Arthur

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Irgendwie geht mir diese kleine, braunhaarige Lily White echt auf die Nerven. Sie verhält sich schon den ganzen Tag extrem aufbrausend und als ich sie aufgefangen hab, hat Lily sich nicht mal bei mir bedankt sondern hat sich wieder aufgeregt und mich und ihren Bruder aus dem Zimmer geworfen. Lily White ist die sturste, nervigste und zickigste Person die ich kenne, aber irgendwie gefällt mir das an ihr. Hör auf Arthur sowas zu denken sie ist dein Job und den willst du nicht verlieren, redete ich mir selbst zu. Jetzt muss ich sie ein ganzes Jahr ertragen und hoffen, dass sie mich nicht feuern lässt, aber das kann sie ja Gott sei Dank, gar nicht, sondern nur ihr Vater.

Als wir beide auf unser Gepäck warteten, telefonierte sie gerade.

»Nein, mir geht's gut….Ja glaub ich auch….Wir warten gerade auf unsere Koffer und ja Tristan und Preston holen uns ab…. Hab dich auch lieb und liebe Grüße an Mom und meinen blödes Bruderherz.«, dann legte sie auf.

»War das dein geliebter Dad, Lily?«

»Ja. Ich hoffe, dass Mom und er mich das ganze Jahr nie wieder anrufen!« sagte sie genervt und mit einem strengem Blick im Gesicht. Anscheinend hat sie nicht so ein gutes Verhältins mit ihren Eltern.

Ein paar Minuten später rannte sie zu ihren Koffern die sie gesehen hatte und wir machten uns auf den Weg nach draußen.

Als wir draußen waren fing Lily plötzlich wieder an zu rennen und  lief auf zwei großgewachsene, blonde Typen zu die wie Zwillinge aussehen und ich glaube das sind ihre Cousins.

Sie schmiss sich in die Arme der Zwillinge und beide gaben ihr ein Küsschen auf die Wange.

Spätestens als ich bei ihnen ankam ließen sie Lily wieder los und musterten mich. 

»Ist das dein engländischer Freund. Es wurde Zeit, dass du kein Single mehr bist und hoffentlich die Sache mit deiner Schwester und Lucas vergessen hast.«, sagte einer der beiden Zwillinge.

»Nein, das ist nicht mein Freund sondern mein Bodyguard Arthur, den mir mein Vater an den Hals gehängt hat. Die Sache mit Lucas und Olivia werde ich nie vergessen und das was vor zwei Jahren hier im Sommer passiert ist gibt mir noch einen Grund keine Beziehung einzugehen. Da bleib ich lieber Single und jetzt Themawechsel mein Liebesleben geht euch beide gar nichts an!«

 Lily sagte es so entschlossen das ich neugierig wurde und wissen wollte was vor zwei Jahren im Sommer und mit diesem Lucas passiert war. 

Ihr Vater hatte heute Morgen auch schon über Lucas gesprochen und das der Typ jetzt im Gefängnis sitzt.

»Also Arthur, das sind meine zwei bekloppten Cousins Tristan und Preston«, stellte mir Lily die beiden vor  und zeigte auf denjenigen. Es war für mich leicht die beiden auseinander zu kennen, denn Tristan hatte Tattoos am rechten Arm. Preston dagegen hatte keine Tätowierungen.

»Willkommen in Frankreich ihr beiden. Kommt wir gehen zum Auto bevor unser liebes Cousinchen noch wer erkennt und Fotos mit ihr machen und Autogramme von ihr haben will.«, sagte Preston und legte lachend einen Arm um Lilys Schulter.

»Hör auf«, Lily kneifte ihn in die Seite, »So berühmt bin ich auch wieder nicht, ich kann nichts dafür, dass ich Lily White bin und meinem Vater die Weltbekannte Süßigkeitenfabrik WhiteSweets gehört.«

»Nein dafür kannst du nichts, aber du bist trotzdem mehr eine Leandres als eine White. Vergiss das nicht!«, mischte sich Tristan ein.

»Ihr seid so blöd!«, sie gab beiden einen Schlag auf den Hinterkopf.

»Wie soll ich euch beide bloß ein ganzes Jahr aushalten?«, sie seufzte.

»Ganz einfach in dem wir uns revanchieren und auf ein paar fetzige Partys gehen an den Wochenenden.«, sagte Preston zu ihr.

»Ihr beide wisst was auf der letzten Party hier passiert ist. Das war die schlimmste und peinlichste in meinem ganzen Leben.«

Ich war so neugierig und fragte Lily was damals passiert war, obwohl ich das nicht wollte.

»Was ist denn schlimmes auf der letzten Party hier passiert.?« 

Ich biss mir auf die Zunge, weil die Frage ein Fehler war, aber ich wollte es unbedingt hören.

Sie drehte sich zu mir um und zog die Augenbrauen hoch.

»Das willst du gar nicht wissen!«, sie sah mich wütend an.

»Oh doch! Die Geschichte müssen wir Arthur erzählen, damit er weiß was für ein Freak unsere kleine Lily sein kann und dass er aufpassen muss, dass du nicht zu viel trinkst wenn wir Feiern gehen. Er ist doch dein Bodyguard.«, erwiderte Preston und lachte.

»Also was ist damals passiert?«, fragte ich neugierig.

»Unser liebes Cousinchen wollte am Anfang bei dem Spiel nicht mitspielen, doch nach ein paar Tequila und zehn Shots ungefähr, konnte sie nicht mehr anders, obwohl sie eh schon zu viel getrunken hatte, brauchte sie noch mehr Alkohol.«

»Halt endlich die Klappe! Die Sache ist mir schon peinlich genug gewesen.!«, unterbrach Lily Tristan und sie wurde ein bisschen rot im Gesicht.

»Was war das für ein Spiel?«, fragte ich und Lily sah mich böse an.

»Ein Trinkspiel Namens Zweiundfünfzig Tot.«, sagte Preston und lachte.

»Auf jeden Fall haben damals Theo, Olivia, Preston, Lily, ein Freund von uns und ich dieses Spiel gespielt. Wir hatten alle schon ein bisschen zu tief ins Glas geguckt. Lily und unser Freund haben die meiste Zeit Trinken müssen.«, erzählte Tristan weiter.

»Und irgendwann waren wir alle sturzbetrunken und Lily ist mit unserem  Freund in einem der Gästezimmer verschwunden.«, hängte Preston dran.

»Können wir BITTE über etwas anderes Reden und nicht über meine Party Erlebnisse!«, sagte sie und vergrub ihr Gesicht in ihren Hände und seufzte laut.

»Ach Cousinchen, dass du fast Schwanger geworden bist, ist damals ja noch gut ausgegangen.«, sagte Tristan und ich wusste, dass er das absichtlich getan hat um die Geschichte zu Ende zu bringen.

»Ach du Scheiße! Du wärst fast schwanger geworden!«, brachte ich überrascht heraus und mir fiel die Kinnlade herunter.

Lily drehte sich abrupt weg und ihre langen, braunen Haare flogen durch die Luft. Es entlockte mir ein kleines Lächeln obwohlichnoch immer geschockt war, dass sah bei ihr so gut aus.

Bis wir beim roten Cabrio von Preston ankamen, sprach keiner ein Wort von uns.

Ich und Lily saßen hinten und wir fuhren ca. vier Stunden vom Pariser Flughafen zu dem Anwesen von Lily’s Tante. Während der Fahrt sah man hin und wieder die Strände und Klippen der Bretagne. Wie gerne würde ich mich jetzt einfach in den Sand legen und die Ruhe genießen. Ich konnte mir jetzt schon vorstellen, dass dieses Jahr eine Katastrophe wird.

Ein neues Kapitel.
Ich habe vor zwei mal in der Woche einen Teil zu veröffentlichen Sonntags und Donnerstags.
Ich wünsche euch weiterhin viel Spaß beim Lesen des Buches und hoffe es gefällt euch.

Ein gutes Buch das ich euch empfehlen kann ist von LauraWittmann und zwar
He saved me from Heaven.

LG Jasmin

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