-Chapter 15-

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Ich betrat die Halle und schaute mich um. Nichts, außer leere. Ich ging eine Treppe hoch, die ich beim suchen gefunden hatte. Sie führte zu einem Raum, mit alten Sachen, Stühlen, Tischen und andere kaputte Sachen. Ich schaute mich um und sah eine Kette, die von der Decke in einem Loch im Boden hing. Ich ging auf dieses Loch zu und blieb am Rand stehen. Ich schaute nach unten, und sah, dass etwas an dieser Kette hing. Mein Herz blieb kurz stehen, mit dem Gedanken, dass es mein Vater oder meine Schwester sein könnte. Ich drehte mich ruckartig um, weil etwas von diesen Sachen umgekippt war. Ich blickte Sekunden lang auf den umgekippten Spiegel, der kaputt und zerschmettert auf dem Boden lag. Ich schaute am Spiegel vorbei, an die Wand und sah einen Balken, an dem die Kette angebunden war. Ich ging auf den Balken zu und zog an der Kette. Es war schwer, mit dem Gewicht, welches an der Kette hing, hatte es dann aber geschafft und versuchte, die Kette irgendwie am Balken zu befestigen, ohne, dass sie wieder zurück sprang. Ich ging mit ungewissen auf den da hängenden Körper zu, blieb davor stehen, und beobachtete, wie sich der leblose Körper langsam mit dem Kopf in meine Richtung drehte und schaute dann auf einen Violett-Blauen Kopf, der mich mit offenen, leicht Blut gefüllten Augen anstarrte. Seine Arme hingen an seinem Kopf herunter
,,Was haben die mit dir gemacht?" fragte ich leise zu dem toten Menschen, der sich langsam weiter drehte. Erhängt. Sie haben ihn erhängt. Ich ging einen Schritt zurück, dann noch einen, drehte mich um schaute kurz auf den zerbrochenen Spiegel, der immer noch umgekippt da lag. Ich ging die Treppe wieder runter und sah eine Tür, die halb offen rechts von der Treppe war. Wie konnte ich die übersehen? Ich ging
auf die halb offene Tür zu, öffnete sie und starrte in einen dunklen, engen Gang ,,Ihr wollte mich doch verarschen." flüsterte ich zu mir selbst, drehte mich noch einmal um, um zu schauen, ob da jemand wäre. Vergeblich. Drehte mich wieder zum Gang, zog eine Waffe und betrat ihn.
Der Gang war ziemlich lang, länger als es aussah. Und dunkel. Warum habe ich diesen Gang überhaupt betreten? Ich weiß nicht einmal, was mich erwarten würde. Ich hatte keine Taschenlampe, mein Handy war noch im Jet. Ich hätte eine Taschenlampe mitnehmen sollen. Als ich endlich am Ende angekommen war, was das einzigste Licht, eine kleine Fackel. Wie konnte das Feuer überhaupt so lange brennen? Ich schaute kurz nach rechts, dann wieder zur Fackel, und ruckartig wieder nach rechts. Ich hielt die Waffe auf eine Person, die nur da stand und mich anstarrte. Wir standen so eine gefühlte Ewigkeit. Ich atmete erleichtert aus, als die Person einen Schritt zurück machte und ging. Ich senkte die Waffe, ging seitlich zu der Fackel und nahm sie in die Hand. Mein Herz blieb stehen, als ich um de Ecke ging, in der die Person gegangen ist. Sie stand da, schaute mich an und tat wieder nichts. Ich hielt die Waffe jetzt noch fester als vorher und starrte die Person an ,,Wer.. wer bist du?" stoterte ich, in der Hoffnung die Person würde antworten. Vergeblich. Sie hatte kurze, braune Haare, braune Augen und starrte mich einfach an. Sie legte den Kopf etwas schief und antwortete. Sie antwortete. ,,Ich bin Lina." sagte sie ,,Und du?" fuhr sie fort. Ich lockerte meinen Griff um die Waffe etwas ,,Ich.. bin Linnéa." antwortete ich schließlich. Sie schaute mich wieder normal an ,,Du suchst jemanden, stimmt's?" sagte sie und ich nickte leicht. ,,Komm." sagte sie dann und ging, ich schaute ihr ängstlich und verunsichert hinterher, folgte ihr dann aber. ,,Woher weißt du das?" unterbrach ich die Stille, die seit ungefähr 5 Minuten herrschte. Sie sagte nichts und ging einfach weiter.
Wird Tony sauer sein? Oder Natasha? Pepper? Einfach alle werden sauer sein.
