Seine Hände krallten sich immer weiter in das Fleisch der Frau, dabei hob er sie vom Boden und ließ sie über ihm in der Luft taumeln.
Sein Mantel nach hinten gestreift, kam sein rechter Arm zum Vorschein auf dem sich seine angespannten Muskeln abzeichneten, die vor Aufregung immer wieder aufzuckten und in dem gedämten Licht zu spielen schienen.
Ihre Hände platzierten sich auf der riesigen Hand die sie zu erwürgen versuchte, mit größter Mühe probierte sie den Griff um ihren Hals zu lösen, während sie sich unter diesem zappelnd in jede erdenkliche Richtung wandte, doch vergebens, ihre Kräfte hatten sie verlassen.
Akuma schnappte nach Luft, doch je öfter sie es zu versuchen probierte, schien immer weniger Sauerstoff in ihre Lunge zu strömen. Ihr Kopf begann zu pulsieren, so auch ihre Gliedmaßen, die ihr das Gefühl gaben, sie würden jeden Augenblick zerplatzen. Ihr Körper schrie nach Luft, Akuma musste einen Weg finden diesem Wunsch nachzugehen, für sich, ihren Stolz und für Sie.
Die Augen der Schwertkämpferin schlossen sich, um ihre wohl bekannte Ruhe zu erlangen. Alles um sie schien sich zu verlangsamen und in ein dunkles Blau zu tauchen, als wäre sie wieder in der blauen Höhle angelangt. Alleinig auf ihren Höhrsinn vertrauend, lauschte sie, nach Antworten suchend, dem Herz der Insel.
Erschrocken schlug sie ihre Augen wieder auf. Ihre Pupillen verkleinerten sich um ein vielfaches, alles tauchte wieder in seine ursprünglichen Farben, die Geschehnisse ihrer Umgebung nahmen wieder ihren lauf ein. Drei Männer näherten sich. Eine Chance?
Der Rotschopf musterte sie während sein Grinsen immer breiter zu werden schien. Als er die sich von dem schwarzen Dämonen ausbreitende Aura wahrnahm, spürte er wie die Ader an ihrem Hals immer ruhiger pulsierte. Er glaubte sie wäre ihren letzten Atemzüge nahe. Jedoch traf ihn nach einem kurzen Augenblick eine Erkenntnis die ihn wieder um ein vielfaches zorniger machte. Ihre Aura, ihr konzentrierter Gesichtsausdruck, die verringerte Herzfrequenz und die geschlossenen Augenlieder. Irgendetwas stimmte nicht.
Mit einem Schlag wurde die Tür hinter ihnen aufgeschlagen, Kid zuckte einige Schritte nach hinten und löste den Griff um den Hals der Blauhaarigen, diese fiel einige Schritte von der Tür entfernt auf die Knie, schnappte nach Luft, während noch mehr Blut den Mund der Frau verließ und auf den Boden tropfte.
,,Kid was machst du hier?" Pause. ,,Ich hab dir doch gesagt [...] Wir haben andere Prioritäten.",,Kaptain die Marine, wir müssen die Insel verlassen!" Riefen zwei der drei Männer zu dem Rothaarigen.
Akuma versuchte deren Gestalten wahrzunehmen, jedoch präsentierten ihre Augen ihr nur ein verschwommenes Bild, das wie in Nebel eingehüllt nicht aufklaren wollte.
Ihr ganzer Körper schmerzte, weiterhin fühlte sie den Griff um ihrem Hals, der ihr jeden Funken Sauerstoff aus ihrem Körper entziehen wollte. Vor Schmerz beugte sie sich zu Boden, krallte sich in das kalte Holz und zischte, es trieb ihr die Tränen in die Augen. Die heiße Flüssigkeit verließ ihre Augenwinkel, bahnte sich über ihre Wangen, tropfte zu Boden und landete auf dem Handrücken der zierlichen Hände der Frau, die sich immer tiefer in das Holz, das den Boden ausschmückte, krallten. Dabei scheuerte dieses ihre Fingerkuppen auf, was dem Holz ein blutroten Schimmer verlieh, der sich mit dem aus ihrem Mund gerinnenden Blut vermischte.
Es war zu viel für den weiterhin geschwächten Körper der Frau undihrer sonst unantastbaren Seele, die immer weiter über ihr zusammenbrachen.
Zähneknirschend balten sich Eustass Hände zu Fäusten, ein bedrohliches Knurren entfuhr seiner Kehle, ohne ein Wort mit den Männern zu wechseln schritt er auf sie zu. Er hob seinen rechten Arm ein letztes Mal, metallisches Klirren, alle sich im Raum befindenden metallischen Gegenstände flogen auf den Rotschopf zu, dabei fielen mehrere leblose Körper, die in dem Prozess von dem Metall getroffen wurden, zu Boden. Ein letzter Blick zur sich am Boden krümmenden Frau, entlockte dem Piratencaptain das Wort ,,Repel". Plötzlich steuerten die Metallgegenstände auf die Blauhaarige zu. Ihre Pupillen verfärbten sich schwarz, sie blickte auf, eine dunkle Hülle stieg auf und umhüllte ihre zierliche Statue. Das Metall prallte an der Schutzschicht ab und fiel geräuschvoll zu Boden.
Kid erstarrte, seine nicht existenten Augenbrauen zogen sich zusammen die seiner Genervtheit Ausdruck verliehen. Jedoch verblasste diese, als er seinen Blick auf die vor ihm stehenden Männer, auf die er zusteuerte, ruhen ließ. Fluchend machten sich wieder auf seiner Stirn vor Wut pulsierende Adern sichtbar, die halbwegs von seiner Brille, die seine roten Haare in ihre bekannte Tulpenform zusammenhielt, verdeckt wurden.
Mit einem Kopfnicken ließ er die Aufmerksamkeit der entgeisterten Männer auf die sich am Boden windende Akuma schweifen. Die drei Augenpaare bohrten sich in den Rücken der Frau, während Kid die Männer zur Seite drängte, um sich seinen eigenen Weg durch das Pack zu bahnen. Seine Hand umfasste den Türknauf der robusten Tür, die den einzigen Ausgang aus der stickigen Kneipe bildete und ließ diese mit seiner gesamten Muskelkraft aufpreschen. Sodass Lichtstrahlen der nun untergehenden Sonne der Außenwelt die Kneipe fluteten, diese tauchten die Statue des Piratenkaptains in ein bedrohliches Licht. Frische Abendluft strömte in Form einer starken Brise in den Raum und umringte dessen Mantel wie auch Haare. Seine Haare schlugen wie Peitschen in alle Richtungen, sein Mantel wehte und wölbte sich wie eine Schlange in dem Licht der Abendsonne, die seine bedrohliche Präsenz unterstreichte.
Immer weiter ins Licht eintauchend verschwand auch sein im Wind peitschender Mantel, daraufhin flog die Tür mit einem Knall ins Schloß.
,,Dass die Tür noch hält...", murmelte einer der Männer.
Der Raum wurde wieder in dessen normale Lichtverhältnisse gehüllt, nur die am Boden liegenden Körper und die erstarrte Zuschauerschaft verblieben die auf die zuvor abgelaufenen Geschehenisse schlossen. Einer der drei Männer lief auf die Frau zu und beugte sich zu Akuma runter. Wiedermals erhob sie ihren Blick um in eine blau weiß gestreifte Maske zu blicken, das einzige Bild das ihr ihre Augen klar präsentierten konnten. Mit einem gehässigen Funkeln in diesen beäugte sie die Stelle auf der Maske von der sie glaubte, dass sich dort die Augen des Mannes befanden.
,,Ist die Tulpenfresse sich zu fein um mir den letzten Stoß zu geben?", sprach Akuma mit gebrochener Stimme.
Der Mann schüttelte daraufhin verzweifelt seinen mit der Maske bedeckten Kopf. Obgleich er mit einem amüsierten Unterton in seiner Stimme sprach:,,Genauso stolz, wie der rothaarige Sturkopf." Daraufhin plaziert er die Frau auf seine Schulter, stand mit dieser auf, drehte sich zu den anderen Männern um und brach mit diesen auf.
~Wow der bisher längste Chapter :D
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Red haired devil
FanfictionJeder Mensch wird mit einem Inneren Dämonen geboren, dessen Existenz aber nur den wenigsten bekannt ist. Denn Dämonen werden innerhalb Familien schon seit Jahrhunderten vererbt, dabei ist es nur eine kleine Anzahl an Familienmitgliedern die den Dämo...
