Ich versuchte mich wieder einzukriegen.
Wusch die Tränen aus meinem Gesicht und ließ ein bisschen kaltes Wasser in das Waschbecken einlaufen, sodass ich mir mein Gesicht damit waschen konnte.
Meine Augen waren zwar noch ein bisschen glasig und meine Wangen noch ein wenig rot, aber ich wollte mich nicht länger im Gästebad verstecken.
Ich öffnete das Schloss und ging wieder in Richtung Küche, bis ich schon wieder in eine Person rein lief.
Wieso musste mir das auch immer passieren ?
Wahrscheinlich war ich einfach immer so abgelenkt, so dass ich gar nicht nach vorne schaute und nicht bemerkte wenn jemand auf mich zu kam.
,,Tut mir leid ''
Er stand vor mir und sah mich betrübt an.
Wieso musste ich auch gerade in ihn hinein laufen ? Schon zum zweiten mal.
Es hätte jeder andere sein können aber warum er ?
Er kam ein Schritt näher auf mich zu.
,,Tut mir wirklich leid '', Liam's Stimme klang gebrochen und bedrückt.
Ich durfte ihm jetzt nicht in die Augen sehen.
Nicht in seine schokobraunen Teddyaugen.
Das war schon immer seine Waffe. Immer wenn ich sauer auf ihn war setzte diesen verdammten Teddybärblick auf, so dass ich ihm einfach verzeihen musste.
Aber das hier war eine andere Situation. Ich durfte nicht schwach werden. Er hatte mir weh getan. Sehr sogar.
,,Nicht so schlimm ''
In meiner Stimme lagen keine Emotionen. Sie war kalt und herzlos.
Ich schaute ihn an. Sein Blick war gesenkt und ich sah das ihm eine Träne die Wange runter rollte. Wie gerne hätte ich ihn jetzt getröstet. Ihm gesagt, dass ich ihn lieb hab.
Aber ich ging einfach an ihm vorbei. Ohne noch ein Wort zu sagen und ihm einen Blick zu schenken.
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Ich lag in meinem Bett, eingekuschelt in meiner Bettdecke.
Der Appetit war mir wirklich vergangen.
Ich hätte echt nicht gedacht, dass dieser Urlaub so schrecklich wird. Mit meinem Onkel in einem Haus am Meer zu wohnen, jeden Tag zum Strand zugehen und dort vielleicht auf einen gutaussehenden Jungen zu treffen, das hätte ich mir erhofft.
Aber nein ich musste natürlich auf meinem besten Freund treffen der sich total verändert hatte und mich nicht mehr wieder erkannte.
Ich war völlig in meine Gedanken vertieft, so dass ich das Klopfen an meiner Tür fast überhörte.
,,Herein '' Ich hoffte einfach mal das es nicht Liam war, sondern irgendjemand anderes.
,,Hey ich wollte nur fragen ob bei dir alles okay ist ? '' Niall trat in mein Zimmer und setzte sich neben mich auf mein Bett. Er schaute mich besorgt an.
,,Alles Okay N - '' Ich könnte nicht schon wieder so tun als wäre nichts gewesen. Und wenn ich es jemandem erzählen würde dann keinem geringeren als Niall. Zu ihm hatte ich bisher das beste Verhältnis aufgebaut.
,,Gar nichts ist okay, Niall '' Meine Stimme klang zerbrechlich und ich spürte wie meine Tränen schon wieder hochkamen.
Ich musste mich echt zusammen reißen. Sonst weinte ich doch auch nicht so viel.
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Fall | l.p
FanfictionMit 10 Jahren muss Maddison ihre Heimatstadt Wolverhamton verlassen, da der Arbeitsplatz ihres Vaters nach London verlegt wurde. London ist zwar eine schöne Stadt, aber Maddie möchte ihre Freunde nicht verlassen. Vorallem ihren besten Freund Liam. D...