Kapitel 7 - Abend

126 5 0
                                        

Ich gehe nun vor und stelle meine Tasche zum Eingang. „Ich bin jetzt fertig. Wir können jetzt gehen.", kündige ich mich an und gehe zu Taiga. Er legt seinen Arm um meine Taille und zieht mich zu sich. Ich werde sofort rot und lege meine um seine Schultern. „Das freut mich.", sagt Taiga und gibt mir einen Kuss auf die Lippen. „Wie schön. Unsere Tochter ist wieder glücklich.", höre ich meine Mutter sagen. Wir lösen uns wieder und schauen zu ihr. Ich lehne meinen Kopf an seinen und fange an zu lächeln. „Ihr seid echt süß zusammen.", sagt nun mein Vater. Ich werde noch eine Spur roter und spüre, dass Taiga seinen Griff etwas verfestigt. Ich schaue zu ihm und er lächelt mich an. „Natürlich sind wir das.", meine ich nun und Taiga nickt. „Müsst ihr nicht langsam los?", hören wir nun Tetsu und drehen uns zu ihm. „Stimmt ja. Ich muss nämlich noch etwas für zuhause besorgen.", meint nun Taiga und lässt mich los. Ich tue es ihm gleich und er steht auf. „Wir sehen uns dann morgen am Abend beziehungsweise morgen in der Schule.", verabschiede ich mich von meiner Familie und schenke ihnen noch eine Umarmung. Danach gehe ich mir die Schuhe anziehen und gehe mit Taiga an der Hand aus dem Haus.

Wir gehen nun zu einem Supermarkt und Taiga besorgt was er braucht. Ich bleibe daweil draußen und hole mein Handy heraus. *Eine Nachricht von Daiki? Was will er jetzt schon wieder von mir?* Ich öffne sie und lese sie mir durch:

Hallo Hana,

Ich kann mir denken warum du den gewählt hast. Er ist so, wie ich es damals war. Aber ich weiß, dass du eigentlich mich willst. Er ist nur ein Ersatz für mich und das wirst du schon bald merken. Ich bitte dich darum, dass du wieder zur Besinnung kommst und zu mir zurückkehrst. Wie gesagt ist er nur ein Ersatz, damit du das Gefühl los wirst, dass du eigentlich mich willst. Du weißt, dass meine Tür für dich immer offen steht. Du brauchst nur zu mir zu kommen.

LG Daiki

*Was soll das heißen? Ist er jetzt komplett bescheuert? Taiga ist kein Ersatz für ihn. Ich will Daiki nicht so wie er jetzt ist. Außerdem hat er es selbst gesagt, er wird nicht mehr zum liebenswerten Daiki von damals.*, denk ich mir enttäuscht. Ich möchte gerade darauf antworten, allerdings kommt in dem Moment Taiga und ich packe mein Handy wieder weg. „Ist was? Du hast beim hergehen auch schon so ausgesehen, als wäre was.", fragt er mich besorgt. „Was? Nein, alles gut. Themawechsel, was wolltest du eigentlich kaufen?", frage ich ihn nun. „Ich habe noch ein paar Sachen fürs Abendessen gebraucht. Was ich noch nicht erwähnt habe, ich lebe alleine und muss mich somit selbstverpflegen.", erklärt er mir lächelnd. „Achso verstehe.", gebe ich nun ebenfalls lächelnd von mir. Er nimmt nun meine Hand und ich werde wieder etwas rot. Wir gehen nun zu Taiga nach Hause.

Bei Taigas Wohnung

„Du wohnst in einer recht vornehmenden Gegend. Wie kam es dazu? Zumal du alleine lebst?", stelle ich nun fest. „Ich habe vorher mit meinem Vater hier gewohnt. Er ist dann wieder nach Amerika gezogen und hat mich hier, ich sag mal, zurückgelassen.", erklärt er mir. „Verstehe. Zahlst du sie?", frage ich ihn nun wissbegierig. „Nein, mein Vater.", antwortet er mir und ich nicke. „So hereinspaziert. Willkommen in meinem Heim.", heißt er mich willkommen und deutet in seine Wohnung. Ich trete ein und ziehe mir die Schuhe aus. „Fühl dich hier ganz wie zuhause.", sagt er nun und umarmt mich von hinten. Ich zucke kurz zusammen, da ich damit nicht gerechnet habe und werde wieder rot. *Taigas Umgebung ist anders als Daikis. Er ist kein Ersatz, Taiga ist anders. Ich liebe Taiga nicht, weil ich noch Gefühle für Daiki habe, sondern weil ich mich wirklich in ihn verliebt habe.* „Ich spüre, dass du etwas hast. Was ist los oder willst du nicht darüber reden?", fragt mich Taiga wissend. Ich zucke erneut zusammen. „Ich ehm- Nein, es ist alles gut.", rede ich mich falsch lächelnd heraus. „Ok? Aber wenn etwas sein sollte, ich bin für dich da und versuche dir zu helfen, wenn etwas ist.", sagt er ehrlich und ich nicke. „Ich behalte es im Hinterkopf.", meine ich und Taiga lässt mich los. Nachdem er sich ebenfalls die Schuhe ausgezogen hat, gehen wir in sein mehr als großes Wohnzimmer. Mir fällt sofort die Kinnlade herunter. *So groß? Da ist unser Haus ja klein im Gegensatz zu Taigas Wohnung. Zumal es noch weiter geht.* „Beeindruckt?", fragt er mich plötzlich. Ich schaue in sein wissendes Gesicht. Daher ich gerade nichts sagen kann, nicke ich. „Dacht ich mir. Wie gesagt habe ich vorher mit meinem Vater hiergelebt. Mach es dir daweil gemütlich. Ich muss noch kurz etwas erledigen.", sagt er lächelnd und ich nicke erneut. Er verschwindet nun mit meiner Tasche in einer der Räume.

Der 2. Schatten und ihre Lichter. (Aominexoc, Kagamixoc)Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt