Endlich in Hogwarts

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Am 1. September wurde Jase durch ein leises Klopfen an ihrer Fensterscheibe geweckt. Verschlafen stand sie auf und öffnete das Fenster, ein kleiner Waltkauz flatterte herein und setzte sich auf ihren Schreibtisch und knabberte an einem liegengebliebenen Keks. "Hallo, Quaffel." Murmelte sie und nahm dem hyperaktiven Vogel ihre Post ab. Sie war von Terry Wood, ihrem besten Freund und Sohn von dem bekanntem Quidditschspieler Oliver Wood der bei Eintracht Pfützensee einer der besten Hüter seiner Generation war und auch ein guter Freund von den Weasleys und Potters. Mit Augen die voller Schlaf waren riss Jase den Umschlag auf und las sich den Brief durch.

Hallo Jase,
es ist kaum zu fassen aber ich habe auch meinen Brief bekommen, du kannst dir nicht vorstellen wie sehr sich mein Dad gefreut hat, er hatte wohl doch den Verdacht ,dass ich ein Squip sein könnte. Ich war schon vor einigen Tagen in der Winkelgasse und konnte dich leider nicht besuchen, aber wir sehen uns ja heute im Zug. Ich bin schon so aufgeregt auf Hogwarts, Dad hat mir so viel erzählt und ich kann es garnicht erwarten alles zu sehen. Außerdem soll ich dich von Roxan grüßen, sie hat mir einen Brief geschrieben in dem steht, dass sie dich leider nicht über Eule erreichen konnte! Jedenfalls ist sie zusammen mit ihrer Schwester und ihren Eltern im Urlaub in Frankreich, wo auch sonst. Sie schreibt ebenfalls ,dass sie es hasst so weit von dir weg zu sein und dass du ihr ein paar dieser fabelhaften Tagtraumkaugummi-Teile aus eurem Laden mitbringen sollst. Wir sehen uns dann später,

Terry W.

Jase seufzte, Roxan war ebenfalls eine Cousine von ihr und war die ganze Ferien über nicht da gewesen. Sie vermisste sie schrecklich und auch Terry fehlte ihr, sie kannten sich schon seit sie Kinder waren und waren schon immer beste Freunde gewesen. "JASMIN, FRED, AUFSTEHEN, WIR SIND ZUSPÄT!" Erschrocken riss Jase die Tür auf und im gleichen Moment tat Fred, dessen Tür genau gegenüber von ihrer war, dasselbe. "Verpassen wir den Zug?" brüllte er, sein Dad kam die Treppe hoch gerannt mit nur einem Socken an und halb offenem Hemd, die andere Socken hatte er sich zwischen die Zähne geklemmt während er angestrengt versuchte sich auf einen Fuß hopsend den Schuh überzustreifen den er in der rechten Hand hielt. Fred zog ihm den Socken aus dem Mund und legte ihn auf Lavendelpflanze die im Flur stand. "Macht euch fertig, los doch!"Schrie es vom unterem Ende der Treppe her.

Als endlich alle fertig waren und sie noch 3 Mal umgedreht waren, weil irgendwer irgendwas vergessen hatte liefen sie dann endlich durch Londons Straßen. Glücklicherweise war der Tropfende Kessel nicht allzuweit von Kings Cross entfernt und so waren sie um 5 vor 11 endlich da. "Also, ihr wisst ja wie das hier läuft, Fred, du zuerst! Jasmin, sollen wir zusammen gehen?" Jasmin nickte und ehe sie sich versah war Fred schon in der Backsteinwand zwischen den Gleisen 9 und 10 verschwunden, seinen Dad dicht auf den Fersen. "Renn ruhig ein bisschen wenn du aufgeregt bist!" Beruhigend legte Tamara einen Arm um ihre Tochter, die nickte nur und gemeinsam rannten sie durch die Mauer. Auf der anderen Seite der Wand stand eine rote Lokomotive die weißen Dampf in die Lupft pustete und es waren nurnoch wenige Leute auf dem Gleis. Lachend deutete Jase auf ihren Dad der unglücklich neben seinem älterem Bruder Percy stand der ihm einige Flugblätter in die Hand drückte die sicherlich etwas mit seinen Besenvorschriften zu tun hatten. Fred stand breit grinsend daneben und unternahm nicht einen Versuch seinem Vater aus der Patsche zu helfen.

"George, Liebling, sag deinem Bruder auf Wiedersehen, wir müssen Jase und Fred in den Zug bringen!" George seufzte erleichtert. "Tja, Perce, du hast es gehört, man sieht sich dann!" Er drückte ihm die Flugblätter wieder in den Arm, packte Fred an der Schulter und zog ihn auf die Lokomotive zu. "So junger Mann, du weiß was ich von dir erwarte?" Sagte er zu seinem Sohn und sah ihm dabei tief in die Augen, Fred überlegte einen Moment. "Tu nie was andere sagen und brech soviele Regeln wie es nur geht?" "Ich bin sehr stolz auf dich, Sohn!" Fred grinste breit, umarmte seine Eltern und kletterte zusammen mit seiner Eule und seinem Koffer in den Zug. "Mum?" Jase beobachtete ihren Dad wie er schnaufend ihren Koffer in den Zug hiefte. "Ja, Schatz?!" "Also.... Terry hat Angst das er vielleicht nach Slytherin kommen könnte und seine Eltern ihn nicht mehr mögen würden.... ich hab ihm gesagt ,dass das Blödsinn ist, aber...." Tamara nahm das Kinn ihrer Tochter in die Hand. "Ich bin mir ganz ganz sicher das Terrys Eltern ihn auch noch lieb haben würden wenn er nicht nach Gryffindor kommen würde!" Sie stupste sanft Jase Nasenspitze an, sie lächelte und stieg in den Zug ein. "Sie würden ihn aber nicht mehr lieb haben wenn er die Schulregeln bricht und sich selbst in Gefahr bringt!" Schrie Tamara ihrer Tochter hinterher, aber das hörte sie schon nicht mehr. Fröhlich winkte sie ihren Eltern ein letztes Mal zu und machte sich dann auf die Suche nach Terry und Roxan.

"Terry!" Der kleine Junge mit den großen Hundeaugen und braunen Haaren hob erschrocken den Kopf, lächelte dann aber froh als er merkte, dass es seine beste Freundin war. "Jase, setz dich! Roxan ist losgegangen um dich zu suchen, aber sie wird sicher bald wieder da sein! Erzähl, wie waren deine Ferien?" Guter, alter Terry. Er war zwar einer der schreckhaftesten Menschen denen Jase je begegnet war, aber er war doch immer für sie da gewesen. Sie fing an zu erzählen, angefangen von ihrem Geburtstag bis hin zu dem Gespräch ,dass sie mit den Langziehohren belauscht hatten. Terry hörte stumm zu. "Und? Was hälst du von der ganzen Sache?" fragte Jase ihn während sie aus dem Fenster einigen vorbei fliegenden vöglen hinterher blickte. "Ich weiß nicht..." Terry zuckte mit den Schultern und zuckte dann zusammen, jemand hatte die Tür zu ihrem Abteil geöffnete. "Theo (Spricht man am Anfang wie ein S bei dem man seinem Gegenüber ins Gesicht spuckt), du hast deine seltsame Kröte vergessen, Dad hat sie mir vorhin noch durchs Fenster gereicht!" Terry sah zu seinem großem Bruder auf und wurde ein Stückchen kleiner. "Clyde ist ein Chamäleon und keine Kröte." Nuschelte er, Lysander warf ihm die Echse in den Schoß und sah seinen Bruder genervt an. "Was auch immer. Mach mir in Hogwarts keinen Ärger verstanden?!" Terry nickte ängstlich und schrumpfte noch ein Stück weiter. "Gut so." Jase warf ihm böse Blick zu, aber er nahm sie kaum war und verschwand so schnell wie er gekommen war. "So ein Idiot!" meinte Jase zu Terry kaum dass er weg war, er starrte nur mit glasigem Blick nach Draußen.

Gedankenverloren schaute Jase durch die Glastür auf den Gang auf dem immer noch Schüler nach ihren Freunden oder einfach nur nach freien Plätzen suchten. Plötzlich blieb eine Gestalt direkt vor ihrem Abteil stehen und schaute ihr direkt in die Augen. Jase erkannte den Jungen sofort wieder, es war derselbe den sie auch bei Virgens zusammen mit seinem Vater gesehen hatte. Er schaute einen Moment auf den freien Platz neben Terry, wurde dann aber von einem älterem Typen aus Slytherin angesprochen. Dieser schaute erst ihn an und dann in das Abteil, er schüttelte nur lachend den Kopf und zeigte weiter den Gang hinunter, ohne noch einmal in das Abteil zu werfen verschwanden die beiden Jungen. Jase schnaufte, diese Slytherins hielten sich wirklich immer für etwas besseres. "Ich denke wir sind bald da, vielleicht sollten wir schonmal unsere Umhänge anziehen?!" Fragte Terry der aus seiner Starre erwacht zu sein schien. "Terry, es wird noch nicht mal dunkel, mach dir mal nicht so große Sorgen! Wo bleibt eigentlich Roxan?" "Die kommt sicher bald!" Murmelte Terry und verfiel wieder in sein Schweigen. Doch Roxan tauchte nicht mehr auf, erst als sie auf dem Bahngleis standen und nach Hagrid, dem Wildhüter von Hogwarts ausschau hielten hielt ihr jemand von hinten die Augen zu. "Roxan?" Leises Lachen war zu hören und Jase drückte ihre beste Freundin an sich. "Wo warst du nur die ganze Zeit?" fragte Jase sie gespielt beleidigt, Roxan zuckte grinsend mit den Schultern. "So genau weiß ich das selbst nicht, mal hier und mal da!" "Naja, ist ja auch egal, alles was zählt ist ,dass wir endlich hier sind! In Hogwarts! Zusammen!" Jase packte ihre beiden Freunde an den Armen und zerrte sie mit sich auf den riesenhaften Schatten von Rubeus Hagrid zu.

Hoch über Hogwarts (Harry Potter FF)Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt