Kapitel 2

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…Dann machte Suna den Mund auf…

„Mutig.“ das war das einzigste was er sagte. Ich atmete innerlich auf. Noch hatte ich keine Beleidigungen an den Kopf geworfen bekommen.
„Du kannst ja reden!“ schrie Naya schon fast und ich war froh über den Themawechsel. Später erklärte sie mir, dass man gerochen hatte, dass es mir unangenehm war.
„Natürlich kann ich reden. Ich bin ja nicht stumm.“ sagte Suna trocken und obwohl er sehr leise sprach, verstand man ihn sehr gut. Seine Stimme war irgendwie so melodisch, doch auch irgendwie harsch. Vielleicht lag es abere auch einfach an der Tatsache, dass er soeben fast als stumm abgestempelt worden war.
Ich seufzte, als es wieder zum Unterricht klingelte und schleppte mich förmlich die Treppen hoch. Yuri stieß mir leicht in die Seite.
„Keine Sorge, wir haben wieder bei der selben Lehrerin. Es sei denn, du magst kein Englisch.“
Ich lächelte nun wieder. Ich mochte Englisch. Naja ich finde ja immer es hängt vom Lehrer ab, doch bei dieser Lehrerin konnte ich mir viel versprechen. Jedoch änderte sich meine Laune leicht, als wir das Klassenzimmer betraten.
„Hey Kita-san…hehe.“ Ich wusste sofort, dass dieses blonde Tussichen etwas von mir wollte.
Ich sah sie der Höflichkeit halber aber doch aufmerksam an.
„Ich ehm…k-könntest du mich vielleicht mit ehm…mit Atsumu bekannt machen?“ fraget sie, bestimmt gespielt schüchtern, denn ihr geruch schrie förmlich: Ich bin eine kleine b*tch die unbedingt einen Jungen über meinem Niveu abstauben möchte, um mein Selbstwertgefühl zu steigern und noch arroganter zu werden.
Neben mir seufzte Yuri und ich könnte schwören, dass er bestimmt die Augen verdrehte. Dann packte er mich an der Jacke und zog mich zu meinem und seinem Platz. Ich lächelte ihm dankbar an, während die Zicke einen kleinen Handspiegel gezückt und ihren Lipgloss nachzog, der als Lippenstift hätte durchgehen können, da er so deckend war. Ich verdrehte leicht die Augen und Naya schnappte sich einen Stuhl, um sich auf der anderen Seite unseres Tisches darauf niederzulassen.
„Als ob sie nicht schon selber versucht hätte Atsumu um ein Date zu bitten. sie ist jedes mal beim Training gewesen, um ihn zu stalken, doch als der Trainer sie und all die anderen Fangirls gedroht hatte, die Schulleitung zu verständigen, haben sie aufgehört.“ erklärte Naya und ich musste mir mein Kichern unterdrücken. Yuri verdrehte weiter nur die Augen.
„Du Kita-san? Ich wollte dir nochmal danken, dass du uns in der Pause mitgenommen hast.“ sagte Naya.
„Das stimmt danke.“,sagte auch Yuri;„man kriegt nicht oft die Gelegenheit mit den Jungs vom Volleyballclub zu interagieren.“ sagte er und lächelte mir zu.
„Was hast du bitte für Wörter in deinem Wortschatz Yuri-san? Es gibt für inta-dingsda auch das Wort abhängen.“ Ich kicherte und auch Yuri musste schmunzeln.

Der Unterricht verlief eigentlich ziemlich gut. Ich habe viel mehr geschafft, als in meiner alten Schule. Wahrscheinlich, weil ich keine Papierkügelchen an den Kopf bekommen habe und die Lehrerin nicht geschlafen hat oder irgendwie verschwunden ist. Die Klasse war ziemlich ruhig, bis zum Klingeln. Alle packten hastig alles zusammen und verschwanden so schnell es ging nach Hause oder zu ihrem Club. Als ich meine Tasche schulterte und mich zum gehen wenden wollte, sah ich Shinzuke und Suna in der Tür. Ich ging zu ihnen und Shinzuke holte seinen Schlüssel raus.
„Haben ein extra Training bekommen, sry. Hier ist der Schlüssel. Also lass dich nicht wegfangen und schreib mich oder jemand anderen an, wenn dir etwas komisch vorkommt okay?“ sagte ef zu mir und ich nickte leicht.
„Sie könnte auch beim Training zusehen. Dann hättest du sie im Auge und sie muss nicht alleine nach Hause. Außerdem, wenn sie Hausaufgaben hat, kann sie die auch in der Turnhalle machen, wenn sie unser Geschrei nicht stört.“ schlug Suna überraschenderweise vor. Shinzuke sah ihn freudich an.
„Das wäre natürlich eine gute Lösung, was sagst du dazu?“ sagte Shinzuke und wieder nickte ich.
„Na du hast ja ein Glück Kita-san.“ sagte Naya, die sich an uns vorbeidrängelte.
„Ich muss zum Kochclub. Aber vielleicht nimmst du ja Yuri mit.“ sagte sie und ich sah Kita uns Suna fragend an. Beide nickten und ich sagte Yuri bescheid.

Als wir an der Halle ankamen hörten wir schon das Geräusch von Bällen, die auf dem Hallenboden aufkommen. Allerdings hörten wir auch Geschrei. Nicht die normalen Rufe nach den Ball nein, es hörte sich nach einer Prügelei an.
„Können die beiden sich nicht einmal zusammenreißen?“ fragte Shinzuke genervt und Suna schüttelte den Kopf und holte sein Handy raus.
„Suna steck das Handy wieder ein. Wenn der Direktor mitkriegt, dass du das filmst, kriegst du ne Ermahnung.“ sagte Shinzuke nun und Suna packte sein Handy in die Hosentasche. Als wir jedoch in die Halle traten sah ich, wie er es unauffällig wieder tausholte und die Kamera anschaltete. Ich sah mir nun das Geschehen vor mir an. Die beiden Zwillinge lagen unter dem Netz und schlugen auf einander ein. Atsumu hatte genauso wie Osamu ein blaues Auge. Shinzuke schrei auf die beiden ein, doch die schienen das unter ihrem Geschrei nicht zu merken. Suna filmte das Geschehen und ich verschwand in Richtung Umkleiden. Ich fand was ich gefunden hatte und kerrte damit zur Prügelei zurück und sie machten mir den Weg frei. Den Eimer, den ich mit Wasser gefüllt hatte, schüttete ich auf den beiden aus. Die beiden erstarrten in der Bewegung und starrten mich überrascht an.
„So wie mir das erzählt wurde, prügelt ihr euch öfter! Wenn das nicht bald aufhört, dann schwöre ich euch ich sorge dafür, dass ihr keine Nacht mehr durchschlafen könnt! Ich werde immer wieder zum Eimer greifen und euch überschütten, bis ihr es kapiert!“ schrie ich sie an. Die Zwillinge schauten mich immernoch erstarrt an, während ich von hinten gekicher höre. Als ich mich umdrehte sah ich Shinzuke, Yuri und Suna, die sich nun nicht mehr zurückhalten können und in Gelächter ausbrachen. Die Zwillinge standen auf und gingen leise in Richtung der Umkleiden, um sich abzutrocknen und ihre Trainingskleidung anzuziehen.
„Wir bräuchten dich echt öfter hier.“ lachte Shinzuke und ich legte die Ohren an, nur diesmal aus Verlegenheit. Es kam sehr selten vor, dass ich die Fassung verliere. Doch das ich gerade zwei Alphas zum Schweigen gebracht habe, dass ist noch nie vorgekommen. Shinzuke nahm mir den Eimer ab und ging zusammen mit Suna zu den Umkleiden.

-Bei den Jungs-
(Niemandes Sicht)
Kita und Suna kamen lachend in den Umkleideraum. Die Zwillinge sagten immer noch kein Wort. Ihre Ohren waren leicht abgeknickt, doch sonst schien es ihnen gut zu gehen.
„Das euch ein Omega so einfach zum schweigen bringen kann…“ lachte Suna und begann genau wie Kita und die Zwillinge sich umzuziehen. Kita lachte nur etwas, doch sonst beließen sie es dabei. Als sie fertig waren kehrten sie zu den anderen in die Halle zurück.

Das Training begann und Yuri und y/n halfen so gut sie konnten. Yuri warf meistens Atsumu die Bälle zu oder sammelte sie ein und y/n notierte die Treffer, fülte die Flaschen auf und holte neue Handtücher. Am Ende saßen Yuri und y/n am Rand und sahen den Jungs bei einem 3 gegen 3 Training zu.

-y/n Sicht-

Das Training verlief gut. Als ich und Yuri am Rand saßen und ihnen zu sahen besprachen wir etwas.
„Glaubst wir dürfen? Ich meine sie kamen davor auch gut ohne zurecht.“ Ich nickte.
„Fragen schadet ja nicht oder?“ sagte ich nun und auch er nickte nun zustimmend.

Nach dem Training gingen ich und Yuri auf Shinzuke zu. Als ich ihm auf die Schulter tippte, drehte er sich um und sah uns dann fragend an.
„Ich wollte fragen, ob Yuri und ich Manager werden könnten.“ fragte ich direkt aber auch ein wenig nervös. Shinzuke nickte und Yuri und ich sahen uns erstaunt an.
Wir sagten auch den Trainern bescheid, die mitten im Training kamen, da es eine Lehrerbesprechung gab.
Als sich alle zur Abschlussbesprechung in einem Kreis aufstellten, bat uns der Trainer zu uns und er kündigte an:
„Ab heute werden wir hier zwei Manager haben. Seid bitte freundlich zu ihnen.“
Wir verbeugten uns vor den anderen und damit war das Training beendet.
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Wörter: 1354
Ich hoffe, euch hat es gefallen und wir sehen uns beim nächsten Kapitel 🥰
Eure Neko

Suna x fem. Reader (Omegaverse)Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt