Dunkelheit. Kälte. Schmerz. Schluchzen. Dies alles nahm er wahr, aber genau konnte er nicht ausmachen von woher. Die Dunkelheit übermannte ihn. Doch da, ganz hinten ein Licht, es war klein und unerreichbar, fast unerreichbar.
Er trieb durch die schwarze Dunkelheit.
Seine ganze Kraft verbrauchte er, um den kleinen Hoffnungsschimmer nicht aus den Augen zu verlieren.
Plötzlich traf ihn etwas, nicht im Sinne, etwas wird nach ihm geworfen, nein, eher im gedanklichen Sinne. Es schien, als müsse er es packen und so packte er es auch. Seine ganze Willenskraft packte es.
Dieses Seil strahlte etwas gutes aus und dies überzeugte Remus.
Plötzlich hatte er das Gefühl, als würde er nach oben, zu dem Licht gezogen. Immer näher kam es und wurde immer größer.
Auf einmal hörte er etwas. Es klang irgendwie vernebelt und sehr weit weg, doch er erkannte diese altbekannte Stimme. Eine Welle von Liebe überrollte ihn.
„...du das?
Du möchtest etwas fragen, glaubst aber die richte Antwort nicht zu kriegen?"
Immer näher kam die Stimme, immer deutlicher war sie zu hören und immer trauriger klang sie.
„Kennst du das?
Du findest etwas Wichtiges, doch du kannst es nicht mehr kriegen?
Kennst du das?
Verdammt! Ich liebe dich doch!
Aber du wirst es nicht mehr erfahren."
Nun war ihm warm und ein wenig Licht gab sich zu erkennen.
Schluchzen und dann, Stille. Wie als hätte sich jemand erschreckt.
Es quietschte, eine Tür, stellte Remus fest, ohne wirklich die Ursache zu kennen.
„Dora, kennst du das?
Du findest etwas und möchtest es nicht mehr loslassen?", stöhnte Remus. Langsam richtete er sich hustend auf.
Sein Hals fühlte sich trocken an und all seine Glieder steif.
Dabei war er doch nicht lange tot gewesen, oder?
„R-remus?", rief Tonks erleichtert und verwirrt zu gleich.
Dann warf sie sich in seine Arme, woraufhin sie gleich wieder zu weinen anfing. „Sssssh. Ich bin da."
Zugeben wollte er es nicht, aber ihm tat alles weh. So das Gewicht von Tonks, auch obwohl er wusste, dass sie ein Fliegengewicht war.
„Und ich dachte du wärst tot", meinte jemand herablassend.
„So schnell wirst du mich nicht los", lachte Lupin.
Beide wussten, dass Sirius, das Geschehen von eben, nicht so gelassen aufgenommen hatte, wie er meinte.
Vorsichtig machte der Werwolf sich von der aufgelösten Tonks los. Wackelig stand er nun auf und ging auf seinen besten Freund zu. Doch Black war schneller, mit zwei langen Schritten war er bei Lupin und schloss ihn in eine feste Umarmung.
„Wie hast du überlebt, Moony? Einem Todesfluch überlebt man nicht!"
Ja, das interessierte Remus auch, aber er wusste es auch nicht. Nicht sehr helfend antwortete der ehemalige Professor mit einem Schulterzucken. „Ich weiß es auch nicht, Paddy, aber wir machen daraus jetzt kein großes Tram Tram, ja?" Nervös sah er sich um. Selber wusste er, dass vor Harry Potter noch niemanden einem Todesfluch überlebt hatte.
Black raufte sich die Haare. „Mann! Das ist überfordernd! Ich meine erst Harry, ja, ich weiß, das ist schon fast 15 Jahre her, aber trotzdem, und jetzt du. Und das alle in dem selben Jahrhundert." Lupin lachte leise. Aber trotzdem dachte er über die letzten paar Stunden nach. Es war einfach nur komisch! Wie man wusste ist der Todesfluch eben tödlich und niemand konnte ihn überleben, außer man hieß Harry Potter, aber er war eine Ausnahme, immerhin hatte Lily sich für ihn geopfert und dadurch eben einen Liebesbann frei gesetzt, oder sowas ähnliches.
Verzweifelt ließ sich Remus auf den Sessel fallen, Tonks Augen immerfort auf ihm liegend.
Sie hatte Angst, dass er jeden Augenblick wieder sterben könnte. Kurz blickte er sie an und ein kleines Lächeln huschte über seine Lippen.
Ihre blauen Augen ruhten auf ihm, ihre bonbonrosa Haaren umrahmten ihr herzförmiges Gesicht.
Auch jetzt fiel ihm wieder auf, wie schön sie eigentlich war. Plötzlich hatte er den unwiderstehlichen Drang einfach in die Arme zu nehmen und sie zu küssen. Doch gleich darauf hätte er sich selbst Schlagen können, er war ein Werwolf, ein verdammter Werwolf. Er durfte es nicht! Schnell sah er wieder auf seine Hände, die sich automatisch zu einer Faust gebildet hatten.
Sein Gespräch mit Lily schien er vergessen zu haben.
Jetzt zeigte sich einfach wieder deutlich sein Dasein als Werwolf.
Tonks sah den Mann, der von dem Toten auferstanden war, die ganze Zeit ungläubig an.
Sie verstand es auch nicht, wie er einfach so wieder leben konnte, doch sie freute sich und das sehr.
Gerade überlegte sie, ob es vielleicht wichtig sein könnte und es deshalb mit dem Orden besprechen sollte, als ihr einfiel, was sie eigentlich zu Remus gesagt hatte.
Sie musste nicht gucken, um zu wissen, dass ihre Haare feuerrot geworden sind und ihr Gesicht, wahrscheinlich einer Tomate glich.
Shit. Shit. Shit. Dieses Wort Schoß ihr nun die ganze Zeit durch den Kopf und nervös wippte sie mit den Füßen herum.
„Ist was?" Besorgt wandte sich der jüngere Gryffindor zu seiner besten Freundin.
„Nichts, nichts", stammelte eben diese vor sich hin.
„Wisst ihr, mir ist gerade eingefallen, dass ich noch was machen muss."
Schnell rappelte sich auf und nahm den Weg zur Tür, in der, ungelengenderweise, Sirius lehnte und leider musste sie auch an Remus vorbei.
So schlau er war, wusste er, dass etwas nicht stimmte. Sofort griff er nach Tonks Handgelenk und drehte sie zu ihm.
„Ich kenne dich schon lange genug um zu wissen, dass etwas nicht stimmt."
Dora blickte überall hin, nur in seine Augen nicht. Vorsicht stand Remus auf. Nun standen sie sich gegenüber.
Mit einer kurzen Bewegung schob der Werwolf der Metamorphmagus eine verirrte Strähne, wieder zurück hinter ihr Ohr.
Nun konnte sie nicht mehr anderen und zog den Größeren zu sich.
Aus Reflexe heraus legte Lupin seine Hände an ihre zierliche Hüfte. Und schon bald merkte er ihre an seinem Nacken. So standen sie sich für Sekunden gegenüber. Dann hielt es Remus nicht mehr aus und legte seine Lippen auf die ihrer.
Es fühlte sich perfekt an. Seine leicht rauen auf ihren weichen.
In beiden explodierte ein kleines Feuerwerk.
Und so standen sie länger da.
Selbst Sirius Black störte sie nicht.
Nach einiger Zeit lösten sie sich und lächelten sich an.
Doch dann:
„Nein, was ich getan hab war falsch. Es tut mir Leid, Tonks."
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Hier ist mal die Schwester, dieser wunderbaren Autorin.
Hm, gar nicht so schlecht was sie schreibt.
Naja, ich hoffe ich kriege jetzt meine versprochene Schokolade.
Ciao ✋
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Kennst du das? || Remadora
FanfictionRemus und Tonks haben eine Mission. Gemeinsam! Zusammen mit Sirius, welcher die beiden eh verkuppeln möchte. Allerdings gibt es da ein Problem. Dieses Problem heißt: Remus Lupin. Er ist ein Werwolf und sieht sich als Monster an. Und niemand kann es...
