Vor Akuma standen nun ein Krug mit Sake und ein Teller Nudeln gefüllt von verschiedensten Meeresfrüchten. Zudem forderte sie alle über den Ort nötigen Informationen und ließ sich diese auf einem Zettel niederschreiben, während sie gierig ihre Mahlzeit verschlang.
Die Zeit verstrich und mit ihr die Vorsicht der Männer. Akuma nahm Gesprächsfetzen wahr, deren Leitfaden sie selbst darstellte, 'Siehst du die Gestalt im Gewand, dort drüben? Niemand kennt ihn, aber man sagt wo er auch ist, umhüllt ihn eine angsteinflößende Aura, die jedem das Blut in den Adern gefrieren lässt...' , 'Man sagt der Tod selbst habe ihn auf die Erde geschickt, um in dessen Auftrag zu morden' oder 'Nimm dich ja vor dem in acht, auf ihn ist ein hohes Kopfgeld ausgesetzt, man nennt ihn auch den schwarzen Dämonen'. Belustigt hielt sie den Blick starr auf ihr Essen, während sie es Gabel für Gabel mit Genuss verschlang und das wohlige Gefühl in ihrem, sich füllenden, Magen beherzte. Sie mochte es den Gerüchten stehts ein offenes Ohr zu schenken, ein verschmitztes Grinsen konnte sie sich dabei nie verkneifen, ließ sich von dem aber nichts anmerken.
Ein abruptes Stechen durchquerte ihren Körper, gefolgt von Worten einer längst vergessenen Gestallt die in ihr wiederhalten 'Selbst die Identität kann eine Schwäche sein'. Sie glaubte deren Aura zu spüren, ein trautes Gefühl, das ursprünglich der Unmöglichkeit galt, da es bereits vor langer Zeit erloschen war. Ihr Hungergefühl hatte es in den Hintergrund gedrängt, die Farbe aus ihren Augen entwich, ihr Mund erstarrte, die Aura um sie herum began sich, wie eine Schlange, in alle Richtungen zu winden. Nervosität brach unter der Männermenge aus. Doch bevor die wachsende Aura nach den Männern ausschweifen konnte, fuhr wieder Stille durch den Raum. Einzig und allein harte Schritte, die mit dem Boden verschmolzen und ihn zum vibrieren brachten, schienen mit der Stille zu revalisieren. Die Schritte befreiten Akuma aus ihrem tranceartigen Zustand.
Mit einem Zug lehrte die Blauhaarige ihren Krug, nahm den auf dem Tresen liegenden Zettel, staute diesen in ihre Hosentasche und ließ an seiner Stelle einige Münzen liegen. Sanft stieß sie sich vom Barhocker ab, drehte sich um, den Blick starr auf den Ausgang gerichtet, lief sie mit federnden Schritten auf diesen zu. Doch ein Gewicht auf ihrer Schulter erschwerte es ihr, ihren Weg fort zu führen, bevor sie reagieren konnte, wurde sie umgedreht. Bernsteinbraune Augen trafen ihre, ein bedrohliches rotes Funkeln blitzte in ihnen auf. Das traute Gefühl durchbohrte abermals ihr Mark und ließ sie innerlich durch den Schock erstarren. Jedoch ließ sie außerhalb ihren starren Blick nicht fallen, schien diesen sogar zu verfestigen. Wobei abermals die schwarze Schicht um ihren Körper wie Feuer aufloderte, doch entgegen ihrer Vorstellungen prallten sie mit Leichtigkeit an der Gestalt ab.
,,Wohin?!", ein Knurren verließ seine rot geschminkten Lippen. Der Griff um Akumas Schulter verfestigte sich. ,,Erbärmlich. Von dir zu glauben, dass ich, Eustass Kaptain Kid, dich nach unserem kleinen Zusammentreffen verschonen würde, findest du nicht auch?". Der Arm des Mannes hob sich woraufhin lautes metallisches Klirren durch den Raum schallte, doch bevor der Rothaarige zu einem weiteren Wort ansetzte hielt er plötzlich inne. Sein Arm senkte sich und das Klirren kam zum erliegen,
während die Blauhaarige schwieg und den Blick des Größeren mit der Kälte ihrer farblosen Augen standhielt, dabei entging ihr, dass ihr Umhang beinahe ihr ganzes Antlitz enthüllte, das das bernsteinbraun der Augen des Rothaarigen in jedem seiner Details suchend musterte. Zu gelehmt war sie von dessen Ausstrahlung, als dass sie reagieren konnte. Mit jedem Atemzug der in der Stille verstrich blühte aus dem roten Funken in seinen Augen eine lodernde Flamme auf. Ein diabolisches Grinsen schlich sich auf sein Gesicht und umspielte seine Lippen, bis diese sich zu einem Lachen ausbreiteten, das schallend durch die Geräuschlosigkeit preschte.
Sein Gesicht näherte sich dem der Schwertkämpferin und kam letztendlich einige Millimeter vor ihrem zum Stillstand, ein leises Raunen entfloh der Kehle des Rothaars:,, Und du bist also der furchteregende Dämon, der die Menschen in Angst und Schrecken versetzt?" Ein weiteres raues Lachen verließ seine roten Lippen. Mit einem Ruck zog er ihr die Kapuze vollkommen vom Schädel, plazierte seine Hand in ihrem Haar, griff nach diesem und zerrte sie mitsamt ihrem regungslosen Körper in die Höhe, sodass sie keinen Fuß mehr auf den Boden setzen konnte. Sie war nicht mehr Herr ihres Körpers.
Er wandte seinen Kopf zu den Männern um ihn herum, um die nächsten Worte, die durch seine Lippen flossen, an die, die das Geschehen geschockt beobachteten, zu richten :,,HIER HABT IHR IHN, euren furchteinflösenden schwarzen Dämonen!" Spöttisch grinsend schweifte er mit seinem Blick umher, musterte jede Menschensseele die sich in der Bar verirrt hatte und trieb ihnen Einen nach dem Anderen ein gehässiges Grinsen ins Gesicht.
Daraufhin fixierten seine Augen wieder Akumas, die ihn mit ihrem kalten Blick weiterhin musterte. Kurzerhand brachte dies den Größeren aus der Fassung, dies überspielte er jedoch mit einem selbstgefälligem Grinsen. Tief blickte er in die Augen der vor ihm baumelnden Frau und setzte nun zu einem neuen Satz an, bei dem der Ton der Verachtung wie Gischt aufschäumte:,, Eine schwächliche Frau. Das soll EUER Dämon sein? Armselig. "
Das Grinsen der Männer verflog, wie vom Meereswasser ausgewaschen blieben nur noch ängstliche Hüllen über, die sich vor den nächsten Taten des rothaarigen Monsters fürchteten. Kids linke Hand plazierte sich unter dem Kinn der Schwertkämpferin, während seine Mundwinkel wutentbrannt zu Boden sanken. Wiedermals durchbohrten seine Auge die ihre, jedoch erlosch der rötliche Funke in ihnen, die Blauhaarige taute allmählich auf. Innerhalb von Sekunde verformten sich ihre Lippen zu einem
Schmunzeln, sie setzte ihr Bein zu einem Tritt an und traf gezielt zwischen die Beine des Rothaarigen, spuckte ihm vor Abscheu ins Gesicht und entzog beinahe zeitgleich das ihre mit einem Ruck aus den Klauen des rothaarigen Monsters.
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Red haired devil
FanfictionJeder Mensch wird mit einem Inneren Dämonen geboren, dessen Existenz aber nur den wenigsten bekannt ist. Denn Dämonen werden innerhalb Familien schon seit Jahrhunderten vererbt, dabei ist es nur eine kleine Anzahl an Familienmitgliedern die den Dämo...
