Treffen - Kapitel 5

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Nach dem Unterricht ging ich gegen Nachmittag in Richtung Große Halle und konnte schon Fred und George vom Weitem erkennen.

"Hey, wollen wir los?"

"Ja klar, aber wohin wollt ihr?"

"Wirst du schon sehen.", meinten die rothaarigen Jungs wieder im selben Moment. Ich sah sie etwas misstrauisch an.
"Okay, dann los."

Fred lief links von mir und George rechts. Als wir das Schulgebäude verließen und in den Vorhof kamen, sahen wir Ron, Potter und Hermine, die uns gerade entgegen liefen.

"Hey.", begrüßte Fred die Drei, als wir alle stehen blieben.
"Hey Leute!", lächelte Hermine freundlich.

"Ihr kennt Y/n?", fragte Ron ungläubig.

"Ja, schon seit gestern. Es könnte sein, dass ich sie ausversehen am Bahnsteig umgerannt habe-", grinste George verlegen.

"Seit ihr mit ihr befreundet?"
Potter beäugte mich skeptisch.

"Ja, ist das ein Problem für dich, Harry?"

"Nein, es ist eure Entscheidung, aber vergesst nicht, sie ist immer noch Snape's Tochter und eine Slytherin.", meinte Potter etwas aggressiv.

"Nur weil ich eine stolze Slytherin bin und Snape mein Vater ist, heißt es noch lange nicht, das ich genauso bin wie die anderen Schüler in meinem Haus. Ich beurteile andere nicht nach ihrem Blut, Haus oder deren Familie.", zischte ich und ging einfach weiter.

Die Zwillinge hatten mich schnell eingeholt und liefen wieder neben mir. Sie trauten sich nicht etwas zu sagen. Ehrlich gesagt war mir das sogar ganz recht.

Wir gingen noch ein wenig, bis wir auf einmal stehen blieben.
"Wir sind da.", erklärte Fred und ich blickte auf eine Decke unter einem Baum.
Wir waren am schwarzen See. Dieser Ort war etwas abgelegener und trotzdem hatte man die perfekte Sicht auf das dunkle Wasser. Dahinter erkannte man das prächtige Schloss.

"Wow." staunte ich.
"Komm, setzt dich."
Die Beiden klopften neben sich auf die Decke.
Ich hielt mein Rock fest und ließ mich zwischen den Weasley's nieder.

"Und? Wie findest du es bis jetzt in Hogwarts?", fragte mich Fred.
"Ich liebe es hier.", gab ich wahrheitsgemäß zu.
"Wer nicht?", lachte George.

"Sag mal kann ich euch was fragen?"
"Ja klar.", erklärten beide im Chor.

"Warum mag niemand Draco Malfoy?"

"Malfoy? Er ist ein arroganter Arsch und denkt immer er wäre etwas besseres, da seine Familie seit Jahren aus Reinblütern besteht. Warum fragst du?", fragte mich George zurück.

"Weil er nett scheint und ich nicht verstehe, warum er so schlimm sein soll.", bemerkte ich.

"Ihr seit eben im selben Haus und teilt euch sogar ein Zimmer. Ich denke nicht er hätte irgendwas gegen dich zu sagen.
Aber sei bitte vorsichtig. Malfoy dachte schon immer nur an seinen eigenen verzogenen Arsch und was er anderen damit antat war ihm egal.", flüsterte Fred streng.

"Gut zu wissen.", murmelte ich mit einem etwas ernsteren Blick.
"Aber egal. Vergessen wir Draco und erzählt mir lieber von euren 5 Jahren hier in Hogwarts.", grinste ich.

...

Wir machten uns langsam auf den Weg zurück nach Hogwarts. Der Himmel verfärbte sich schon langsam grau und immer mehr Wolken bildeten sich. Die Winde drehten und alles deutete auf ein Gewitter.

"Hey Y/n, kommst du mit uns essen?", fragte mich Malfoy, der mit Crabbe und Goyle vor der Halle stand.
Als er Fred und George sah verging ihm sein Lächeln und er scannte sie angeekelt ab.

"Warst du etwa mit diesen Weasleys unterwegs?", wollte Draco wissen.

"Ja, war ich.", sagte ich provokant.

"Problem damit, Malfoy?" fragte Fred, der hinter mir stand.
Er reagierte darauf erst garnicht.
"Komm wir hauen ab!", knurrte Draco zu seinen Feunden und ging in die Große Halle.

Irgendwie waren heute alle auf Streit aus.

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Just a boy || Draco Malfoy × Reader || Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt