Das Nest der Schellen Stachel

367 19 4
                                        

Im Flug aktivierte ich meinen Fluganzug und segelte noch ein wenig durch die Luft. Nach einiger Zeit kehrte ich zur Klippe zurück. Hicks dürfte auf gar keinen Fall etwas von dem Tagschatten erfahren. Auch wenn Hicks und ich Freunde waren, ich konnte es einfach nicht riskieren, dass er etwas über meine zweite Gestalt erfuhr. In meiner Hütte setzte ich mich auf mein Bett und begutachtete meinen Bogen, er war aus fein geschliffenem Gronckeleisen gebaut und die Sehne war extra verstärkt. Ich diesem Moment ging die Tür auf:„Y/n, ich bin mir nicht sicher, aber wir würden jetzt zu Mala fliegen. Du weißt wegen was, naja und Hicks lässt mich fragen, ob du mitkommen möchtest, oder lieber hier die Stellung hältst.",sagte Dagur. Ich sah in an und sagte dann:„Ich bin gleich da und fliege mit."Schnellstens packte ich meine wichtigsten Sachen, Proviant und ein paar Messer, nur für den Fall, in eine Tasche und hängte sie mir um. Dann füllte ich meinen Köcher mit Pfeilen auf und schnappte mir meinen Bogen. Jetzt erst stellte ich mir die Frage, wie ich zur Insel kam. Mein Drache war ja laut Hicks total gefährlich und ich dürfte ihn auf gar keinen Fall mitnehmen. Etwa eine halbe Stunde später flogen los. Sturmpfeil trug den Käfig und die anderen hatten eine Art Traube um sie herum gebildet. Ich saß hinter Hicks auf Ohnezahn und sagte kein Wort. Die Drachenreiter unterhielten sich freudig, ich hingegen war still. Wie konnte ich Viggo helfen? Es wäre Selbstmord mit in das Nest zu springen. Dann merkte ich, wie ich Hicks von hinten sehr böse ansah. Es war wie ein Reflex, allerdings war ich tief in meinem Inneren auf verdammt sauer auf ihn. Er ließ jemandem einen schmerzvollen Tod sterben, ohne zu wissen wieso genau. Nach zwei Stunden wortlosen Flug, konnte man die Insel bereits am Horizont erkennen.

Mein Herz schlug schneller, als wir landeten. Mala und Trok kamen uns entgegen und begrüßten uns glücklich. Mehrere Wachen sperrten Viggo hinter Gitter. „Also der Plan ist, dass wir heute Abend ein Fest feiern und morgen mittags findet die Hinrichtung statt.",erklärte uns Mala, während sie uns unsere Hütten zeigte. Meine Gedanken waren durchgehen bei Viggo irgendwie musste ich ihm helfen. Ich blieb wach und mitten in der Nacht beschloss ich Viggo zu befreien. Den Punkt wie er von der Insel kommt, musste ich mir noch überlegen. Ich schlich mich leise in Richtung Gefängnis. Als ich ankam konnte ich zwei Wachen erkennen. Ich zog meinen Bogen und legte einen neu entwickelten Pfeil in die Sehne ein. Dann zielte ich und ließ ihn fliegen. Als er am Boden einschlug sprühte er Schlafmittel in die Luft. Eigentlich war es für Drachen gedacht aber es ging anscheinend auch bei Menschen. Schleunigst begab ich mich in den Kerker. Es war kalt und am Boden liefen mir Ratten entgegen. Ich sah mich um, dass niemand in den Zellen waren, die direkt neben mir waren. Schnell verzog ich mich in ein dunkles Eck und verwandelte mich dort in einen Tagschatten. Jetzt erkannte mich niemand mehr und ich musste Viggo nur noch finden und befreien, dann würde ich ihn als Drache zurück zu seinem Boot auf unserer Dating Insel bringen. Ich schlich mich weiter und tiefer in das Gefängnis hinein. Dann sah ich, wo Viggo eingesperrt war und wenn ich ein Mensch gewesen wäre, würde ich vermutlich weinen und schreien.

Y/n x Viggo Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt