Jeder kennt sie, diese Paare, die irgendwie zueinander finden und sich nie wieder trennen, dass sind dann wohl Traumpaare.
Sie knutschen in aller öffentlichkeit herum und haben gar keinen Grund dazu, machen pausenlos Fotos von sich und halten Händchen.
Genauso sind Lucy, Anna und Linn, nir dass sie nicht ineinander verliebt sind, sie sind beste Freundinnen, machen pausenlos Fotos und halten Händchen, auch haben sie sich auf ganz abnormalen Art gefunden. War ja klar! Eines Tages, brachte Luke seinen one night stand namens Lucy nach Hause, sie sollte eigentlich nur bis zum Frühstück bleiben und dann wieder gehen.Als sie sich gerade die Cornflakes nahm, kam Linn in die Küche, vir drei Jahren, war dass gewesen. ,,Hi.", murmelte Linn, Lucy drehte sich über-rascht um. ,,Tut mir leid ehm...", setzte sie an. ,,bist du...", weiter kam sie nicht, Linn wusste schon was sie sagen wollte und antwortete ganz schnell:,, Nein, keine Angst. Mein Brüderchen erzählt halt nicht immer alles.", Linn musste kichern, so hatte sie noch nie über ihn geredet. ,,Bruder?", fragte Lucy nochmal nach um ganz sicher zu sein. ,,Naja nicht so ganz.", bei den Worten stockte Lucy der Atem. ,,Er ist eigendlich mein Cousain, aber wir sind unter dem selben Dach aufgewachsen, also... ja, Bruder, so kann man es sagen." Lucy war ganz erleichtert. ,,Und ich dachte schon.", kicherte sie.
Gemeinsam aßen sie dann Frühstück, am Nachmittag war Lucy immer noch da, Luke war schon ganz verwirrt, als sie dann kurz mal auf dem Klo war, zerrte er Linn in eine Ecke und fragte im Flüsterton:,, Was macht die denn noch hier?", Linn seuftzte leise. ,,Sie ist ganz nett.", entgegnete Linn, sie hatte damals keine richtige Freundin, nicht mal eine falsche, naja, wie auch immer. Linn fügte noch ernst hinzu:,, Also, Lucy wird jetzt meine neue beste Freundin, du wirst nicht mit ihr Vögeln! Außer du bist der Meinung es könnte ernst werden." Luke runzelte die Stirn, er schnappte Luft um etwas zu sagen, aber da hörten sie auch schon die Schritte auf der Treppe, die Lucys kommen ankündigten.
,,Ist irgendwas?", fragte sie dann als Luke schon weg war. ,,Nein, passt alles.", entgegnete Linn mit einer tiefen stockenden Stimme. Jeder der sie gut kannte, wusste dass sie log, aber naja, Lucy eben nicht.
Nachdem Linn erfuhr dass Lucy keine Bleibe hatte, willigte sie ein dass sie hier übernachten durfte, sie kauften ein zweites Bett, dass später Annad wurde.Wenn man raten sollte wie Anna zu den beiden gefunden hatte, würde man wahrscheinlich denken: 'genauso wie Lucy.', aber nein, Anna war ganz anders zu ihnen gekommen, zwar hatte es schon etwas mit Luke zu tun, aber nicht so direkt wie bei Lucy.
Es war ein halbes Jahr später als bei Lucy, die beiden hatten sich totall gut angefreundet, sie waren nicht mehr zu trennen, ohne Ausnahme! Alles passierte gemeinsam.
Es war ein regnerischer Tag, Lucy und Linn saßen auf der Couch in deren Zimmer, aßen Chips und tranken Bier. ,,Ich war noch vier Jahre alt.", begann Linn zu erzählen. ,, in dem Alter, wusste ich auch noch garnicht was Krebs war, ich hatte keine Ahnung, erst als ich merkte wie sehr meine Mutter niedergeschlagen war wusste ich wie ernst es war. Mein Vater hatte uns schon vor meiner Geburt verlassen, er war nämlich verheiratet gewesen, naja, jetzt würde ich ihm am liebsten in den Arsch treten, aber was solls... Immerhin, bei meiner Mutter wurde Leukämie diagnostiziert, vier oder waren es fünf? Ich weis nicht mehr, jedenfalls starb sie sehr bald, ab dann wusste ich, dass ich Ärtztin werden wollte, ich wollte Menschenleben retten, dass will ich auch Heute noch, ich werde einmal Medizin studieren." Lucy war mit dem erzählen fertig, die Geschichte hatte Linn sehr mitgenommen, immerhin war sie ja auch ein wenig ähnlich wie ihre eigene. ,,Ich möchte einmal Cardiologin werden.", stimmte Linn Lucy zu. ,, Ich werde auch Medizin studieren.", Lucy war ein wenig überrascht, Linn jedoch nicht, immer hin waren die beiden "Seelenverwandte", oder wie Luke immer sagte: "die verrückten Schwestern".
Lucy wollte gerade wieder etwas entgegnen als Luke ins Zimmer stürmte und rief:,, Wir müssen los!", die beiden Frauen waren ein bisschen verwundert. ,,Hä?", traute sich Linn zu sagen, was war denn bloß los? So aufgeregt war Luke wirklich nur, wenn er in richtigen Schwierigkeiten steckte.
,,Bei Oma wurde ein Hirntumor entdeckt!", rief Luke ganz außer sich. Lukes Oma war die Mutter seines Vaters, der schon vor Jahren verstorben war. Auch Linn mochte die alte Dame sehr gerne. ,,Lucy?", fragte Linn jetzt. ,,Klar komme ich mit.", entgegnete diese jetzt ganz entschlossen. ,,Okay!", Luke hetzte die beiden wie verrückt. ,,Ist ja schon gut Luke.", besänftigte Linn ihren Cousain ganz freundlich. ,,Alles ist gut.", half auch Lucy jetzt mit. ,,Du bist nur zu aufgebracht. Beruhige dich erst mal."
Nachdem Luke ganz tief ein und aus geatmet hatte, rannten sie hinaus und riefen ein Taxi. Sie warteten im Regen, Linn und Lucy hatten noch ihre Jogginghosen an, die sie den ganzen Tag schon trugen. Es war cirka zwei Uhr Nachmittags, die beiden haben Ferngeschaut und geplaudert und, dass darf man auf keinen Fall vergessen, gegessen wie die Bären haben sie auch.
Als dass Taxi vor ihnen stehen blieb, riss Luke die Tür auf und sprang hinein, er sagte die Adresse vom Krankenhaus schnell auf, der Taxifahrer fragte ob einer von den dreien schwer verletzt wäre.
,,Nein.", erklärte Linn. ,, Seine Oma hat Krebs, er wurde gerade eben diagnostiziert." der Taxifahrer schaute ganz mitfühlend und fragte:,, Sie sind dann wohl seine Freundin, oder?" ,,Nein.", entgegnete Linn lachend. ,,Mein Cousain." Der Fahrer nickte Verständnisvoll. ,,Gleich sind wir da.", meinte er, in der nöchsten Straße hielt er an. Das Krankenhaus war nicht zu übersehen, groß rang es den Himmel empor. Für Luke musste dass ein schrecklicher Ort sein, für Linn war es nicht ganz so schlimm, aber Oma Greta war immer sehr nett zu den beiden gewesen.
Wenn Linda mal länger arbeiten musste, kam sie vorbei und laß den beiden Geschichten vor, oder sie erzählte ihnen eine. Linn hatte immer genau zugehört und sich alles ganz genau gemerkt.
Schon als kleines Kind war sie wie eine Datenbank, sie konnte ein Buch lesen und es ein Jahr später Wort für Wort auf einen Zettel schreiben, wie gesagt, hatte sie ein Photographisches Gedächnis.
,,Was braucht ihr denn so lange?!", rief Luke den beiden Mädchen zu, er war schon auf halben Weg zum Krankenhaus, die Mädchen allerdings, zahlten noch das Taxigeld.
Höflich wie er war, verabschiedete sich der Fahrer und wünschte ihnen viel Glück bei Greta, dann fuhr er weiter, um den nächsen von einem zum anderes Ort zu fahren.
Die Mädchen eilten Luke hinterher, der Regen fiel was das Zeug hielt, er prasselte ohne Pause auf den Betong.
Mit den Händen über dem Kopf eilten sie ins innere des Spitals.
An der Auskunft fragte Linn ruhig:
,,Wo finden wir Greta Schalk.", dass war ihr voller Name.
Luke war viel zu aufgebracht um etwas zu sagen. Der Schweis tropfte ihm von der Stirn, dass konnte man ihm ansehen. Er hatte natürlich eine riesen Angst um Greta, Linn konnte dass nachvollziehen, als ihre Mutter in diesem Krankenwagen gelegen hatte, war sie fast ohnmächtig vor Angst.
,,Warten sie einen Moment, ich rufe den zuständigen Chirurg.", sagte die Dame mit einer spur von Zärtlichkeit in der Stimme. Linn nickte und ging jetzt zu Luke der nur verstört da stand und kein Wort von sich gab, seine Oma war das einzige, außer Linn, dass er hatte, seitdem Linda gestorben war. Für Linn war es damals auch schrecklich gewesen, als ihre Erziehungsberechtigten von einem Auto überfahren wurde.
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Freudentränen
AdventureAuf einer Weltreise kann vieles passieren, aber eigendlich sollte dass nicht negativ gemeint sein, Linn, Lucy und Anna erleben die schrecklichste Weltreise überhaupt. Nach einem Flugzeugabsturz, müssen Lucy und Linn ein Opfer bringen, ihr Gedächnis...