P.o.V. Tumorkind
„Wie erbärmlich!" er schrie seine Notizen an. „Warum war ich so naiv!?" Tumorkind, oder auch Manuel war selten so aufgebracht. Er verabscheute Niederlagen und nur selten musste er sich eingestehen gescheitert zu sein. Er kennt es nicht zu verlieren. Er kennt es nicht den Kürzeren zu ziehen und nie muss er zurückstecken. Manuel,der Sohn einer reichen Familie. Nicht der Einzige wohl bemerkt, aber der Verwöhnteste. Seine Eltern mochten schon immer seine langen Haare. Er hat sie gehasst. Er kam sich immer wie ein jämmerliches kleines Mädchen vor, denn jeden Abend und jeden Morgen pflegte eine Bedienstete seine Haare zu waschen und zu bürsten. Manuel musste nie etwas selbst machen und bevor er volljährig war hatte ihn das auch gar nicht gestört. Er gab sich zu gern dem Reichtum hin und ließ sich von einer niederen Dienstbotin verhätscheln.
Manuels Eltern haben ihm zu seiner Volljährigkeit eine riesengroße Feier organisiert. Lauter Leute, die Manuel nicht kannte waren dort, unter Anderem auch sehr viele reiche und hübsche Mädchen in seinem Alter.Er wusste, dass seine Eltern wollten, dass er ein reiches Mädchen heiratete, doch das Mädchen, welches seine Aufmerksamkeit ergattern konnte, musste erst noch auftauchen.
Am Morgen seines 18. Geburtstages setzte sich Manuel in sein Bett und hatte keine Lust schon jetzt von der Dienstbotin gestört zu werden. Miriam, die einzige Dienstbotin, die nun schon seit mehreren Jahren bei den von Büttingers arbeitet kam leise aus dem angrenzenden Badezimmer. Als sie sich zum Bett umdrehte sah sie Manuel lächelnd an. „Du bist ja schon wach! Dein Bad habe ich dir bereits eingelassen und neben der Wanne steht dein Kaffee." Mit einem kurzen Nicken bedeutete Manuel ihr sich zu entfernen. Eine Weile blieb er noch im Bett liegen, doch dann ging er zügig ins Badezimmer um kurz darauf nicht schlecht zustaunen. Neben der Wanne stand eine Seifenblasenmaschine, die unablässig wunderschöne, bunt schillernde und perfekt runde Seifenblasen um Raum verteilte.
Manuel liebte schöne Dinge.Zu seinem Geburtstag bekam Manuel einen Laptop, den er sich schon lange gewünscht hatte. Nun würde der Spaß losgehen und er konnte endlich Kontakt zur Außenwelt aufnehmen!
Am Abend seiner Feier zog er sich aus dem Geschehen zurück und niemand bemerkte es. Er schaltete den Laptop auf seinem Zimmer ein und stellte fest, das so ziemlich alles Passwort-geschützt war. SO EIN MIST! Manuel knirschte mit den Zähnen und wusste nicht, was er nun tun sollte. Er wollte den Laptop doch nicht um nichts damit anstellen zu können. Er wollte ins Internet, er wollte recherchieren, er wollte so dringend wissen, ob es eine Möglichkeit gab auf ewig jung zu bleiben, auf ewig zu leben und bis in alle Ewigkeit Zeit zu haben seine Träume zu verwirklichen.
"Was mach ich denn jetzt..." Manuel klickte murmelnd alles Mögliche an, nur um festzustellen, dass das einzige, was nicht verschlüsselt war die E-Books waren, die seine Eltern ihm scheinbar heruntergeladen hatten. Ihm entfuhr ein lautes Seufzen, als er sich rücklings auf sein Bett fallen ließ.
Als Manuel seine Augen wieder öffnete saß ein Junge etwa in seinem Alter an seinem Laptop und tippte besorgniserregend schnell auf die Tasten. Er wirkte sehr konzentriert und seine Stirn war in Falten gelegt. "hallo...?" Manuel begrüßte den Jungen skeptisch und blieb auf Abstand. "Hey." Der Junge blickte nicht einmal auf, als er ihn begrüßte, was Manuel wirklich wütend machte. "Das ist MEIN Laptop!" Jetzt blickte der Junge endlich auf und fing an zu grinsen. "Ich weiß, keine Sorge, er kann auch deiner bleiben, ich wollte nur kurz was im Netz nachgucken!" Manuel schnaubte. "Viel Glück. Ist alles verschlüsselt..". "Ach.. DAS habe ich schon fast geregelt!" sagte der fremde Junge noch immer grinsend. "Aber ich stelle das natürlich alles wieder um, sobald ich hier fertig bin!" Schnell war Manuel an seiner Seite und schaute auf den leuchtenden Desktop um im nächsten Moment festzustellen, dass sie beide im Internet waren. Alles funktionierte und in seinem Ruhm sonnend stellte der Fremde sich endlich vor. "Oh. Achja, ich bin Patrick!" Manuel war begeistert und bot Patrick an, er könne jederzeit vorbeikommen, wenn er den Laptop so ließe, wie er ist. "Meinst du nicht, dass deine Eltern das dann merken? Ich könnte dir einfach die Passwörter geben, dann kannst du es jedes Mal selbst wieder entsperren..." Patrick hatte recht.
Am nächsten Morgen sah der Laptop genauso aus, wie am Abend zuvor. Alles war verschlüsselt, mit Ausnahme der E-Books. Doch Manuel gab selbstsicher das Passwort ein und schaltete somit alle Inhalte für ihn frei.
Er Recherchierte stundenlang, bis er fand wonach er suchte. Er nahm sich vor alles zu dokumentieren, was er aus seinen Forschungen zog, doch auf dem PC konnte er es nicht speichern, da seine Eltern es dann finden konnten... Er legte sich also eine Webseite an, auf der er alles veröffentlichte, was er herausfand. Ihm war es egal, ob Fremde das lesen konnten, es war schließlich nur öffentlich, weil seine Eltern es sonst finden würden. "Tumorkind..." Er grinste. Der Name ist perfekt! Selbst wenn seine Eltern es nun finden würden, würden sie nie im Leben auf die Idee kommen, es käme von ihm!
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Das war dann wohl die Vorstellung von Tumorkind. x3
Ich hoffe euch hat Teil 2 gefallen. Wenn ja könnt ihr gern ein Favo da lassen, ich würde mich freuen!
Naja.. mal sehen, was als nächstes geschieht.. viel Romantik wird es vermutlich nicht sein, da sich die Geschichte ja erstmal aufbauen muss xD
Ich hoffe ihr seid geduldig genug um nicht direkt die krassesten Küsse usw. zu erwarten owo
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Gefühlsachterbahn | Odindado
FanfictionMaurice war nie so sorglos gewesen wie Claus. Er war neidisch und irgendwas an diesem Kerl ließ ihm das Blut in den Adern gefrieren, doch zugleich lief ihm ein Schauer über den Rücken und sein Herz fing an zu rasen, wenn er ihn sah. Seine wunderschö...