Ich habe 2 Waffen und einen Jet gestohlen, jetzt folge ich einem verrücktem Mädchen, die ich nicht einmal kannte und sie bestimmt auch nicht weiß, wo sie hin muss. Diese Halle sah von außen ziemlich klein aus, ist aber ziemlich groß, zumindest unterirdisch. Warum folge ich diesem Mädchen überhaupt? Wir liefen ziemlich lange, für etwas, dass ziemlich kurz aussah. Sie blieb vor einer Zür stehen ,,Sie warten bereits." sagte sie dann und öffnete die Tür. Es dauerte einen Moment, bis das Licht anging und auf 2 aneinander gekuschelt Personen blicken konnte. Ich schaute sie an, dann das Mädchen, dann wieder zurück. Ich ging in den Raum und hockte mich vor sie. Er schaute mich an. Mein Vater schaute mich an. ,,Linnéa?" fragte er leise und schaute mich mit offenen Augen an. Ich nickte nur. Er weckte meine Schwester auf, die mich ebenfalls so anschaute ,,Wir müssen hier weg." sagte ich leise und half ihnen auf. Wir gingen zur Tür, wo Lina immer noch stand ,,Danke." sagte ich zu ihr ung ging weiter. Wir gingen den langen Weg wieder zurück, durch den engen Gang zurück in die Halle, wo wir stehen blieben. Ich hielt meine Waffe wieder fester und schaute auf 3 Männer, die vor uns standen. ,,Tötet sie." sagte eine weibliche Stimme von oben. Wahrscheinlich von da, wo ich als erstes schaute. Ich zielte auf einen dieser Männer und schoss. Ich schoss. Zum ersten mal in meinem Leben. Er fiel mit einem schreien zu Boden, ich starrte nur auf die Leiche, die ich erschossen hatte. Ein roter See strömte
aus der Schusswunde. Ich schaute zu den anderen 2 Männern und schoss erneut, diesmal vergeblich, ich verfehlte. Dann nochmal, die Männer standen jetzt vor mir und griffen an. Ich konnte mich gerade so verteidigen, da Natasha mir einihes gezeigt hatte.
Vielleicht war es ja doch nützlich gewesen. Ich trat ihm in den Bauch, schubste ihn zurück und erschoss ihn, genau wie den anderen. Ich war ziemlich stolz. Ich packte meinen Vater am Arm und schleppte ihn zum Ausgang, drehte mich dann einmal um und schaute zu einer Person, die oben am Gelände stand und uns zuschaute.
Wir gingen in den Jet, ich schaltete wieder ein paar Schalter und machte den Autopilot an. ,,Alles in Ordnung?"
fragte ich zu meiner Familie. Mein Vater schaute zu mir und nickte leicht.
Ich konnte mich einfach nicht zu ihnen setzen, deshalb setzte ich mich nach vorne und wartete, bis wir da waren.
Es waren schrecklich 2 Stunden, die nur aus Stille bestanden. Wir waren endlich da. Ich machte mich auf alles bereit, auf Tony, auf Natasha, auf Pepper, auf einfach jeden, der mich anschreien wird, dass ich alleine weg war, dass ich Waffen und einen Jet gestohlen hatte. Ich atmete einmal tief durch und öffnete die Klappe und führte meine Familie rein. Wir stiegen in den Fahrstuhl und fuhren zu unserem Stockwerk. Ich hatte Angst. Ziemliche Angst. Mit einem 'Dinggg' öffnete sich dir Tür und wir gingen in's 'Wohnzimmer', wo mich natürlich erstmal alle anschreiten ,,WAS HAST DU DIR DABEI GEDACHT?? DU HÄTTEST STERBEN KÖNNEN!" schrie Tony
,,WENN DU DAS NOCHMAL MACHST, DANN BRING ICH DICH UM!" fügte Natasha dann hinzu. Es vergingen Minuten, die alle damit verbracht hatten, mich anzuschreien. Mein Vater hielt sich zurück, er staunte immer noch, dass er vor den Avengers stand.
Meine Schwester starrte sie ebenfalls nur an. ,,Tony! Es reicht!" unterbrach Pepper. ,,Geht es euch gut?" fragte sie uns, ich nickte und schaute auf den Boden. ,,Du blutest." zischte Natasha und deutete auf ein Wunde, an meinem Bauch hin, die mir einer dieser Männer verpasst haben musste. Ich schaute erst Natasha an, dann Pepper, dann meinen Vater und dann meine Schwester. Ich sagte nichts, gab Natasha die Waffen und ging in mein Zimmer. Ich lehnte mich gegen die Tür und weinte. Ich weinte, mit dem Gedanken, alle enttäuscht zu haben.

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Heyyy, ein etwas längers Kapitel.
Ich hoffe, es gefällt euch.
Gute Nacht euch. <3

~Lara

Love, Romanoff (Natasha Romanoff FF)Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt