Prolog

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"Wie viel ist sie wert?" Diese Frage war sinnlos, aber hier auf dem Sklavenhandel nicht selten. "Nun, so viel wie sie Wert ist, kannst du dir sie
sicherlich nicht leisten." Die Stimme des Händlers war ruhig, zu ruhig. So als ob er nicht wollte das man ihm das Mädchen abkaufte.

„Wie viel?" Der Käufer lies nicht locker. „Ich sagte doch zu viel" Eine beunruhigende Stille breitete sich aus. Erste Regentropfen trafen die Baumwollplane. „Sie ist klein und schwach, du kannst also nicht zu viel für sie verlangen, oder bist du einer der Leuten die Schwarzhandel betreiben?" Der Käufer schaute den Mann herausfordernd an.

Doch der Händler blieb Still, nicht einmal seine Augenlieder zuckten zusammen. Nur die Ketten des Mädchens klirrten als es sich bewegte. „Du weißt garnicht wozu sie fähig ist." Die Stimme des Händlers blieb immer noch ruhig, nur der gefährlich klingende Unterton verriet ihn.

„Du kannst dich glücklich schätzen das ich nicht so doof bin und dich verrate. In Zukunft jedoch werde ich dich und dein Gesindel an Schwarzhandel meiden. Und glaub mir, die Welt wäre besser dran ohne Dich!"

Der Käufer spuckte auf den Boden. Eine kleine Staubwolke stieg empor als der er sich umdrehte und den Sklavenstand verließ. Der Händler lächelte. Er hatte nicht gedacht den Käufer so einfach verdrängen zu können. Natürlich machte er sich mit dieser Methode Feinde, aber was noch wichtiger war, war das Geld.

Er bekam die doppelte Menge an Kumpen wenn er Schwarzhandel betrieb. Und was machte es sonst für einen Unterschied? Waren sie nicht so oder so alle Verräter? Doch da gab es einen Unterschied. Die einen waren legale Verräter, die anderen könnten sterben bei ihrer Tat.

Thyra Dämonenfürst (Band 1)Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt