Nachdem Gespräch mit Daniel, hatte ich noch auf Ace gewartet damit er mich auch wieder nach Hause fahren konnte. Jetzt liefen wir gemeinsam die Straße in unangenehmer Stille entlang, weshalb ich nach einem Gesprächsthema suchte.
"Ace? Darf ich dir eine Frage stellen?"
"Hast du doch gerade.", erwiderte er mit den Schultern zuckend und lief weiterhin neben mir her.
"Idiot."
"Zicke"
"Weißt du, lass mich doch inruhe.", meinte ich gespielt schmollend und lief schneller als er. "Ich kann leider nicht.", murrte er genervt. "Das nehme ich jetzt einfach mal als Kompliment.", antwortete ich lachend.
"Was wolltest du mich denn jetzt fragen?", wollte er wissen und lief ebenfalls schneller um mir ins Gesicht zu sehen. "Ich wollte wissen, ob du mit mir schlafen willst.", beantwortete ich ihm seine Frage toternst und sah ihm in die Augen, während ich mir innerlich ins Fäustchen lachte.
" Meinetwegen.", erwiderte er mit den Schultern zuckend. Eigentlich hatte ich mir einen komplett geschockten Ace vorgestellt aber es interessierte ihn kein bisschen... "Man! Das hab ich nicht ernst gemeint! Warum bist du nur so langweilig?", fragte ich ihn die Augen verdrehend. " Denkst du wirklich ich fall darauf rein? Ist mir schon klar, dass du niemals mit mir etwas anfangen würdest. Mit mir dem Kriminellen.", gab er abfällig von sich.
Während er einfach weiter zum Auto lief, verlangsamte sich mein Tempo bis ich stehen blieb. " Als ob du etwas mit mir anfangen würdest. ", sagte ich so laut dass er es hörte und ebenfalls stehen blieb. Ich konnte sehen wie er sich versteifte und sich seine Rückenmuskeln anspannten, während er genervt einatmete und sich umdrehte. " Ich bin kein Beziehungsmensch, Coda. Ich bin der Typ der dir wenn du vor ihm läufst dir die ganze Zeit auf den Arsch gafft und dich am liebsten in der nächsten Gasse vergewaltigen würde."
Mit hochgezogener Augenbraue beobachtete ich ihn. Ich glaubte ihm nicht.
" Oh und übrigens, ich hätte gedacht dass du, nachdem ich bei dem Knutschfleck-Ding gestöhnt hatte, verstanden hättest dass ich sehr gerne mit dir eine Nacht verbringen würde."
Verblüfft zog ich die Luft ein und sah ihn geschockt an. "Was?", fragte ich.
Er kam langsam näher bis er direkt vor mir stand und mich frech anlächelte. "Das",grinste er ", war ein Scherz."
"Alles?"
"Wer weiß."
***
"Wenn du willst kann ich dir noch bei den Galavorbereitungen helfen.", grinste Ace pervers, während ich dabei war aus der Schrottkarre auszusteigen.
"Danke, aber 'Nein Danke' .", lächelte ich provokant, bevor ich mit einem 'Bis dann' die Tür zuschlug.
Kopfschüttelnd beobachtete ich wie er davon fuhr. Idiot. Heißer Idiot. Warte was??
In meinen Gedanken gefangen ermahnte ich mich selbst für diesen Gedanken. Er ist und war schon immer hässlich und einfach abstoßend. Seufzend ging ich ins Haus und trampelte die Treppen bis zu unserer Wohnungstür hoch, die ich sogleich aufschloss und mit der Tür ins Haus fiel - nur sprichwörtlich.
"Coda! Sei doch ein bisschen leiser!" Schrie meine Mutter aus dem Wohnzimmer während ich dabei war meinen Hund zu begrüßen der mich herzlich abschlabberte. "Tut mir leid, Mama.", meinte ich geknickt. Ich möchte nicht sagen dass meine Mutter mich kälter macht aber immer wenn wir zusammen sind erinnern wir uns gegenseitig an das ganze Unglück. Das zieht einen irgendwie runter. Leise ging ich zu ihr und beobachtete wie sie erschöpft mit einem schmerzverzerrten Gesichtsausdruck auf dem Sofa lag. "Wie war dein Tag?", fragte ich sie einfühlsam, während sich in mir wie immer die altbekannte Leere ausbreitete. "Coda, dein Vater will uns nichts mehr bezahlen. Er meint entweder gehst du zu ihm oder er lässt uns beide im Stich. Ich weiß nicht wie ich das schaffen soll..." Enstetzt von dem Verhalten meines Erzeugers verzog ich das Gesicht angeekelt. " Ich werde niemals zu ihm gehen. Eher gehe ich auf der Straße betteln. Wenn ihr wieder redet kannst du ihm das sagen. Ich lasse dich nicht einfach im Stich. " Mama rollte eine Träne übers Gesicht und ich zog sie in eine Umarmung. " Lass dich nicht von ihm runterziehen. Wir brauchen ihn nicht. Frauen sind das stärkere Geschlecht, vergiss das nicht. Du hast mir das doch immer beigebracht. ", meinte ich und lächelte sie an - wischte ihre Tränen mit meinem Handrücken weg.
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Alexithymie / unable to feel emotions / #glambookaward2019 #waveaward2019
Teen FictionHast du dir schon mal die Frage gestellt wie es wäre keine Emotionen zu empfinden? Könntest du dir vorstellen mit solch einem Zustand zu leben? __________________________________________________ Seit Jahren lebt sie mit dem Persönlichkeitsmerkmal A...
