Edom, Teil 8

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Asmodeus saß in dem gemütlichen Ohrensessel und betrachtete sein Spiegelbild. Es war gerade ein paar Minuten her, seitdem er den blonden Schattenjäger in Magnus Loft abgesetzt hatte. Das Armband verriet ihm, dass Jace es noch nicht verlassen hatte. Zumindest das Armband war noch im Loft und er glaubte, dass sein Engel es bestimmt nicht einfach ausgezogen hatte.
Zufrieden betrachtete der Höllenfürst seine Reflexion. Was mit einer kleinen Ablenkung begann hatte ihm den besten Deal seit Jahrhunderten in den Schoß gespielt. Nicht das ihn die Erde interessieren würde. Die Menschen und ihre kurzen, selbstgefälligen Leben reizten ihn schon lange nicht mehr. Aber als gefallener Engel stand es ihm zu sich jederzeit und überall frei zu bewegen. Die kleine Spielerei mit dem Amulett amüsierte ihn mehr als dass er eine Einschränkung darin sah. Und dass er damit ganz offiziell Zugriff auf die junge Hexenmeisterin bekam war noch ein Sahnehäubchen. Fast hatte er das Gefühl sein Sohn wollte ihn mit Geschenken bestechen.

Ob Magnus überhaupt klar war, dass Jace freiwillig zu ihm gekommen war? Und dass er ihn jederzeit wieder auf die Erde geschickt hätte, wenn dieser es gewollt hätte?
Ganz ohne es zu wollen änderte sich das Bild vor ihm und er blickte in Jace leeres Zimmer. Die Kreidelinien auf dem Boden waren verschwunden, genauso wie die Sterne und Rosen. Das Bett war akkurat gemacht. Er erneuerte den Zauber, der in informierte wenn jemand den Boden des Raumes betrat, denn er wollte wissen wenn jemand in das Reich seines Engels eindrang.
Verwirrt lehnte er sich zurück. Sein Engel? Seit wann dachte er so von Blonden?

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Leider wurde seine Zeit von ein paar einfältigen Dämonen sehr in Anspruch genommen. Wann immer er zwischen Diskussionen und Befehlen Zeit fand wandte er sich dem Spiegel zu, aber er hatte kein Glück. Entweder war das Zimmer verweist oder der Schattenjäger war tief am schlafen. Wenn er schließ beobachtete Asmodeus ihn lange, hing seinen Gedanken nach. Er könnte den Blonden jederzeit besuchen, durch seine weichen Haare fahren, seine  Finger über die trainierten Schultern fahren.

Er hatte sich dem Höllenfürst vollkommen hingegeben, sogar seiner dämonischen Form. Und der Dämon in ihm wollte den Schattenjäger. Er wollte in vollständig besitzen, immer in seiner Nähe wissen.

Asmodeus war sich nicht sicher, wie viele Tage auf der Erde vergangen waren, er hatte etwas das Gefühl für den Unterschied verlohren nachdem er mehrere Jahrhunderte keinen direkten Anlass dafür hatte.
Heute spürte er wieder wie sein Benachrichtigungszauber aktiviert wurde, diesmal von mehr als einer Person. Ungehalten, dass sich eine weitere Person in seinem Schlafzimmer aufhielt ging der Höllenfürst zu seinem Spiegel und beobachtete, wie Jace gerade von Alec auf sein Bett gesetzt wurde. Der Blonde hatte ein paar sehr offensichtliche Kratzer und Schrammen, was ihn verwunderte. Sollten die Runen solche Verletzungen nicht sofort heilen?
Er wollte sich schon in der Reflektion zeigen als Alec sich neben Jace setzte und begann auf ihn einzureden.  Offensichtlich wollte Jace erzählen und Asmodeus folgte gespannt seinen Worten. Zum Ende musste er seine Wut sehr zügeln um den Spiegel nicht aus Versehen zu zerschmettern. Der Dämon in ihm kochte und so beschloss der Fürst einzugreifen.

Gefallener Engel - Zu Besuch in EdomGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt