Nachdem sie sich wieder los ließen, schüttelte Remus verwirrt und glücklich zu gleich den Kopf.
„I-i-ich kann es nicht glauben!"
James lächelte. „Wir schon! Wir haben es schließlich gesehen."
Lupin blickte ihn fragen an, doch Potter machte nur eine wegwerfende Handbewegung.
„Nicht der Rede wert. Außerdem wirst du, das noch früh genug kennenlernen. Vielleicht, zumindest...", fügte er noch leise flüsternd, hinzu und wirkte auf einmal ein wenig traurig.
Seine Augen hörten, für einen kleinen Augenblick, auf zu funkeln, wie sie es sonst immer taten.
Der Werwolf brummte skeptisch etwas. Irgendwas verbarg sein Freund, aus einem unergründlichen Grund.
„Naja, jetzt bist du erstmal hier." Euphorisch legte sein Freund, den Arm auf seine Schultern und blickte m die Ferne. Kurz lachte Lupin.
„Du bist genauso wie früher, Prongsie." Spielerisch schubste James Lupin ein wenig zur Seite.
„Wehe du nennst mich, noch einmal „Prongsie"! Sonst...", das Ende ließ er bedrohlicherweise offen.
„Wohw, komm runter Prongsie."
Er lachte wieder und trat zur Seite, als James ihn wieder schubsen wollte.
„Wie war's hier? So ohne uns?", fragte Lupin neugierig und konnte sich nicht vorstellen, dass es ohne den anderen Rumtreibern, hier lustig war.
Da trat das erste Mal, seit fünfzehn ungefähr Jahren, sein Rumtreiberego zum Vorschein.
„Lupin, unser Einfluss war nicht gut."
Der Hirschanimagus nickte zu seinem Satz bestätigend.
„Ich war schon immer so, nur ihr habt es weiter herausgeholt."
Potter sah, ihn Augenbrauen hochziehend, an.
„Jaah, klar! Das glaubst du wohl selbst nicht."
Remus hob geheimnisvoll eine Augenbraue.
Tja, Lupin ist nicht immer so schüchtern. Zumindest was seine Ehre angeht, bei Liebe, und sowas, knickt er weg.
Nun sah sich James neugierig um.
„Hogwarts, also?" Er drehte sich einmal um die Achse. „Äh, wie meinen?" Lupin blickte sich auch um.
„Naja, jeder hat, wenn man tot ist, ..., wie erklärt man das? Uff, ich sage mal, ein eigenes Reich. Da wo man sich am wohlsten fühlt. Und bei dir ist es wohl Hogwarts, oder das Gelände." „Wohl war", bestätigte der andere Gryffindor.
„Seit wann so...?" Er holte mit den Armen ein wenig aus, um nach ein passendem Wort zu suchen. „...so eine Wortwahl?"
Lupin sah in das Gesicht seines Freundes, dann lächelte er und verschanzte seine vernarbten Händen, in den Taschen seines Mantels.
„Seit ich dich wiedersehe. Schließlich wollen wir ja nicht, dass deine Wortwahl nicht mehr angemessen ist, oder?"
Sie lachten ausgiebig und legten einen Arm um den jeweils anderen. Gemeinsam blickten sie über den schwarzen See.
„Wie in alten Zeiten", seufzte James. „Fast zumindest." Und kurz blickte er traurig drein. „Ja, wäre Padfoot hier", murmelte Remus James unausgesprochenen Gedanken aus.
„Und dieser Verräter an Rate auch tot!" Wütend ballte Potter seine Händen zu Fäusten und ließ von Lupins Arm ab.
Seine Augen funkelten entschlossen.
„Wenn er irgendwann hier ist, dann statten wir ihm alle einen Besuch ab, dann geht es zur Sache!"
Bedrohlich richtete er sich auf und wirkte größer, als sonst.
Trotzdem überragte Lupin, ihn um einiges.
„He, Prongs, nicht so wild! Schließlich habe ich auch noch etwas gut."
Kurz schaute der andere Gryffindor zu seinem Freund.
„Ich habe doch gesagt, dass ihr mit könnt."
„Ja, aber so wie du gewirkt hast, hatte ich Angst, dass du ihn allein erledigst."
„Und wenn, hier kann man meiner Meinung nach, nicht ein zweites Mal sterben."
„Ja..." Lupin sah sich nervös um, so brutal wollte er dann nicht sein, dies war nicht seine Art.
„Hast du nicht gesagt, dass noch wer kommt?"
Plötzlich änderte sich James Gesichtsausdruck drastisch.
Er blickte verräumt und hätte sich wahrscheinlich fast eine Strähne um die Finger gewickelt.
Natürlich konnte sich der Werwolf dadurch denken, wer kommt. Er schmunzelte.
„So verliebt wie eh und je."
Verdutzt drehte der schwarzhaarige seinen Kopf zu den anderen Mann.
„W-was? Ach so, ne, so verliebt bin ich nicht mehr", bestritt er.
Lupin nickte, nicht wirklich, glaubend, mit dem Kopf.
Auf einmal wechselte Potter das Thema:
„Es ist komisch, dass du jetzt älter bist, als ich."
Der blonde schnaubte. „War ich, das nicht schon immer?" „Ja, aber, dass du soo alt bist."
„Danke." Schmollend verschränkte der „alte Mann" die Arme vor der Brust und drehte sich demonstrativ weg, dadurch blickte er in alte bekannte Augen.
Er riss den Mund auf. Und die Frau vor ihm erlitt seelisch einen Herzstillstand, so wie es aus sah.
Ihr roten, wahrscheinlich unbändigen, lockigen Haare glitten ihr in Wellen über die Schultern und ihre grünen Augen glitzerten ihn, freudestrahlend und aufgeregt zu gleich an.
Der Mann wusste auch so, dass der Animagus hinter ihm ein wenig eifersüchtig war.
„Remus!", krächzte sie und sprang ihm um den Hals. So standen sie ein wenig da und drückten sich. Nach einiger Zeit ließen sie sich wieder los.
„Lily! Ich habe dich vermisst."
Remus lächelte sie schief an.
„Und ich erst! Mein verehrter Ehemann war da ach keine Hilfe, der hat mich jeden Zag vollgeweint, weil er euch nicht mehr sehen kann."
Ihr Gegenüber schluckte einmal trocken, grinste aber tapfer.
„Oh, tut mir Leid, jetzt siehst du Tonks auch erst in Jahrzehnten wieder."
Sie schabte beschämt, mit dem Fuß, auf dem Boden herum. Doch wenn sich Remus nicht verhört hatte, hatte sie noch was hinterher geschoben. „Ach..., ist doch nicht so schlimm." Er machte einen wegwerfende Handbewegung.
„Nein, das glaube ich nicht. Du möchtest sie, sogar mehr als das und jetzt siehst du sie, wahrscheinlich erstmal, nie wieder."
„Das stimmt gar nicht, ich bin nicht in sie verliebt. Ich sehe sie nur als gute Freundin."
Lily lächelte ihren besten Freund warm an.
„Das sieht ein Blinder mit Krückstock, dass du in sie bist."
„Ein was?" Verwirrt schaute Potter zwischen den beiden anderen hin unser her.
Entnervt stöhnte seine Frau.
„Egal. Ich bin hier gerade am Reden, wie du vielleicht siehst. Wenn du das Mädchen wieder siehst, dann sag es ihr!"
Lupin schüttelte den Kopf. „Ich bin ein Werwolf, viel zu alt und zu arm, zu gefährlich!", zählte er die altbekannten Aspekte auf.
Doch seine Freundin schüttelte resigniert den Kopf. „Jetzt verstehe es doch, niemand verurteilt dich deswegen und Tonks erst recht nicht. Eher würde sie sich selber umbringen."
Der Werwolf kaute auf seiner Unterlippe herum und dachte nach. Er mochte Tonks wirklich gerne, doch er hatte Magst vor einer Beziehung. Was wenn seine Genen vererbbar sind? Oder er Tonks weh tat? Das könnte er sich nie verzeihen.
Lily schien seine Gedanken lesen zu können und nahm aufmunternd seine Hand, nebenbei ignorierte sie den vorwurfsvollen Blick von James, und sah ihn eindringlich an.
„Wenn du sowas nochmal zu dir denkst, dann prügel ich dir diesen einen Gedanken aus!"
Sie klang nicht, als würde sie scherzen, also nickte der Mann schnell und versprach sich selber, dass er es Dora irgendwann sagen würde.
„Aber vielleicht siehst du sie auch schon früher wieder", holte Potter plötzlich seinen Freund aus den Gedanken.
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Hier das nächste Kapitel.
Mal sehen, ob er es Tonks wirklich irgendwann sagen kann.
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Bye Bye ✌🏽
Nicolas von Apfelbaum
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Kennst du das? || Remadora
FanfictionRemus und Tonks haben eine Mission. Gemeinsam! Zusammen mit Sirius, welcher die beiden eh verkuppeln möchte. Allerdings gibt es da ein Problem. Dieses Problem heißt: Remus Lupin. Er ist ein Werwolf und sieht sich als Monster an. Und niemand kann es...
