Der Ärger über ihren Umzug und das neue Zuhause waren wie weggeblasen: Yume platzte fast vor Stolz, als ihre Klassenkameraden sie nach ihrem Restaurant befragten. "Und du kochst schon selbst?" "Kann man das dan überhaupt essen?" "Na logo! Hab sogar ein eigenes Getränk erfunden: Teeonade!" Die Klassenleiterin verstand sehr schnell, wovon Yume da redete. Von neu erfunden konnte man zwar nicht gerade reden, aber immerhin war die Kleine nicht mehr so grummelig. "Lass mich raten." Cora hakte sich bei ihrer Freundin unter: "Toshiro fand das super lecker?" "Woher weißt du das?" "So wie du grinst, musste es ja was mit ihm zu tun haben. "Genug gequasselt, Zeit für Unterricht." Obwohl sich in der Klasse kaum einer für den Lehrstoff interessierte, arbeiteten alle ordentlich mit - mehr oder weniger. Trotzdem zählte die Klasse zu den Stillen, wenn man auch in den Pausen einen anderen Eindruck gewinnen konnte. "Mädchen spielen kein Fußball!" "Tun wir wohl!" "Quatsch, Mädchen spielen mit Puppen, reden über Klamotten und so'n Kram." In jeder Pause das gleiche Theater: Die Jungs wollten Fußball spielen, aber ohne die Mädchen. Die wiederum wollten sich nicht unterbuttern lassen und hatten daher die Bälle beschlagnahmt. Ironischerweise war der größte Wildfang der Klasse nicht an dieser Streiterei beteiligt. "He Yume, sag auch mal was!" Yume bekam nichts mit, sie war völlig auf ihre Arbeit konzentriert. Cora beugte sich neugierig über sie: "Was machste denn da?" "Hm? Das ist Kallifragie." "Kalligraphie, meinst du wohl. Aber das haben wir doch gar nicht im Unterricht." "Weiß ich. Onkel Kuya hat mir das zum Üben gegeben. Heute abend darf ich doch wieder zu ihm." Um Yume's gute Laune zu erhalten hatten ihre Eltern und Kisuke einen Besuchsplan aufgestellt: Jedes Wochenende durfte Yume zu Kisuke, bei Ferien wurde spontan entschieden. Falls unter der Woche ebenfalls nicht viel los sein sollte, konnte sie selbst entscheiden.Yume war alles recht, hauptsache, sie konnte Toshiro regelmäßig sehen. Der hatte sich bei Kisuke einquartiert, um Yume immer von der Schule abholen und zu Hause bei den Hausaufgaben betreuen konnte - mit Erlaubnis der Eltern. Die einzige Person, die damit ein Problem hatte...nun, das dürfte nicht schwer zu erraten sein: Rangiku beschwerte sich non-stop darüber, dass sie sich um den ganzen Papierkram kümmern sollte. Toshiro's Reaktion: "Du spannst doch sowieso wieder einen Deppen ein, der für dich alles erledigt. Also jammer nicht rum." Er hatte auch recht: Momo, Kira und Hisagi griffen Rangiku fleißig unter die Arme. Momo, weil sie fand, Toshiro solle mal den Kopf frei kriegen. Hisagi und Kira wurden mehr oder weniger erpresst. "Wie gemein, ich bin doch diejenige, die dringend Urlaub bräuchte." "Bisher hat Shiro-chan am Ende immer den Papierkram und sämtliche Angelegenheiten erledigt. Er ist völlig überarbeitet, da kannst du dich auch mal aufraffen." "Das ist emotionale Erpressung." Hisagi konnte nur den Kopf schütteln. Jeder wusste, wie faul Rangiku war - obwohl sie es besser könnte, wenn sie wollte. Und schließlich wurde ihr schon wieder einiges abgenommen, warum jammerte sie trotzdem rum? Kira konnte dem nur zustimmen: "Selbst Yume ist fleißiger...und die ist noch ein Kind." "Naja, vom Verhalten her ist sie teilweise erwachsener als Rangiku." Allgemeines Nicken. "Ihr seid so fies! Ich brauch einen Schluck Sake." "Wenn Shiro-chan das rausfindet, dann ist hier der Teufel los." Der hatte im Moment jedoch andere Dinge im Kopf: Yume konnte sich ihre Angewohnheit, ihn stürmisch zu begrüßen, einfach nicht abgewöhnen und riss ihn nahezu jedes Mal dabei zu Boden. Cora fand es lustig, die Klassenkameraden hatten sich ebenfalls daran gewöhnt und selbst die Klassleiterin machte sich deswegen keine Sorgen mehr. Jeden Tag wurde sie jetzt von Toshiro von der Schule