~ Manuels Traum ~
Die Nachmittagssonne färbte das Wasser des kleinen Sees im Hof in einen tiefroten Farbton. Manuel stand am Anfang des Stegs und schaute geistesabwesend auf die schimmernde Wasseroberfläche. Erst nach einer ganzen Weile realisierte er, dass nicht einmal die orangefarbene Nachmittagssonne es vermag das Wasser so rot erscheinen zu lassen. Er setzte sich in Bewegung und wurde immer schneller, bis er abrupt am Ende des Steges zum Stehen kam. Manuel riss die Augen auf. "Ist das... nein, das kann doch nicht.. oder doch?"
Er neigte sich nach vorne und kniff die Augen zusammen, um besser sehen zu können, was seine Augen dort vorgaben auf der Wasseroberfläche treibend zu erkennen. Doch er hatte sich nicht getäuscht. Manuel entfuhr ein leiser Schrei der Verzweiflung. Er sprang samt seiner Kleidung ins Wasser und schwamm so schnell er konnte auf den still mit dem Gesicht nach unten vor sich hintreibenden Körper zu. Als er ankam drehte er den Körper um und erkannte Patrick. Wieder entfuhr ihm ein Schrei. Lauter diesmal und voller Traurigkeit.
Patrick atmete nicht mehr und war eiskalt und blass. Das Wasser schien um Patrick herum noch viel roter, als es vorne am Steg war. Als Manuel dämmerte, dass die Farbe von Blut stammen musste wurde er panisch. Er packte Patrick und wollte mit ihm zum Ufer schwimmen. Manuel schlug mit seiner freien Hand wie wild auf die Wasseroberfläche ein, doch schien sich nicht einen Zentimeter von der Stelle zu bewegen. Verzweiflung packte ihn, als Patrick plötzlich anfing sich zu bewegen. Manuel drehte sich um und sah in Patricks tiefe braune Augen, die ihn zu verschlingen schienen. Patrick strotze nur so vor Energie und seine Haut war so blass, dass es aussah, als würde er von innen leuchten.
Ohne Vorwarnung nahm Patrick Manuel in den Arm und umschlang ihn so fest, dass er sie beide nicht mehr über Wasser halten konnte. Manuel hielt die Luft an und griff mit seiner Hand in Patricks Haare und hielt seinen Freund fest an sich gedrückt, während sie langsam nach unten sanken. Ein plötzlicher Schmerz am Hals, an genau der Stelle, an die Patrick sein Gesicht geschmiegt hatte, ließ Manuel aufschreien. Wasser drang in seine Lungen und er verkrampfte sich. Er versuchte sich loszureißen und an die Oberfläche zu kommen, doch der Schmerz wurde immer schlimmer, bis ihm schwarz vor Augen wurde und er schlaff in Patricks Armen das Bewusstsein verlor.
Als Manuel eine Sekunde später die Augen aufschlug befand er sich auf einer blutroten seidenen Kissenlandschaft. Über ihm schienen die Sterne zu leuchte, aber als sein verschwommener Blick sich schärfte erkannte er, dass er sich in einem Raum befand und eine kleine Lampe dafür sorgte, dass der Raum wie das Universum wirkte. Er streckte seine Hand nach oben und sein Hals fing an zu pochen. Manuel zuckte zusammen und bemerkte in diesem Moment, dass er nackt war und begann sich zu fragen, was passiert war.
Patrick betrat den Raum und lächelte sanft. "Du bist ja wach" stellte er fest und kam, ebenfalls nackt auf Manuel zu. "D..du bist..." "Wunderschön? Ja, das bin ich." "N..NACKT!" Patrick lachte darüber, wie verlegen Manuel auf einmal war, der mit hochrotem Kopf so verloren in dem riesen Berg aus Kissen wirkte. Patrick ließ sich neben Manuel nieder und näherte sich langsam wie eine Katze sich ihrer Beute näherte. Manuel wurde ganz heiß, woraufhin er nervös die Decke wegschlug. "Du hast es aber eilig.." stellte Patrick fest, streckte seine Hand nach ihm aus und fuhr sanft mit den Fingerkuppen über Manuels Brust hinunter bis zu seiner Hüfte. Manuels ganzer Körper begann zu beben und Patricks leichtes, sinnliches Lächeln machte die ganze Situation auch nicht einfacher für ihn. Als Patrick seine Lippen auf Manuels Bauch senkte entfuhr Manuel ein leises Stöhnen. Er schloss die Augen und griff ihm in die Haare. Patrick machte das ganz wuschig und er murmelte erregt "Tut mir leid, wegen des Bisses vorhin. Ich bin doch eigentlich auf Diät... Aber du wolltest ja, dass ich dich besuchen komme, egal wie unerträglich ich hungernd bin.. Ich.. Kann dir einfach nicht widerstehen!". Patrick öffnete seine Lippen und biss in Manuels Taille, der sich aufbäumte und die Augen keuchend aufschlug. Da war.. sein Zimmer. Patrick war nicht da und er realisierte, dass er geträumt haben musste. Sein ganzer Körper zitterte, obwohl ihm so heiß war. Er sprang auf und rannte förmlich zum Spiegel um seinen Hals zu betrachten. Als er sein Spiegelbild sah war kein einziger Makel zu erkennen. Sein Hals war unversehrt und seine Wangen glühten. "Es war ein Traum.." nuschelte er und ging langsam seufzend zurück in sein Bett. Er lag noch lange wach, seine Hände auf den Stellen, die Patrick im Traum gebissen hatte. "Das war so... verrückt." Hauchte er.
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Hihihi :D Ich habe hoffentlich nicht zu viel versprochen.Wenn es euch gefallen hat, lasst doch gerne einen Fav da! :3
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Gefühlsachterbahn | Odindado
FanfictionMaurice war nie so sorglos gewesen wie Claus. Er war neidisch und irgendwas an diesem Kerl ließ ihm das Blut in den Adern gefrieren, doch zugleich lief ihm ein Schauer über den Rücken und sein Herz fing an zu rasen, wenn er ihn sah. Seine wunderschö...