"Dennis und ich werden für heute die Fahrer sein, wie gestern besprochen. Meine Frage war ob du dich zwischenzeitlich um ein Campingplatz kümmern könntest, am besten in Österreich.", lächelte Christian mich an während er schon fragend und nach Zuspruch suchend eine Augenbraue hob. Ich benickte dies ohne große Worte und kratze mich verlegen am Hinterkopf als wir uns auch schon langsam zu den Autos auf machten. Meine Blicke folgten wieder einmal Sebastian als er so vor sich her lief, den Kopf nicht einmal nach vorn gerichtet. Diese Nacht veränderte viel, nur war ich mir noch nicht sicher in welche Richtung alles verlaufen würde. Er war einer der besten, wenn nicht sogar der beste Mensch in meinem Leben und die Angst stand mir nun bis in den Kopf das wir damit alles ruiniert haben könnten. Ich meine wir waren schon immer beste Freunde, wir stritten uns, wir lachten, wir lebten und erlebten fast alles gemeinsam. Ich wusste das ich ohne diesen Jungen nicht mehr leben könnte, doch was empfand Sebastian? Ein mulmiges Gefühl beschlich mich, er verhielt sich anders. Auch wenn er zu lächeln schien, seine Gesichtszüge sprachen etwas anderes aus, schließlich kannte ich ihn nun lange genug um zu wissen wie er war. Mein Bauch schmerzte wenn ich auch nur einen Gedanken daran verschwendete, ihn nicht mehr an meiner Seite zu haben wie vorher. Und dennoch könnte ich noch immer vor Gefühlen explodieren wenn ich nur an diese Nacht zurückdenke. Diese Intensität, sein Gesicht, diese Gefühle, es war einfach ... nicht mehr mit Worten zu beschreiben. Er war so anders als sonst immer, ich weiß nicht was es war aber irgendwas zeigte mir eine Seite an ihm die ich niemals erwartet hätte. Es war alles so persönlich wie noch nie. Nie hätte ich mir das alles auch nur gedanklich ausmalen können, nie gedacht das es wirklich passieren würde. Ich hoffte einfach nur das er das gleiche empfand wie ich.
"Ich fahr bei Christian mit.", unterbrach mich Peters Stimme in meinem Gedankengang als sich auch eine andere herzliche Stimme dort mit ein mischte.
"Ich auch, dann fahr du mal bei Dennis mit sonst ist er ganz allein."
Bamm! Autsch, das tat weh. Hat Sebastian gerade für mich entschieden das es besser wäre nicht zusammen in einem Auto zu fahren?
Schneller als ich schlucken konnte, waren auch schon alle in ihren Autos verschwunden während ich immer noch perplex an Ort und Stelle stand. Vielleicht bildete ich mir auch einfach zu viel ein aber versucht er gerade Abstand von mir zu halten? Ich weiß das ich manchmal sensibel bin aber das sehe ich doch nicht falsch oder? Mein Kopf dröhnte, keine Antwort fand sich auf dieses Verhalten und wieder spürte ich wie mein Magen sich umdrehte.
Ohne mich dazu zu äußern stieg ich stumm in das Auto ein und starrte in die leere. Normalerweise sollte ich mir darüber nicht so den Kopf zerbrechen doch es störte mich.
"Alles okay?", schreckte ich auf als sich Dennis Stimme in meinen Kopf drängte. Ich erklärte ihn noch einmal das alles gut sei und es einfach an dem Alkohol lag. Ich merkte das Dennis mir nicht glaubte, dennoch ließ er mich zu meinem Glück in Ruhe. Ich versuchte mich weitestgehend abzulenken und durchstöberte, wie Christian mir befiehl, das Internet nach einem schönen Campingplatz. Als ich schließlich schnell fündig wurde, informierte ich die anderen über unser neues Ziel und gab die Daten auf dem Navi ein.
Die Sonne spiegelte sich auf meinem Handydisplay, Dennis summte einige Lieder mit und der Geruch des Sommers holte mich ein, was mir ein leichtes Lächeln entlockte. Ich wollte diese Reise einfach genießen und nicht nur über Sebastian nachdenken. Meine Laune besserte sich dank Brammen zunehmend und schon war es so als wenn nichts gewesen war. Ich war ihn in diesem Moment echt dankbar und glücklich, weshalb mir ein leises danke über meine Lippen schlich. Ohne groß zu bemerken das ich damit zugab das doch etwas sei, legte der Blondschopf seine Hand auf meinen Schoß, drehte seinen Kopf zu mir, lächelte aufmunternd und sah mir direkt in die Augen für einige Zeit. Obwohl sie sich nicht einmal annähernd ähnlich sahen, sah ich sofort Sebastians Gesicht in seinem, mit seinem charmanten Lächeln und seinen blau-grauen Augen mit dem gleichen Schimmer wie in dieser einen Nacht. Doch statt wieder reumütig zu werden genoss ich diese Erinnerungen sehr. Ich bemerkte nicht einmal wie sich ein anderes Auto an uns vorbei schob. Erst als ich in Sebastians Augen sah, die Dennis und mich fest im Blick hatten, bemerkte ich dieses.
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Die Route des grünen Herzens. 💚 (Pietsmiet FF)
FanfictionEine Leidenschaft - Eine Gruppe - Fünf Männer Eine wahre Männerfreundschaft wie sie im Buche steht. Pietsmiet ist eine kleine Gruppe von Youtubern die sich auf Videospiele spezialisiert haben, bestehend aus Peter, Dennis, Christian, Sebastian und Jo...