7 | Dying Kingdom

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Xharlie POV

Die quälenden Schreie und Kampfgeräusche hört man bis zu uns. Die Sonne färbt sich auf einmal rot und überschattet das gesamte Reich.

Immer größer werden die Flammen bis sie den Himmel erreichen. Minuten vergehen ehe ich den blauen Rauch am Fuße des Berges erkenne. Wie Nebel breitet sich dieser aus, erstickt die Flammen und umhüllt Seonyda wie einen Schutzwall.

Taehyung ist zum Glück noch zu klein und kann nicht über die Baumspitzen hinüber schauen. So muss er diese grauenhafte Szene nicht miterleben. Er zupft langsam am Ärmel meiner Jacke und holt mich somit wieder aus meiner Starre heraus.

Gerade als ich mich zu ihm hinunter beugen will, wird vom blauen Nebel eine Schockwelle ausgelöst, die sich explosionsartig in alle Richtungen erstreckt.

Sie schleudert Taehyung und mich 2 Meter durch die Luft. Auf dem Boden aufgeprallt krümme ich mich vor Schmerzen. Meine Ohren piepsen, der Nebel verdeckt mir die Sicht.

Benommen taste ich mich voran, um meinen Bruder zu suchen. Nur ein paar Meter entfernt liegt er zusammengekauert auf der Wiese.

Ich nehme meine Wolfgestalt an, packe Taehyung, schleudere ihn auf meinen Rücken und sprinte los. Ich spüre, dass er sich geradeso in mein Fell krallen konnte und bitterlich weint.

"YEONTAN! Ich hab ihn verloren! Chichi, du musst zurück. Ich kann ihn doch nicht hier lassen. Er braucht mich doch!" Es geht nicht. Wir können nicht zurück. Vielleicht nie mehr..

-

Als wir nach 4 Tagen endlich bei den Kims ankommen, werden wir dort schon sehnsüchtig erwartet. Es sind alte Freunde meiner Eltern. Ich weiß, sie werden sich gut um ihn kümmern. Aber leider habe ich keine andere Wahl.

Meine Aufgabe ist es, die Menschenwelt zu beschützen. Dafür muss ich Taehyung hier lassen. Vor lauter Erschöpfung ist Taehyung bereits eingeschlafen kurz bevor wir ankamen.

Frau Kim nimmt ihn mir ab und bringt ihn ins Haus. Hinter ihr kommt ein Junge zum Vorschein, der in meinem Alter ist. Ich vermute es ist Namjoon, denn ich hatte ihn und seine Familie noch nie gesehen.

"Bitte pass auf ihn auf und behandle ihn wie deinen eigenen Bruder" spreche ich mit den Tränen kämpfend.

"Keine Sorge. Er wird es hier gut haben." Und damit verlasse ich meinen Bruder.. ohne mich zu Verabschieden. Das hätte alles nur deutlich schwerer gemacht. Aber ich komme zurück, Taehyung..

Versprochen.

Alpha QueenWo Geschichten leben. Entdecke jetzt