„Okay, bitte zieh jetzt auch die Hose aus – hinter dem Paravent!" Schnell entledige ich mich meiner Jeans. Er steht hinter mir: „Einmal bitte nach vorne beugen bis zu deinen Füßen." Seine Hände tasten an meinen Lenden und den Rücken entlang. „Okay, du kannst die Hose wieder anziehen und dich auf die Liege legen. Wir schreiben nun erstmal ein EKG."
Während er das Gerät anschließt und hochfährt, lege ich mich hin. Routiniert verteilt er die Elektroden auf meinem Oberkörper: „Hast du irgendwelche eletrischen Geräte an dir?" Ich deute auf den Autoschlüssel. „Der sollte nicht stören. Hast du irgendwelche elektrischen Geräte in dir?" Ich schüttele den Kopf. „Warum nicht?" Er spielt auf ein fernsteuerbares Toy an und ich spüre, wie mir die Röte ins Gesicht steigt: „Es ist in meiner Tasche." „Soso...", wieder streift mich sein bedeutungsvoller Blick und er stöpselt die Kabel des Geräts an die Elektroden. Ich beobachte ihn dabei und versuche, mich auf meine Atmung zu konzentrieren. „Ruhig atmen, nicht bewegen und nicht sprechen!", kommt seine knappe Anweisung während er die Aufzeichnung startet. Wenig später hält er einen Ausdruck in der Hand und studiert kurz die Werte: „Das sieht soweit gut aus, nur die T-Welle ist im Grenzbereich, da sollte man bei Gelegenheit mal eine zweite Messung machen!" Stück für Stück entfernt er die Kabel und die Elektroden von meinem Oberkörper. Nach einem intensiven Blick tastet er meinen Oberkörper ab, erst seitlich, dann die Brust: „Tastest du deine Brust regelmäßig ab?" fragt er beiläufig, ich nicke. Die Berührungen sind angenehm fest. „Deine Brust solltest du regelmäßig eincremen, du hast hier ein paar trockene Stellen. Das Brustgewebe ist aber schön fest." Seine Hände wandern tiefer und palpieren meinen Bauch. „Okay, dann öffne mal deine Hose, ich würde jetzt gerne einen Ultraschall machen." Ich verschränke die Arme hinter dem Kopf und er klemmt mir ein paar Tücher in den Hosenbund und gibt Gel auf die Ultraschallsonde. „Es wird kalt!", warnt er mich, als er die Sonde an meiner linken Seite aufsetzt. „Niere, Milz - einmal tief atmen bitte – linker Lungenflügel", zeigt er mir meine Organe am Bildschirm und trägt erneut Gel auf den Schallkopf. Die Sonde setzt an meinem Unterbauch auf: „Harnblase, Vagina - hier lässt sich so einiges darstellen – Uterus", der lapidare Kommentar jagt erneut ein Kribbeln durch meinen Körper. Wieder wird Gel nachgelegt und die Sonde fährt wieder ein Stück weit nach oben und zur Seite: „rechte Niere, Leber, Bauchspeicheldrüse – nochmal tief einatmen – rechter Lungenflügel", er verstärkt den Druck mittig. „Das Herz kann ich nicht so gut darstellen, aber die Aorta ist gut zu sehen. Das sieht alles gut aus." Er reicht mir ein paar Tücher, damit ich das Gel beseitigen kann und beseitigt selbiges am Schallkopf.
„Nun möchte ich noch einen Abstrich nehmen.", stellt er sachlich fest. Er hält meinen Blick und schlüpft genüßlich langsam direkt vor meinen Augen in ein Paar sterile Handschuhe mit etwas längerer Stulpe und lässt diese schnalzen. Während er das Abstrichset auspackt, bedeutet er mir, meine Hose ein Stück herunterzuziehen. Mein ganzer Körper kribbelt vor Aufregung, als ich die Hose bis zum halben Oberschenkel herunterziehe. Er mustert mich kurz, bevor er den Watteträger zu meiner Mitte führt. „Ausreichend feucht bist du ja.", stellt er trocken fest und fährt mit dem Stäbchen an der Klitoris entlang zwischen meine Schamlippen. Der Watteträger findet den Weg in mich, stößt vorsichtig gegen meinen Muttermund, was mich innerlich zucken lässt. Die Verweildauer ist definitiv länger, als ich es von meinem Gynäkologen gewohnt bin. Schließlich zieht er den sehr feuchten Träger wieder aus mir heraus und hält in mir vor die Augen: „Schau, wie feucht!", wieder treibt es mir die Röte ins Gesicht. Er verschließt den Watteträger im Röhrchen und tritt erneut an mich heran. „Ich werde dich jetzt noch vaginal abtasten!", warnt er mich mit dunkler Stimme vor, während seine Hand meine Mitte findet, meine Klitoris streift und meine Schamlippen teilt. Sein Finger (oder sind es sogar zwei?) dringt in mich, tastet in alle Richtungen und stößt tiefer, was mich instinktiv tiefer atmen lässt. Ich schließe die Augen, spüre seine Blicke förmlich auf mir ruhen, mich beobachten. Mit leichtem Druck fährt er die vordere Vaginalwand zurück nach draußen und hält mir schließlich bis zu den Augen grinsend den Finger unter die Nase. „Du kannst dich wieder anziehen!", schnalzend entledigt er sich der Handschuhe und richtet die Liege für den nächsten Patienten wieder her.
Ein paar Augenblicke später sitzen wir wieder am Schreibtisch: „Hast du noch Fragen?", ich deute auf das EKG: „Wie war das mit der T-Welle?", er beruhigt mich und erläutert, dass das wirklich nur der Grenzbereich ist und da nichts weiter sein muss. Er schaut mich durchdringend an: „Was hast du denn noch mitgebracht?" Wärme breitet sich wieder in meiner Körpermitte aus, ich greife zu meiner Handtasche und hole die beiden Beutel mit den verschiedenen Spekula heraus. Er packt sie aus und schaut sie sich genau an. „Oh, diese hier sind sogar für rektale Untersuchungen geeignet.", stellt er fest. „Da waren sie allerdings bisher noch nicht im Einsatz!", erwidere ich leise. Ein Telefonklingeln unterbricht uns, er muss gleich wieder in die Notaufnahme. Ich packe meine Instrumente wieder ein und wir schieben gemeinsam die Geräte durch die Flure, bis er mich am Fahrstuhl entlässt und weitereilt.
Mein Kopf schwirrt, während ich durch das Gebäude zum Ausgang und zum Auto laufe. Ich bin total geflasht. Ich schicke ihm noch eine kurze Nachricht, bedanke mich, dass er das möglich gemacht hat und fahre mit etwas weichen Knien nachhause.
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Herzrasen - Kurzgeschichten mit medizinischem Hintergrund
RomanceHier sollen sich irgendwann mehrere Kurzgeschichten aus der weißen Erotik tummeln.
