2.Kapitel

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Am nächsten Tag wachte Remus früh auf. Nicht weil er etwas vorhatte, sondern, weil er allgemein kurz schlief.
So auch diese Nacht.
Zwar war Vollmond erst in zwei Wochen, für Remus das reinste Glück, aber irgendwie sagte in Remus ein Teil immer, er sollte jetzt aufstehen oder eben schlafen gehen.
Er vermutete, dass es an seinen Werwolfgenen lag.
Das war eins der Sachen, die er daran hasste.
Lupin möchte es nicht gerne sagen, aber ein paar Dinge waren tatsächlich gut, beispielsweise seine übernatürlich gute Ohren. Das hatte früher unteranderem bei den Streichen, der Rumtreibern immer geholfen zu wissen, ob jemand kam.

Verschlafen richtete sich der Mann auf. Als er in den Spiegel blickte bemerkte er, dass er mal wieder Augenringe besaß. Er seufzte.
Er lehnte sich schwach an das Waschbecken und betrachtete sich im Spiegel.
Am liebsten hätte er jetzt einfach weiter geschlafen doch es ging nicht. Es ging einfach nicht.

Um wenigstens ein wenig wach zu werden, spritzte er sich kaltes Wasser auf das Gesicht. Kurz zuckte er zusammen als das Wasser sein Gesicht traf.
Es wirkte wie eine Befreiung auf ihn, wie so jeden Tag, wenn es das tat.
Kurz rieb er sich über das Gesicht, dann zog er sich seine, von Flicken übersäten Klamotten an. Wie jeden Tag, einen braunen Mantel, braune Hose und ein braunes Hemd.

Er hatte Tonks versprochen, dass er der erste war, den sie begrüßen musste. Er wunderte sich ein wenig darüber, aber er konnte Tonks keinen Wunsch abschlagen.
Laut ihr wollte Kingsley mit aus dem St. Mungo kommen.
Zwar sollte er eigentlich noch etwas dort bleiben, aber er hat sich so lange gewehrt, bis die Ärzte nur noch bejahen konnte. Mehr Informationen hatte Tonks ihm nicht mitgeteilt, doch er glaubte, dass es eher daran lag, dass sie keiner mitbekommen hatte.

Er bereitete sich einen Tee vor und aß ein Stück Schokolade.
Der ehemalige Professor sah auf die Uhr und sah zu wie der Sekundenzeiger sich immer, um eine Sekunde weiterdrehte. Doch für den Mann fühlte es sich so an als währen es Stunden.

„Mooooooooooonyyyyyyyyyyy?" Sirius kam polternd die Treppe hinunter und erlöste Lupin aus seinem Trance. Zum Glück, wie Remus fand. „Hm?" „Du? Ich habe das Gefühl du antwortest, das nur noch." „Und was wenn es so wäre?"
Sirius zuckte mit den Schultern. „Keine Ahnung. Du beantwortest so, halt nur noch meine Fragen."
Remus erwiderte darauf nichts, sondern nahm lieber einen Schluck aus seiner Tasse. „Uuuuuh, Dora kommt heute ja. Deswegen bist du wach." „Du bist jetzt doch auch wach. Außerdem bin schon immer so früh aufgestanden."
Black schmollte. „Ich gebe es ungern zu, aber du hast Recht."
Remus lachte. „Habe ich nicht immer Recht?"
„Wir Rumtreiber waren keine guter Umgang für dich."
„Die Zeiten waren schön, Sirius."
„Oh, ja. Oh, ja..."

Beide schwelgten nun in Vergangenheiten. Sie hatten das Gefühl als würden sie ihre früheres Leben auf Hogwarts nochmal ganz durch leben.
Sie erinnerten sich, wie sie das erste mal auf einander trafen. Den ersten Streich. Der erste Korb von Lily an James. Einfach alles. Die besten sieben Jahre, die sie gemeinsam hatten.
Beide hatten ein Lächeln auf den Lippen.
Es war als wäre Voldemort gar nicht da, als hätten sie keine Probleme. Und doch, sie hatten Probleme.
Und es gab Voldemort noch.

Erst das allzu bekannte Klicken, riss sie grob aus der Vergangenheit. Beide blinzelten verwirrt, bis sie bemerkten, dass sie eigentlich in der Gegenwart waren. Die Freunde seufzten. Plötzlich machte sich ein Poltern bemerkbar und erinnerte sie daran, dass gerade jemand in das Haus gekommen war.
Black und Lupin sahen sich warnend an, ihre Zauberstäbe griff bereit in der Hand.
Wagemutig rief der ehemalige Professor die Treppe hinunter: „Wer ist da?"
Als Antwort hörte man nur: „SCHLAMMBLÜTER! WERWÖLFE! MICKRIGES KLEINES GESINDEL!"
Sirius und Remus sahen sich an. „Tonks." Sie fingen anzugrinsen. „Wer denn sonst?", kam eine tiefe Stimme von unten.
Sie gingen unter lautem Getöse der „Sabberhexe", wie Sirius sie liebevoll nannte, nach unten.
Gemeinsam schafften es die Freunde den Vorhang zu, zu ziehen.

