Ich mache die wohl beste Entscheidung meines Lebens

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Eine Stunde später saß ich in einem schicken Italiener und nippte an einem Rotwein.

Ich trug ein rotes, langes Kleid, damit ich in der High Society nicht so auffiel. Meine Haare waren zu einem ordentlichen Dutt hochgesteckt und meine Füße steckten in höheren Hacken, als mir lieb war.

Hach, was tat man nicht einfach für das gute Aussehen.

Clint dagegen hatte einen schwarzen Anzug an und lächelte mich andauernd glücklich an, was mir schon fast unangenehm war.

Eben hatten wir das Essen bestellt, wobei meine Wahl auf Spaghetti Bolognese gefallen war, da das Essen hier einfach der Hammer war.

"Wieso bist du eben eigentlich so schnell aus dem Tower gestürmt? Du stehst immer noch unter einer Art Arrest und musst bei einem von uns bleiben", sagte Clint schon fast vorwurfsvoll.

"Juliet hatte ein kleines Problem, bei dem ich ihr helfen sollte", redete ich mich raus und musterte ihn.

Etwas an ihm war heute anders. Er wirkte sehr angespannt, als wolle er mir noch etwas beichten. Und ich war wegen des anstehenden Antrags auch ziemlich nervös.

Deswegen herrschte eine peinliche Stille zwischen uns.

Nachdem wir unser Essen bekommen hatten und wir die ersten Bissen gegessen hatten, fragte Clint:

"Wie ist dein Essen?"

"Gut. Und deins?", erwiderte ich und schob mir die Gabel in den Mund.

"Auch gut."

Danach war wieder Stille, die mich fast erdrückte. Ich wusste, dass Clint mir etwas sagen wollte, aber ich hatte keine Ahnung, was es war.

"Vielleicht will er mit dir Schluss machen. Es ist sicherer, dich mir anzuschließen", ertönte mal wieder die Stimme von Shadow in meinem Kopf.

Halt dich daraus!

Doch jetzt hatte sich der Gedanke in meinem Gehirn verfestigt und ich fing an zu zweifeln, ob es wirklich eine gute Idee war, was ich da vor hatte.

Clint räusperte sich. "Ich muss dir was sagen."

"Ich auch", sagte ich nach kurzem Zögern.

Wenn er mich schon abservieren wollte, wollte ich das wenigsten schnell hinter mich bringen.

"Du fängst an", forderte er mich auf.

"Nein, du fängst an", bestimmte ich und schon innerlich totale Panik. Ich war kurz davor, mich vor Angst zu bepissen.

"Okay", gab er nach und holte tief Luft. 

Mir fiel es schwer, richtig zu atmen. Wie ging das verdammt noch mal?

"Bella, ich liebe dich über alles." Innerlich machte ich mich schon auf ein 'aber' gefasst. "Ich könnte mir niemand anderen an meiner Seite vorstellen." Ich hielt den Atem an, als er aufstand und etwas aus seiner Anzugjacke holte. "Und deswegen wollte ich dich fragen." Er ging auf die Knie und ich schnappte nach Luft. "Willst du mich heiraten?" 

In seiner Hand lag eine offene Ringschachtel mit einem wunderschönen Diamantring drin, der im Licht des Intalieners funkelte.

Instinktiv hatte ich die Hand vor den Mund geschlagen und kämpfte mit den Tränen. Mein Herz klopfte so halt, dass ich das Gefühl hatte, es würde mir aus der Brust springen. Blut rauschte in meinen Ohren, was die Geräusche von den anderen Gästen fast vollkommen übertönte.

Dann fiel mir auf, dass ich Clint noch eine Antwort schuldig war. Allerdings bekam ich keinen Laut aus meinem Mund. Mir fiel ein anderer Weg ein, mit dem ich mich im Laufe der Jahre mit ihm verständigen konnte. Gebärdensprache.

Deswegen hob ich meine Hand und machte eine Bewegung, die 'ja' bedeutete. Falls ich mich jedoch falsch ausgedrückt hatte, nickte ich gleichzeitig, während ich aufstand.

"Ja", brachte ich schließlich doch über die Lippen und fiel Clint um den Hals.

"Ja", wiederholte er perplex, als könne er selbst noch nicht ganz glauben, was in seinem Leben so alles vorging.

Nun bahnte sich doch die erste Träne einen Weg über meine Wange, die anschließend auf Clints weißes Hemd tropfte. Keinen von uns beiden schien es was auszumachen.

Ich hätte eine Ewigkeit so verharren können, aber dann wurde es doch unangenehm und außerdem wurde sonst das Essen kalt. So löste ich mich langsam von ihm und ließ ihn aufstehen.

"Möchtest du den Ring auch?", fragte er scherzend.

"Nur, wenn du deinen auch willst." Mit einer schnellen Handbewegung hatte ich meine Handtasche geöffnet und die Ringschatulle hervorgeholt.

"Oh", machte er und musste dann grinsen. "Dann bin ich dir wohl zuvor gekommen." 

Er steckte mir den Diamantring an den Finger und ich tat das gleiche mit seinem Ring anschließend bei ihm.

"Das muss gefeiert werden", fand ich über beide Ohren grinsend.

Stürmisch presste ich meine Lippen gegen seine, sobald er die Haustür hinter sich geschlossen hatte. Sofort erwiderte er den Kuss und drängte mich weiter in die Wohnung hinein. Weiter, als das Wohnzimmer, kamen wir jedoch nicht.

Mit zitternden Händen knöpfte ich sein Hemd auf, was daraufhin achtlos auf dem Boden landete.

Es gab nur eines was ich wollte. Ich wollte ihn.

Er entledigte mich währenddessen meines Kleides, was neben seinem Hemd auf dem Boden landete. Als nächstes war seine Hose dran.

Nur in Unterwäsche schubste er mich auf's Sofa und hing dann wieder sofort an meinen Lippen. Mit den Händen strich er über meinen Körper, während meine die Konturen seiner Muskeln nachfuhren.

Er machte mich verrückt. Benebelt presste ich meinen Körper noch mehr gegen ihn und schlang meine Arme um ihn.

Ich wünschte, ich hätte ich noch mehr als einen Tag gehabt, bevor sich alles änderte.

AN: Nur noch ein weiteres Kapitel. Seid ihr nervös?
Habt ihr Wünsche, Kriterien, Ideen oder wollt ihr einfach mal was loswerden? Ich freue mich immer über Rückmeldung.

Marvel's Catastrophe⁴ ~ The Rise Of TroubleWo Geschichten leben. Entdecke jetzt