Nun war ich also tatsächlich auf dem Weg zum Kryptonischen Gefängnis. Chen hatte zwei Anacondrei, die er selbst 'Kapput' und 'Flipflop' genannt hatte, damit beauftragt auf mich aufzupassen. Die ganze Fahrt über hatten die zwei sich darüber gefreut, dass sie nun auf mich aufpassen durften und jetzt noch coolere Spitznamen brauchten. Wenn diese wirklich Kapput und Flipflop waren, konnte ich das aber auch verstehen. Schließlich kamen wir am Gefängnis an. Sofort verließen alle Schlangen die Jets und fanden einen Weg in das Gebäude. Es war zwar sehr gut bewacht, aber da sich Anacondrei unsichtbar machen konnten, war es für sie kein Problem, die Wächter loszuwerden. Sie schlängelten sich in den Überwachungsraum, von dem aus sie die Fallen deaktivieren konnten. So konnten wir alle einfach so in das Gefängnis spazieren, ohne dass jemand verletzt wurde. Wir liefen wie eine Armee über den langen Flur. Wobei wir eigentlich eher schlängelten, da wir ja Schlangen waren und keine Beine hatten. Am Ende des Ganges waren die Zellen der Gefangenen. Die Wachleute konnten uns nicht stoppen. Der schwarze Ninja begann sofort, uns anzugreifen. Meine beiden Aufpasser waren so auf den Kampf fokussiert, dass sie nicht bemerkten wie ich mich davon schlich.
Als Kai mich sah, ging er direkt in Kampfposition. "Hey alles gut, ich bin's!" beruhigte ich ihn. "Freya?" fragte er verwirrt, bevor er sich daran erinnerte, dass ich eins von Chens Tattoos hatte. "Chens Leute sind wegen Pythor hier. Sie brauchen einen wahren Anacondrei um den Zauber zu vollenden und Pythor ist der letzte." erklärte ich den Ninja die Lage. Sie schauten mich alle kurz geschockt an, bevor sie anfingen zu rennen. Lloyd hatte die kleine Schlange in der Hand und machte sich sofort auf den Weg in Richtung Ausgang. Bleiben konnten sie nicht, da sich Pythor nun nicht mehr alleine lassen konnten. Mich ließen sie zurück. Nicht einmal bedankt hatten sie sich, dass ich meinen eigenen Vater hinterging und ihnen die Informationen gab, die sie brauchten. Sie hatten sich einfach aus dem Staub gemacht.
Ich sah zu Boden. Ich hatte alles für sie riskiert und sie überließen mich einfach den Gegnern als wäre es kein Problem. Zwar war ich selbst ein Anacondrei, aber ich hatte keine Elementarkraft, um mich gegen eine ganze Armee zu wehren. "Da wird Chen sicher richtig sauer!" lachte einer meiner Aufpasser während sie mich wieder mit Richtung Ausgang nahmen. "Oh Ja! Es wird ihm nicht gefallen, dass seine Tochter ihn hintergeht!" lachte der andere und machte mir klar, dass sie doch auf mich aufgepasst hatten. Wäre ich nicht gewesen, hätten wir Pythor sicher bei uns. Es war zwar gut, dass ich so nicht auf ewig eine Schlange bleiben musste, aber nun hatte ich mir meinen Vater zum Feind gemacht. Besonders schlau war das von mir nicht. Nun war ich also wieder auf mich alleine gestellt, so wie vorher.
Ich saß nun schon seit einiger Zeit eingesperrt in einer Zelle in unserem Versteck. Meine Hände waren hinter meinem Rücken mit Ketten zusammengebunden. Sie waren sehr eng, aber da mir auch mein Mund zugeklebt worden ist, konnte ich mich nicht darüber beschweren. Zuvor hatte ich mit aller Kraft versucht mich zu befreien, aber das hatte ich mittlerweile aufgegeben. Scheinbar gab es sogar Ketten, die Anacondrei sicher waren. Endlich öffnete sich die Zellentür zu dem Raum, in dem ich gefangen gehalten wurde. Einen Moment lang hatte ich Hoffnung, dass es die Ninja wahren, aber es war leider mein Vater.
Als hätte Chen meine Gedanken gelesen, begann er zu sprechen, während er mir das Tuch vom Mund wegnahm. "Es tut weh, nicht wahr? Du hättest alles für sie getan und sie lassen dich einfach zurück.." Er klang so finster wie nie zuvor. Aber auch wenn es seltsam war, hatte er recht. Ich hätte alles für die Ninja getan, und sie waren einfach abgehauen, ohne auch nur das kleinste Dankeschön. Es tat höllisch weh, dass sie mich einfach im Stich gelassen haben. "Sie interessieren sich nicht für Leute wie dich. Sie wollen nur sich selbst und ihre Elementarkräfte retten. Die Bewohner von Ninjago sind ihnen egal und du gehörst dazu.." sprach mein Vater weiter und wieder hatte er recht. Es war den Ninja egal, was mit mir war. Sie waren nur nett zu mir gewesen als sie noch nicht wussten, dass ich keine Elementarkraft hatte. Sie hatten immer nur mit den anderen zusammen gearbeitet. Sie hatten Skylor helfen lassen, aber mich nicht. "Der Jet, mit dem du nachhause fliegen wolltest, war sabotiert!" wurde Chen nun Lauter.
Erneut machten seine Worte Sinn. Es war ihre Schuld, dass ich abgestürzt war, nicht die meines Vaters. Es war alles die Schuld der Ninja. Hätten sie sich auch nur eine Sekunde lang für mich interessiert, wäre es nie so weit gekommen. "Das ist alles deren Schuld.." flüsterte ich kaum hörbar. "Ganz genau! Sie kommen nicht mal, um dich zu retten, obwohl du immer für sie da warst!" brüllte er laut. Er hatte recht. Chen wollte die Ninja nur loswerden, da sie sich sowieso nie für normale Leute interessierten. Er hatte uns alle nur in Schlangen verwandelt, damit wir endlich stark genug waren, um sie zu bekämpfen. "Willst du mir dabei helfen, die Ninja zu bekämpfen?" fragte mein Vater mich nun. Vor Wut konnte ich kaum klar denken. "Liebend gerne, Vater!" antwortete ich ihm mit einem teuflischen Lächeln. Diese Ninja konnten sich auf was gefasst machen, denn eine Armee an Anacondrei macht sich auf den weg, um sie zu bekämpfen!
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Freya - Ninjago FF
FanficFreya. Eine normale junge Frau, die viel zu früh lernen musste alleine klarzukommen. Mit 18 zog sie aus dem Kinderheim aus und übernahm das Familienrestaurant, das ihr Vater erbaut hatte. Er war, als sie noch sehr jung war, auf eine weit entfernte I...
