„Schattenpfote! Haselpfote! Kirschpfote!"
Schattenpfote freute sich nicht darüber, Schülerin zu sein, aber zumindest durfte sie nun endlich raus aus dem Lager. Ihre Mentorin Blütenschweif, eine elegante, junge, schwarze Kätzin kam auf sie zu und begrüßtesie.
„Hallo Schattenpfote, soll ich dir das Territorium zeigen?" fragte sie freundlich.
„Wenn du willst" antwortete Schattenpfote. Blütenschweif zuckte kurz zurück. Offenbar erwartete sie, dass ich genauso aufspringe und aus dem Lager stürzen will, wie es Haselpfote und Kirschpfote eben getan haben. Sie nickte dann aber und ging zum Lagerausgang. Schattenpfote folgte ihr raus in den Wald und sah sich neugierig um. Die großen Bäume boten Schutz vor dem leichten Nieselregen, der seit dem Morgen herrschte.
„Ich zeige dir zunächst einmal den See und den Trainingsort" sagte die junge Mentorin und lief einen kleinen bewachsenen Pfad entlang.
„Klettern wir auch auf Bäume?" fragte Schattenpfote, während sie die mächtige Höhe mancher Bäume bewunderte.
„Ja natürlich. Wir klettern und schwimmen auch. Das wirst du alles noch lernen" lächelte Blütenschweif und kam bei einer kleinen, mit Sand überhäuften Lichtung an.
„Das ist der Trainingsort. Hier lernst du kämpfen und das anschleichen an Beute. Die meiste Zeit werden wir allerdings im Wald verbringen" erklärte sie. Schattenpfote nickte und sah sich um. Dann folgte sie ihrer Mentorin zurück in den Wald. Kurz darauf hörte sie ein Rauschen, welches immer lauter wurde.
„Dort kommt gleich der Wasserfall. Er knöpft an den Fluss an, an den wir gleich stoßen, aber den zeige ich dir morgen genauer" rief Blütenschweif, denn mittlerweile war es ziemlich laut geworden.
Wenig später war der Fluss zu sehen und als Schattenpfote nach links blickte, sah sie, dass er einfach hinunter fiel. Als sie zu ihrer Mentorin blickte, war diese bereits bei den Trittsteinen angelangt, die über den ganzen Fluss verteilt waren.
„Sei vorsichtig wenn du darüber läufst. Sie sind glitschig und du kannst leicht ausrutschen." Schattenpfote nickte und sprang auf den ersten Stein.
„Ich bin direkt hinter dir. Spring nur auf den nächsten. Keine Angst" sagte Blütenschweif. Schattenpfote sprang zögernd auf den nächsten und sie hörte, wie Blütenschweif ihr folgte. Schattenpfote überwand sich und sprang auch über die letzten beiden Steine, dann landete sie sicher am anderen Ufer. Blütenschweif kam neben ihr auf.
„Sehr gut" schnurrte sie und ging weiter. Schattenpfote folgte ihr zu einem gigantischen See.
„Das ist der See, dort werde ich dir später fischen und schwimmen beibringen" miaute ihre Mentorin.
„Ist das der Mondsee?" fragte Schattenpfote.
„Nein, der liegt außerhalb unseres Territoriums. Dort gehen wir hin, bevor du zur Kriegerin ernannt wirst." Schattenpfote nickte und trank etwas von dem Wasser. Dann eilte sie Blütenschweif hinterher.
„Jetzt zeige ich dir die Grenzen, dann reicht es auch für heute. Morgen zeige ich dir dann noch den Wasserfall, den Sonnenfelsen und die Beutelichtung." erklärte sie.
Beutelichtung, dachte Schattenpfote und malte sich aus, wie dort ganz viele Mäuse und Kaninchen herum wuselten. Dann folgte sie ihrer Mentorin zu einer sehr stark duftenden Stelle.
„Hier sind die Grenzen. Sie führen zwar nicht zum Wolfsclan, aber markieren tun wir sie trotzdem. Die Grenzen beim Wolfsclan markieren wir aber stärker."
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Schattenpfotes Schicksal
RandomSchattenpfote wird als Junges von ihren Streunereltern ausgesetzt. Im selben Moment taucht im Sturmclan eine junge Streunerin auf, die Heilerin werden will. Der Heiler Finkenfeder macht sich daraufhin auf den Weg zum Mondsee und findet auf seinem We...