„Tonks?" „Ja?", fragte die Metamorphmagus unschuldig drein blickend. „Wie oft habe ich dir schon gesagt, das du nicht über den Trollfuß stolpern sollst?" Sirius stemmte spielerisch seine Hände in die Hüften.
Nymphadora zwinkerte ihm zu: „Sirilein, wie oft habe ich dir gesagt, dass ich es nicht ändern kann?"
Tonks hüpfte munter zu Remus hin. „Hallo, und wie geht es dir? Mir geht es wunderbar! Meine Hand lässt sich wieder super bewegen und meine Kopfschmerzen sind verflogen." Die junge Aurorin hob die Hand. Remus ergriff sie ein wenig überfordert.
„Hallo..." „Traurig", fand Tonks, „sagst einfach nur ,Hallo', umarmst mich noch nicht mal." Ihre bonbonrosa Haare wippten aufgeregt hin und her.
„Guck Remus, du reagierst viel zu verkrampft. Ach, und hallo Cousine zweiten Gerades." Sirius trat einen Schritt auf Tonks zu. „Hallo mein Lieblings Cousin ." Sie umarmten sich herzlich. Und in Remus verkrampfte sich es ein wenig. Zwar wäre seltsam, wenn die beiden zusammen kämen, doch trotzdem war er tatsächlich ein wenig eifersüchtig.

„Kingsley." „Remus." Die beiden „Mitarbeiter" reichten sich die Hände. Ihnen sagte das Gefühl, dass sie sich fürchten mussten, dass es eigentlich Todesser waren. Sehr unsicher, aber es heißt man solle auf sein Bauchgefühl vertrauen.

Sie gingen in die Küche und Kingsley machte sich einen Tee, Tonks einen Kakao.
Danach setzten sie sich an den Tisch und besprachen die letzten Ereignisse, im Zaubereiministerium.
Jetzt war Tonks ernst. So wie immer, wenn es um wichtige Dinge ging.
Das albern sein, hat sie wohl definitiv von der Black-Seite zumindest ist Sirius auch so.
Das ist eine gute Sache von den Blacks, wie Sirius fand.

„So, ich muss. Wir sehen uns morgen, ich habe eben nicht immer frei."
Der Auror stand auf und sah Tonks sauer an.
Tonks grinste.
„Tja, auch wenn Mad-Eye immer gefühlskalt wirkt, hat er sich um mich Sorgen gemacht, also hat er mir eine Woche frei gegeben. Naja, eigentlich hat er das gefühlte Ministerium gesprengt, damit ich frei kriege."
Kingsley verdrehte die Augen.
„Einmal Tonks, immer Tonks."
Kingsley nickte ihnen nochmal zu, dann verschwand er aus der Wohnung.
„Ist Mad-Eye nicht in Rente?"
„Genau, Sirilein, deswegen musste er ja auch das Ministerium sprengen, um reinzukommen."

Remus zog eine Augenbraue hoch. Als die Aurorin, das sah, winkte sie ab.
„Spaß, ich habe eben frei. Jeder darf irgendwann frei haben." Sie grinste.
„Verstehst wohl keinen Spaß, was?"
Lupin riss entsetzt die Augen auf. „Was? Nein! Ich... ich... ich." „War nur'n Spaß. Nimm es nicht allzu ernst." Remus stieg die Röte in das Gesicht und am liebsten wäre er im Erdboden versunken.

Als Dora nach oben ging, drehte sich Sirius zu ihm: „Jaja, ,ich bin nicht in Tonks'. Das glaubst du ja wohl selbst nicht."
Der Werwolf schüttelte den Kopf. „Red keinen Stuss. Ich bin ein Werwolf, ich habe keine Chance." „Oh Mann, du und dein Selbstwertgefühl. Wir müssen daran dringend etwas ändern. Außerdem hast du gerade indirekt zu gegeben, dass du sie seeeehr magst."
Lupin strich nervös ein Haar aus der Stirn.
„Ja, ich mag sie. Ist das schlimm?" „Nein! Ganz und gar nicht, ihr passt gut zusammen! Jetzt müsst ihr nur noch zusammen kommen."
„Hallo? Padfoot? Ich bin ein Werwolf."
„Ja und? Juckt doch niemand." Sirius sah ihn ernst an. „Du musst über deinen Schatten springen!" Damit stand er auf, ging in sein Zimmer und ließ einen verdutzten Remus in der Küche.
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Hola Muchachos, 🌮
hier das „2.Kapitel" meiner kleinen Geschichte,
diesmal wieder etwas kürzer.
Ich freue mich über Feedback.
Bye Bye✌🏽
Nicky von Baum

Kennst du das? || RemadoraGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt