10.Kapitel

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Kurz hatte er nicht aufgepasst und schon flog ein grüner Fluch auf ihn zu, schnell trat er zu Seite, doch dafür flog der Fluch nun auf Dora und Remus zu.
Sirius wollte Lupin anschreien, dass er sich aus der Flugbahn stellen soll, doch seine Stimme blieb vor Schock im Hals stecken, was sehr selten vorkam.
Der braunhaarige Todesser, vom Anfang, lachte höhnisch.
„Wer jetzt noch sagt, dass ich es nicht ernst meine, den bring ich auch um!"
Black wandte sich wütend zum ihm, doch schon disapparierte er mit seinen Kumpanen weg. Feigling!
Doch das hinderte nicht, dass der Fluch weiter zu seinen Freunden flog...

Langsam öffnete Tonks die Augen. Ihr Kopf dröhnte und auch taten gefühlt all ihre Knochen weh. Sie richtete sich unter Schmerzen, leicht auf und erkannte verschwommen, dass jemand vor ihr war. Es war für sie schwer zu erkennen, ob er kniete, doch irgendwie sah es so aus, als würde er springen. Dann blitzte etwas grünes auf, verschwand, aber gleich darauf wieder.
Sie stöhnte leicht und stützte sich mit einer Hand ab, mit der anderen rieb sie sich über die Augen. Dann blinzelte sie noch mal kurz.
Sie hörte einen Schrei, doch keinen Schmerzensschrei. Es hörte sich irgendwie außer tieferer Bedeutung an.
Nun richtete sie sich schwankend auf und griff nach dem Geländer, welches sich neben ihr zu erkennen machte.
„R–r–Remus? H–hörst, d-d-u m-mich? B-bitt-te me-lde d-dich!", schrie jemand und kurz sah sich Tonks verwirrt um, bis ihr Blick an zwei Personen hängen blieb. Die eine lag in den Arme der anderen und schien sich nicht zu bewegen. Sie zuckte zusammen, als ihr schmerzlichst klar wurde wer das war. „Nein!", nuschelte sie und wankte zu ihrem Cousin und ihrem besten Freund. „NEIN!" Sie ließ sich neben Sirius fallen und blickte verzweifelt auf das kalkweiße Gesicht Lupins hinunter. „Sirius bitte-bitte sag mir nicht, dass er... dass er..." Sie sprach es nicht aus, sondern schlug sich nur die Hand vor dem Mund und schluchzte trocken.
Black sah zur Seite, doch Dora erkannte deutlich, dass Tränen in seinen Augen glitzerten.
„Das kann n-nicht w-ar s-sein!" Die Metamorphmagus sah den Animagus sauer an. „S-sag mir, d-dass du-du lügst!" Als der Black nicht antwortete, schob sie noch ein flehendes: „Bitte!" hinterher.

Es herrschte für einige Zeit Stille und niemand sagte etwas, so war es für die junge Aurorin klar. Sie ignorierte all ihre kleinen Wehwehchen, sie achtete nur auf dienGefühle, die gerade am meisten zu erkennen waren:
Schmerz. Trauer. Und Verzweiflung. Alles mischte sich zusammen, wie ein Topf voller Suppe. Die Tränen rannten ihr über die Wangen, hinunter zum Kinn und tropften zu Boden.
Ihr Haar zeigte, wie sie sich fühlte. Es war brauner geworden, nicht, wie als sie ohnmächtig geworden ist.
Nein, es war fast schon farblos. Das Mausbraun mischte sich mit grau und die Haarspitzen sind automatisch stumpf geworden.
Es zeigte so gar nicht die eigentliche Tonks, im Gegenteil. Selbst Mad-Eye hätte sich jetzt Sorgen gemacht.
Sirius schluckte mehrmals heftiger und murmelte etwas: „B-bitte Re-remus, du-du kannst do-doch je-tzt ni-nicht st-erben. We-wenn du-du je-jetzt ge-gehst, da-dann bring-bring i-ich di-ch u-um."
Es war ein unglaubliches Phänomen, dass der SIRIUS ORIN BLACK weinte, er weinte.
„Du sol-lst mi-mich nicht au-auch no-ch allein-lein la-ssen."
Tonks legte zitternd einen Arm, um ihren Cousin zweiten Gerades, wandte den Blick aber von dem Werwolf. Es war zu schwer wegzusehen. Erst jetzt fiel ihr das grüne Licht vom Anfang auf.
„Der Todesfluch! Bitte sag mir nicht, dass ihn den Todesfluch umgebracht hat." Wenn es so war, konnten sie ihn nicht mehr zurückholen, nicht heilen.
Sirius lächelte verkrampft. „Doch, der Todesser vom Anfang war es. Moony hat dich gerettet." Es war der erste Satz, den er richtig aussprechen konnte. Frustriert boxte Tonks in die Luft und ein zweiter Heulkrampf übermannte sie.
Wieder machte sich der Schmerz in ihr breit.

Es war, als würde sich ein tiefes Loch in ihrem Herz breit machen.
So, als würde etwas aus ihr rausgerissen werden.
Ihr wurde nun noch härter bewusst, dass sie Remus nie wieder treffen würde.
Sie könnte ihn nie wieder, zusammen mit Sirius, auf die Nerven gehen.
Nie wieder mit ihm auf Missionen gehen.
Nie wieder seine Schokofrösche ablabern.
Nie wieder seine Umarmungen spüren.
Nie wieder seinen Geruch, aus Tee und besonders Schokolade, einatmen können.
Nie wieder in seine wunderschönen grünen Augen blicken.
Nie wieder sein Lächeln sehen.

Sie vermisste ihn jetzt schon. Sie hatte sich bei ihm immer geborgen gefühlt, zu Hause.
In seinen Umarmungen hatte sie sich sicher gefühlt, doch sie würde es nie wieder spüren können.
Es war schrecklich! Alles in ihr verkrampfte sich und zog sich zusammen.
Sie lehnte sich leicht an Sirius, welcher die Augen zusammen gepresst hatte und auf seiner Lippe herumkaute. Ihr Arm war von seiner Schuler hinunter gerutscht und hing nun nutzlos an Tonks Schulter. Sie konnte, wollte sich nicht bewegen.
Es schmerzte zu sehr.
„Die Rumtreiber sind Geschichte! Ein Rumtreiber? Das ist wie eine Verpackung, ohne Schokolade. Eine Tasse, ohne Tee.
Eben Rumtreiber, ohne Rumtreiber", murmelte er.
Irgendwas in Tonks sagte, dass es nicht Vorbei sein konnte. Sie mussten weiter kämpfen, für Remus! Für James! Für Lily!
Einfach für alle! Sie zwang sich aufzustehen, beinah knickte sie weg, doch sie hielt sich weiter auf den Beinen.
Sie blickte auf den regungslosen Remus Lupin hinunter, dann zu Sirius. Sirius sah zur ihr hoch, als sie ihm eine Hand hinhielt, schüttelte er den Kopf. „Tonks... Ich kann nicht." „Und ob du kannst!" Ihre Stimme hörte sich kratzig und hohl an, doch sie versuchte so fest zu klinge, wie möglich.
„Sirius, Remus hätte nicht gewollt, dass wir, wegen ihm trauern. Er hätte gewollt, dass wir weiterkämpfen, besonders jetzt."
Black sah sie weiterhin zögernd an. „Erklär mir, wie wir jetzt noch weiterkämpfen können?"
„Wir haben Remus immer noch in unserem Herzen. Außerdem bist du immer noch ein Rumtreiber und ich irgendwie auch. Immerhin bin ich mit dir Verwandt und ich habe genauso viele Streiche gemacht, wie ihr. Nur vielleicht nicht so gute."
Sirius lächelte leicht. „Du bist einmalig!" „Oh ja, das bin ich." Sie lachten das erste Mal wieder ein wenig. Dann reichten sie sich die Hände und Tonks zog den Black vorsichtig hoch. Der Animagus war darauf bedacht seinen Freund in den Armen nicht zu verletzten.
„Gehen wir nach Hause. Du bist schwach und ich glaube unsere Mission ist eh nach hinten losgegangen."

Zitternd legten sie den Weg zum Grimmauldplatz ein. Sie hielten sich gegenseitig an den Händen. Irgendwie gaben sie sich dadurch Kraft und Mut. Sie würden weitermachen! Egal, was passiert. Sie mussten einfach!
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Keine Sorge, das ist noch nicht das Ende, falls es so rüberkam.
So, ich fand es schön auch Mal in Sicht von den beiden zu schreiben. In meiner alten Version war das nicht so.
Aber allgemein, habe ich einiges auch umgeschrieben und die Länge ist auch um einiges gewachsen.
Natürlich würde ich mich über Feedback freuen. :))))
Habt'nen schönen Tag! Bleibt Gesund!
Bye Bye ✌🏽
Nicky von Apfelbaum

Kennst du das? || RemadoraGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt