Nobodys POV
Taehyung wacht durch Jimins Schreie aus seiner Starre auf. Er blickt von seiner Schwester weiter zu seinem Mate. Ihn so zugerichtet zu sehen, zerfetzt Taehyungs Herz in tausend Teile. Noch völlig apathisch schreitet er zu ihm und legt seinen Kopf auf Yoongis Brust. Jegliches Leben ist aus seinem Körper gehaucht worden. Seine Wärme und Liebe nicht spüren zu können, lässt Taehyung wieder zu sich kommen. Schlagartig übermannt ihn all der Schmerz, den er so kläglich versucht hat zu unterdrücken.
Weinend krallt er sich in Yoongis Pulli, der in Blut getränkt ist. Verzweifelt weint er seinen Namen. "Komm zu mir zurück. Bitte! Yoongi, lass mich nicht zurück!" Er lässt seiner Trauer freien Lauf, bis ein anderes Gefühl die Kontrolle übernimmt. Er wurde ihm genommen und er konnte sich nicht mal verabschieden. Seine Zeit war noch nicht gekommen. Er starb zu früh. Wieso er? Warum konnte Taehyung nicht seinen Platz einnehmen? Er wurde ihm genommen! Taehyung krallt sich immer mehr an seinem Mate fest, aber nicht aus Trauer.. sondern aus Wut.
Taehyung bäumt sich über ihn auf und blickt in den Himmel. Ein markerschütternder Schrei verlässt seine Kehle. Er umhüllt den Wald mit Schmerz und Verzweiflung. Seine Augen färben sich pechschwarz, ziehen wie eine Krankheit schwarze Adern über sein Gesicht. Die Adern an seinen Armen und seinem Hals prägen sich immer mehr aus, drohen zu platzen. Ein schwarzer Nebel steigt auf dem Feld des Todes empor, umhüllt die Krieger. Seine Haare flackern blau-schwarz im Licht, als würde ein Feuer in Taehyung brennen.
Seine Schreie durchfährt die Glieder der Betrauerten, berührt jeden Winkel des Feldes. Selbst die Unterwelt wird von seinen Schreien durchfahren. Schwarze Blitze brechen über das Feld. Der Nebel kriecht in die Toten, nimmt sie ganz für sich ein.
Taehyung lässt sich erschöpft auf Yoongi fallen, weint still in sich hinein. Minuten vergehen, in denen niemand einen Ton von sich gibt. Ein leichtes Streicheln über seine Haare fühlt sich vertraut an. "Warum schreist du, kleiner Bär." Es ist nur ein Hauchen, aber Taehyung hört es deutlich. Spürt den Luftzug an seinem Ohr, das Heben und Senken des Brustkorbs, auf dem er liegt. Langsam erhebt sich Taehyung und blickt der Quelle dieses Flüsterns direkt ins Gesicht.
"Yoongi~", "So schnell wirst du mich wohl nicht los." Freudestrahlend, dennoch mit Tränen in den Augen, fällt Taehyung Yoongi um den Hals. Verzweifelt lachend drückt er sich an seinen eben noch tot geglaubten Mate. Dünne Arme schlingen sich sanft und erschöpft um seinen Körper. "Du bist zu mir zurückgekommen."
"Namjoon?" Taehyung und Yoongi blicken auf Jin, der den Kopf seines Mates streichelt. Blinzelnd öffnet Namjoon seine Augen. Sein Blick trifft den liebevollen seines sehr geliebten Jins. Lächelnd beugt sich Jin hinab, um ihm einen sanften Kuss zu schenken. Namjoon legt seine Hand an dessen Wange. Leicht streicht er Jins Tränen von der Wange.
Auch Jungkook und Hoseok rappeln sich schwerfällig auf. Keuchen und krächzen über ihre schmerzenden Glieder. So wie Taehyung sich umschaut, erkennt er auch Bewegung in den Körpern der anderen Krieger. Weinend küsst Yeonjun über Soobins Gesicht, welcher lachend seinen Mate festhält. Chan umarmt Eunwoo brüderlich, bedankt sich bei ihm, da dieser sein Leben für ihn gelassen hatte. Felix springt Chan von hinten auf den Rücken und schließt beide in seine Umarmung ein. Jungwon genießt die stille, doch wohltuende Umarmung seines Mates Jay. Auch Jisoo und Lisa können wieder die Zuneigung ihrer Geliebten fühlen.
"Han?!", "LEE KNOW!" Überwältigt rennen die beiden aufeinander zu. Han springt Lee Know in die Arme, weint laut. Doch all die Freude kann einer nicht ganz teilen. Jimin ist immer noch erwartungsvoll über Xharlie gebeugt. Ihre Gesichtszüge sind die gleichen, nichts regt sich.
"Komm schon.. Chichi. Bitte. Bitte komm zu mir zurück."
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Alpha Queen
FanfictionXharlie ist 27 und eine sehr mächtige Alpha Wölfin. Sie steht kurz vor einem entscheidenden Krieg, der den Untergang der Menschheit bedeuten könnte. Nur ihr Bruder ist fähig ihr zu helfen, was sich als schwierig erweist, da sie ihn nach über 15 Jahr...
