nicht!", hatte er damals in dem Forschungslabor zu ihm gesagt. ,,Ein Präparat, durch das ein Haus komplett vor Erdbeben geschützt ist?" James hatte damals mit dem Finger an die Stirn getippt und laut aufgelacht.
Aber Dr. Kane meinte es ernst: ,,Wenn ich es Ihnen doch sage, Mr. Winter! - Ich habe schon alles genauestens kalkuliert! - Reden Sie doch bitte mit meinen Kollegen, wenn Sie mir nicht glauben!"
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Das Summen
HorrorJames Winter ist ein erfolgreicher und von sich überzeugter Immobilienmanager, dem jedes Mittel recht ist, um Grundstücke teuer zu verkaufen. Trotz Bedenken seines Wissenschaftlers hat er sein eigenes Anwesen mit einem neuen Mittel verputzen lassen...