Ich schloss die Augen. Jetzt war es aus. Weshalb hatte ich nicht schon vorhin den Diebstahl gebeichtet? Ich war selbst schuld, wenn sie mich jetzt herauswarfen. Tränen schossen mir in die Augen, die ich blinzelnd verdrängte. Nie mehr, nie nie mehr würde ich stehlen, das schwor ich mir. Selbst wenn ich deshalb umkommen müsste. Aber diese Sache mit El und Louis hatten mir gezeigt, wie falsch das war. Ich wollte nicht falsche Dinge tun. Ich wollte ein ehrlicher, ehrbarer, liebenswürdiger Mensch sein, dem man vertrauen konnte.
"Der Geldbeutel sieht aus wie deiner, Lou.",meinte auch schon El mit leichtem Misstrauen in der Stimme.Mutlos öffnete ich die Augen und sah sie an.
"Das ist aber nicht meiner. Du hast uns nicht gestohlen. Du hättest es uns gesagt, nicht wahr Mella? "
Louis lächelte mich an, seine Augen strahlten Vertrauen und keinerlei Zweifel, das er sich getäuscht haben könnte, aus.
"Jja."stotterte ich. Mein Herz raste. Hatte ich vielleicht Glück? Würde er den Geldbeutel,ohne hinein zu sehen weglegen?
Er nickt, noch immer lächelnd, warf noch einen kurzen Blick auf das Portmonee und legte es dann auf den kleinen Nachtisch neben dem Bett, in dem ich momentan lag.
Erleichtert seufzte ich. Er hatte das gestohlene Geld nicht entdeckt.
“Alles okay?“, fragte Louis plötzlich. Erst jetzt merkte ich, dass mein Seufzen etwas laut und auffällig gewesen war. Hastig nickte ich.
“Jaja, alles gut.“
“Na dann, ich glaube du brauchst Ruhe. Ich bin unten, wenn du mich brauchst“, sagte er und verschwand.
“Kommst du dann auch El?“, rief er noch vom Flur aus.
“Ja, ich bin gleich bei dir!“, antwortete Eleanor, die noch neben meinem Bett stand, “Ich will nur kurz mit Mella reden.“
“Ok, aber beeil dich, ich brauch deine Meinung zu einem neuen Song. Wir finden, dass er noch verbessert werden muss und brauchen Meinungen.“
So lief das also ab, wenn die weltberühmten Jungs nicht weiter wussten. Sie fragten einfach ihre Freundinnen.
Ich musste mir ein Lachen verkneifen. So hatte ich es mir nicht vorgestellt. Ich hatte immer gedacht, dass Musiker immer tausende Ideen hatten und alle Songs sofort perfekt waren, was aber doch sehr unrealistisch war. Schließlich waren sie nur Menschen, keine Magier.
Schließlich unterbrach El das Schweigen:
“Ich glaube dir nicht. Ich bin mir hundertprozentig sicher, dass es Louis' Geldbeutel ist. Ich behalte dich im Auge.“
Noch während ich in meinem Kopf ihre Worte durchging, stand sie auf, griff nach dem Portmonee und verließ das Zimmer. Durch den Spalt der Tür sah ich nur noch, wie sie den Geldbeutel mit voller Wucht auf den Boden warf und die vielen Münzen herauskullerten.
In mir wuchs Misstrauen und wenn ich ehrlich zu mir selbst war, auch ein bisschen Angst. Ich hatte so was nicht erwartet und wusste nicht, was sie jetzt tun oder sagen würde. Ich war wehrlos, lag ohne Schutz mit einem gebrochenen Bein im Bett und könnte mich im Falle eines Angriffs nur mit den Armen und Händen wehren, die ich über die Jahre auf der Straße schon trainiert hatte, aber nicht viel bringen würden.Okay, du denkst zu weit, Mella. El ist total nett und fürsorglich, warum sollte sie dich jetzt angreifen? So eine Person ist sie nicht, sagte ich mir in Gedanken selbst. Ich musste mich beruhigen.
Mit einem seltsamen Blick, den ich zuvor nie auf Els Gesicht gesehen hatte, drehte sie sich zu mir. Sie lächelte nicht, wie sie es in Louis' Anwesenheit immer getan hatte, sondern hatte ihre Lippen zu einem ausdruckslosen Strich geformt. Ihre sonst so sanft dreinblickenden Augen funkelten jetzt merkwürdig und ließen einen kalten Schauer über meinen Rücken fahren.
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I'll help you to begin again */vorübergehend pausiert/*
Fiksi PenggemarMella ist eine Ausreißerin,obdachlos und ohne Geld. Um zu überleben klaut sie. Doch sie ahnt nicht, das der Junge, dem sie den Geldbeutel gestohlen hatte der reiche Superstar Louis Tomlinson ist. Durch Zufall begegnet sie ihm wieder... ... und eine...