Luna
Ich schlich mich langsam und leise in Richtung Küche, wo James sich nun befand.
Meine Hand bewegte sich zur Türklinke und ich öffnete leise die Tür.
Es breitete sich ein kleiner Schlitz zwischen der Tür und dem Rahmen aus.
Mein Körper blieb hinter der Tür stehen und mein Kopf neigte zwischen den Schlitz.
Meine Augen erblickten James; er schien verzweifelt zu sein.
„Ich kann ihr das nicht länger verheimlichen, ich muss es ihr sagen. Sie fragt ständig nach, was los ist!" Sprach James verzweifelt in sein Handy.
Was muss er mir sagen?
Wovon redet er?
Mein Blick verfolgte weiterhin James, doch genau in diesem Moment fiel sein Blick auf die Tür und er sah mich.
Ich weitete meine Augen.
Shit!
Er legte sofort auf und kam auf mich zu.
„Luna, was machst du hier?"
„Ich...ich-..." Ich versuchte es zu erklären, doch ich bekam kein einziges Wort heraus.
„Hast du mich belauscht?"
„Ja...habe ich" Ich schaute auf den Boden.
„Was hast du alles gehört?" Ich sah zu ihm.
Ich schwieg
Sollte ich es ihm sagen?
Sein Blick wurde wütender.
Seine Hände umgriffen meine Arme und er drückte mich fest an die Wand.
„Was hast du verdammt nochmal gehört, sag es!"
Sein Griff wurde immer fester.
Ich sah entsetzt zu ihm.
„James, lass mich sofort los!"
Er begriff was er soeben tat und ließ mich sofort los.
Auf meinem Gesicht spiegelte sich ein wenig Enttäuschung.
Er wurde noch nie so handgreiflich gegenüber mir.
Was war los mit ihm?
„Was ist bloß los mit dir?! Erst verheimlichst du mir ständig etwas, führst heimlich Telefonate und jetzt...jetzt fügst du mir Abdrücke zu! Ist das dein scheiß Ernst?"
Ich war enttäuscht und wütend zugleich.
Wieso tat er das?
Wieso?
„Ich...es tut mir leid, ich wollte das nicht..."
„Sag mir jetzt endlich was los ist, was musst du mir erzählen?" Ich sah ihn fragend an und wartete auf eine Antwort.
„Ich kann dir nichts sagen und ich werde dir auch nichts sagen..."
„Wieso?..."
„Es geht einfach nicht, es geht nicht..." Er ging an mir vorbei und ließ mich wieder einmal einfach alleine stehen, sowie immer in letzter Zeit...
Ich folgte ihm nach oben in unser Schlafzimmer.
Ich schloss die Tür hinter mir und sah ihn vorwurfsvoll an.
„Wieso gehst du immer, immer wenn es für dich schwierig wird, gehst du einfach, das machst du immer!"
„Was willst du?"
„Was ich will? Ich will das es wieder wie vorher wird, das es wieder normal wird! Du verhältst dich kalt und abweisend, du bist ständig am telefonieren...du distanzierst dich von mir und verheimlichst mir etwas!" Meine Augen wurden glasig und ein paar Tränen waren widerzuspiegeln.
„Ich habe doch eben gesagt, ich kann es dir nicht sagen!"
„Vertraust du mir nicht? Ich halte das nicht mehr aus!"
Ich kann es nicht sagen, verdammt nochmal!" Seine Hand ballte sich zu einer Faust und schlug gegen die Wand.
„Du hast dich verändert! Du bist nicht mehr der, in den ich mich verliebt habe..." Meine Tränen kullerten nun über meine Wangen und diesmal war ich diejenige, die verschwand.
Meine Beine wurden zittrig, meine Hände schwitzig.
Meine Sicht wurde verschwommen, durch die Tränen, die in meinen Augen brannten.
Ich wollte es nicht einsehen, doch ich wusste, dass es früher oder später für James und mich enden würde, wenn es so weiter gehen würde.
Ich nahm meinen Mantel und zog mir meine Schuhe an.
Ich bewegte mich Richtung Haustür und stieg wenig später in unser Auto.
Ich fuhr los.
Die Landschaft zog an mir vorbei und meine Tränen machten meine Sicht etwas verschwommen.
Es fing an zu regnen und der Regen fiel auf die Scheiben.
Die Straßen wurden nass und die Sonne ging langsam unter.
Ich stieg aus dem Auto aus und ging so schnell wie möglich zur Haustür.
Ich klingelte und kurz darauf ging die Tür auf.
„Luna!" Elin zog mich sofort in eine Umarmung.
Ich war froh bei meiner besten Freundin zu sein.
„Was ist los, wieso weinst du?"
„James" Sagte ich knapp und sie wusste sofort was los war.
„Komm rein" Ich ging durch den Eingang und zog meine Schuhe und meinen Mantel aus.
Ich setzte mich auf das große, breite Sofa und sie ließ sich neben mir nieder.
„Okay, erzähl"
Ich erzählte ihr alles, was sie noch nicht wusste.
Meine Tränen wurden dabei immer mehr.
„Luna, ich weiß was du gerade durchmachst und es tut mir unfassbar leid.
Am liebsten würde ich dir jetzt gerne sagen, dass du eine Auszeit brauchst und etwas Abstand zu ihm haben sollst, aber das geht nicht. Ihr habt schon so viel überstanden.
Du musst weiter kämpfen, auch für deine Kinder!
Tu es für sie.
Finde heraus, was er verheimlicht und ich werde dir auch dabei helfen, versprochen.
Aber bitte gib nicht auf.
Deine Kinder brauchen ihn und dich. Sie brauchen euch beide, sie sind noch so klein.
Mach es für sie!"
Ich sah nachdenklich zu ihr, sie hatte Recht.
„Ich weiß, du hast Recht...danke"
„Wofür, ich bin immer für dich da, das weißt du doch, also dafür musst du dich jetzt echt nicht bedanken, du Dummkopf."
Ich lächelte leicht.
Ich wischte mir meine Tränen weg und begriff, dass sie wirklich Recht hatte.
Ich musste weiter kämpfen, einerseits für meine Ehe, aber viel wichtiger noch für unsere Kinder.
Sie brauchen uns.
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𝐅𝐫𝐨𝐦 𝐄𝐧𝐞𝐦𝐢𝐞𝐬 𝐭𝐨 𝐋𝐨𝐯𝐞𝐫𝐬/𝐌𝐚𝐱𝐭𝐨𝐧 𝐇𝐚𝐥𝐥
RomanceLuna Bell hat es geschafft, sie ist auf ihrem Traumcollege, dem Maxton Hall College. Alles lief perfekt, bis Luna Bell auf James Beaufort trifft, die beiden hassen sich aber wird daraus vielleicht doch noch Liebe?