abgeholt, ging mit ihm nach Hause, wo er dann natürlich mit zu Mittag essen durfte und danach waren Hausaufgaben angesagt. Anfangs kontrollierte Rie die beiden Kinder noch, mittlerweile überließ sie Toshiro die Verantwortung. Sie war hellauf von ihm begeistert, da Yume sich wirklich anstrengte und fast nur noch gute Bewertungen bekam. "Und? Alles gut?" "Total. Anscheinend hat sich unser Wirbelwind Toshiro zum Vorbild genommen." "Ich bezweifle allerdings, dass sie die Schule ebenfalls in nur einem Jahr abschließen kann. Nur...also, was ich nicht verstehe: Ihre Klassleiterin hat angerufen. Yume beteiligt sich in den Pausen kaum an Spielen, stattdessen übt sie sich in Kalligraphie." "Na und?" Rie verstand nicht, was ihrem Mann daran nicht passte: "Ist doch schön, wenn sie sich für verschiedene Künste interessiert. Letztens hat sie sich mit Ikebana beschäftigt, völlig konzentriert." Tsuneo blieb trotzdem misstrauisch. "Außerdem soll sie öfter völlig abwesend aus dem Fenster starren. Selbst auf Cora reagiert sie dann nicht." Das sich dieses Verhalten damit erklären ließ, dass sie hin und wieder Shinigami bei der Arbeit sah, konnte Yume schlecht erzählen. Gut, streng genommen sah sie nur die Shinigami, wie sie mit ihren Zanpakuto's rumfuchtelten. Mayuri hatte immer noch nicht herausgefunden, warum sie keine Hollows sehen konnte - und auch Kisuke konnte es sich nicht erklären. "Du? Toshiro?" "Hm?" "Musst du denn nicht auch arbeiten?" Die Shinigami, die Yume während der Schulzeit hin und wieder beobachtete, waren nicht aus Toshiro's Einheit...und er selbst schien nicht unterwegs zu sein. "Keine Sorge." Liebevoll tätschelte Toshiro seinem Schützling den Kopf. "Falls ein besonders schlimmer Hollow auftauchen sollte, beschütze ich dich natürlich." "Hmm." Wieder einmal kuschelte sich Yume an Toshiro. Seit dem Vorfall damals hatte sie Angst vor Hollows. Aber wenn Toshiro sie retten würde...schöne Vorstellung. "Übrigens, ich bin fertig mit Hausaufgaben. Willst du jetzt was futtern?" Ohne groß auf eine Antwort zu warten flitze Yume runter ins Restaurant und ab in die Küche. Dort musste sie zwar feststellen, dass ihr einige Zutaten fehlten, eine Einkaufstour mit Toshiro löste das Problem allerdings ohne besondere Vorkommnisse. Gut, okay. nicht ganz: Kurumadani, Der Afro-Shinigami - zumindest nannte Yume ihn so - überbrachte eine Bestellung von Yachiru. Eine schier ellenlange Liste, die eine Menge Arbeit bedeuteten. "Hoffentlich beschweren sich deine Eltern nicht...oder stellen komische Fragen." "Nööö, ich sag einfach, dass die für Kenny sind. Dann ist Ruhe. Ich pack das schon." Toshiro war beeindruckt. Yume schien die Schule, ihre Aushilfsarbeit im Restaurant und ihren Job als Kommandantin perfekt im Griff zu haben. 'Daran könnte sich ein gewisser Faulpelz ruhig ein Beispiel nehmen.' Schule, Job und Shinigami...kein Problem, wenn man Yume Himawari hieß.
...to be continued...
Vorschau:
Rangiku: "Hatschi!"
Momo: "Alles in Ordnung?"
Rangiku: "Nein...ich bin gegen Arbeit allergisch."
Hisagi: "Das ist ja wohl die dämlichste Ausrede aller Zeiten."
Rangiku: "So? Was soll es denn dann sein?"
Kira: "Da wird wohl jemand über dich geredet haben."
Momo: "Nicht schwer zu erraten, wer das war."
Rangiku: "Vielleicht bin ich ja der Star der nächsten Episode?"
Kon: "Nope, leider nicht. Das nächste Mal bei Reborn: Zoff um Toshiro."
Hisagi: "Irgendwie beschleicht mich das Gefühl, es braut sich was zusammen."
Momo & Kira: "Klingt definitiv nicht gut."
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Reborn (Bleach FF)
Fanfiction5 Jahre nach Shizuka's Tod taucht auf einmal die kleine Yume Himawari auf. Der kleine Wirbelwind bringt nicht nur Schwung in den Shop von Kisuke Urahara, sondern hält auch noch die SoulSociety auf Trab. Sie ist fest der Meinung, Shinigami wären Schu...
