Mehrere Tage verstrichen und endlich war der Tag gekommen, den Schattenpfote sich schon wochenlang herbeigesehnt hatte. Heute war die Kriegerprüfung im Jagen aller Schüler. Dies ist der letzte Schritt bevor sie endlich zu Kriegerin ernannt werden würde.
„Du musst drei Beutetiere erlegen und am Ende hier wieder ablegen. Nachtschatten, Rabenpelz und ich werden euch beim Jagen beobachten. Viel Glück" sagte Lilienstern, die als Mentorersatz für Schattenpfote eingesprungen ist. Sie verschwand auch direkt im Unterholz. Schattenpfote sah ihr aufgeregt nach. Sie wollte auf jeden Fall ein Eichhörnchen fangen und einen Fisch fischen und so begann sie direkt mit dem Fisch. Sie lief zum See und setzte sich ans Ufer. Schattenpfote starrte ins Wasser, achtete dabei aber auf ihren Schatten. Kurze Zeit später schlug sie einen Fisch aus dem Wasser und tötete ihn.
„Nummer 1" murmelte sie und vergrub ihn. Dann lief sie zurück in den Wald.
„So Eichhörnchen... Wo seid ihr?" Schattenpfote schlich durchs Unterholz und sah etwas orangenes an ihr vorbei laufen. Sie griff blitzschnell zu und erwischte den Schweif von Haselpfote, der kurz überrascht aufschrie.
„Oh... Tut mir Leid. Ich dachte du wärst ein Eichhörnchen" sagte sie leicht lächelnd.
„Danke auch" schnurrte er und zuckte mit den Schnurrhaaren, „Wie viel hast du schon?"
„Einen Fisch und du?"
„Zwei Mäuse."
„Schon zwei?" fragte sie erstaunt und er nickte.
„Viel Glück noch" rief er und schlich weiter.
„Danke, dir auch" sagte Schattenpfote und lief in Richtung Beutelichtung. Da sah sie, wie ein Eichhörnchen auf ein Baum zu lief und schnitt ihm den Weg ab. Das Eichhörnchen drehte panisch um und versuchte noch zurück auf seinen alten Baum zu springen, doch Schattenpfote kam ihm zuvor und tötete es. Dann vergrub sie es und sah sich nach der letzten Beute um.
„So... Freie Wahl" murmelte sie und lief weiter. Da hörte sie, wie ein Vogel in der Nähe landete. Sie sah sich behutsam um und entdeckte eine Amsel bei einem Wurmloch. Sie wartete kurz ab sprang dann auf den unvorsichtigen Vogel und tötete ihn.
„Letztes. Jetzt Rest einsammeln und zum Treffpunkt." Schattenpfote lief zurück zum Eichhörnchen, dann weiter zum See und sammelte den Fisch ein. Schließlich ging sie gemütlich zum Treffpunkt, bis sie ein lautes Knurren hörte. Sie blieb abrupt stehen und sah einem Fuchs direkt in die Augen.
„Oh..." brachte Schattenpfote heraus und wich zurück. Der Fuchs setzte zum Sprung an, doch Schattenpfote wich ihm aus und ließ die Beute in einem Gebüsch liegen. Dann versuchte sie die Schnauze des Fuchses zu treffen und rief nach Hilfe.
Irgendwo muss doch einer sein, dachte sie und versuchte den Fuchs hin zuhalten und ihn durch wildes herum springen zu verwirren. Dann sah sie, wie eine Katze auf den Rücken des Fuchses sprang und ihm in den Nacken biss. Der Fuchs bäumte sich auf und warf Seerosenblatt von seinem Rücken. Dann warf er sich auf sie.
„Seeroseblatt!" schrie Schattenpfote erschrocken und biss in das hintere Fuchsbein. Sie erinnerte sich, dass Finkenfeder gesagt hat, dass Heiler auch kämpfen können, aber nicht so gut. Da sah sie, dass zwei schwarze Katzen sich ebenfalls dem Kampf angeschlossen haben und mit ihr auf den Fuchs eindreschten. Dem Fuchs wurde es schließlich zu viel. Er lief mit eingezogenen Schweif davon. Seerosenblatt war allerdings schwerst verletzt. Rabenpelz und Nachtschatten, die dem Kampf beigetreten waren, beugten sich über sie. Schattenpfote trat zu ihnen und sah, dass sich um Seerosenblatt eine blutige Pfütze gebildet hat.
„Seerosenblatt, wir müssen dich ins Lager bringen" sagte Nachtschatten.
„Nein, das hat keinen Sinn mehr..." krächzte die Heilerin und sah zu Schattenpfote.
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Schattenpfotes Schicksal
RandomSchattenpfote wird als Junges von ihren Streunereltern ausgesetzt. Im selben Moment taucht im Sturmclan eine junge Streunerin auf, die Heilerin werden will. Der Heiler Finkenfeder macht sich daraufhin auf den Weg zum Mondsee und findet auf seinem We...
