Luna
Eine halbe Stunde, genau eine halbe Stunde war James jetzt schon mit dieser geheimnisvollen Frau in unsere Küche und redete mit ihr.
Ich konnte nicht wirklich hören was sie sagten.
Plötzlich hörte ich wie etwas auf dem Boden der Küche zusammenbrach und sofort eilte ich in die Küche.
Meine Augen sichteten James und vor ihm zerbrochenes Geschirr.
Diese Frau stand vor ihm und beide erblickten mich.
„W-was ist hier los?"
James antwortete mir erst gar nicht, denn sein Blick galt der Frau.
„Verschwinde...jetzt" Man sah ihm seine Wut an, doch man sah sie auch der Frau an.
Ehe ich etwas sagen wollte, ging die Frau an mir vorbei und war aus unserem Haus verschwunden.
Ich wollte etwas zu James sagen, doch ich wusste es wäre gerade nicht der richtige Moment.
Ohne etwas zu sagen, ging auch ich aus der Küche und verschwand nach oben in unser Schlafzimmer.
Ich lag eingekuschelt unter der Bettdecke, mit meinem Kopfkissen hinter mir und meinem Buch vor mir.
Ich laß eifrig Zeile für Zeile in dem Buch.
Die Zimmertür ging auf und James kam herein.
Ich lächelte leicht und sah zu ihm. „Hey..."
„Hey..." Er setzte sich auf den Bettrand.
„Ich habe gekocht, die Kinder sitzen schon unten"
Ich nickte. „Danke"
Wir saßen zusammen mit unseren Kindern am Esstisch.
„Mama, können wir hochgehen?"
„Ja klar, ich räume das gleich ab"
Lachend rannten sie nach oben in ihr Kinderzimmer.
Ich sah zu James.
„Können wir re-..." Sein Handy...schon wieder unterbrach es meine Worte.
Er sah entschuldigend zu mir und ging dran.
Und schon wieder ging er in einen anderen Raum, telefonierte leise und heimlich und sah dabei angespannt aus.
Ich stand auf und räumte die Sachen weg.
Ich spülte das Geschirr ab.
Ich griff in die obere Schranktür und holte ein Weinglas heraus.
Mit meinem Weinglas setzte ich mich auf das Sofa und schaltete den Fernseher an.
Ich war fast eingeschlafen, doch wenig später spürte ich, wie jemand sich neben mich setzte und seinen Arm um mich legte, es war James.
Ich kuschelte mich an ihn und legte meinen Kopf auf seine Brust.
Ich schloss meine Augen.
Ich spürte seinen Herzschlag. Der Fernseher war leise in meinen Ohren zu hören.
In diesem Moment schien alles einfach zu sein, alles einfach so...unkompliziert zu sein...
Ich sah zu James, er stand angespannt vor mir und sah mich einfach nur an.
„Also was wolltest du mir jetzt sagen?" Ich sah neugierig zu ihm, doch irgendwie hatte ich ein schlechtes Gefühl in mir. Er sah entschuldigend zu mir.
„Egal was ich jetzt sage...es tut mir unfassbar leid okay"
Bei diesen Worten fing mein Herz an zu rasen.
„Ich...Ich habe dich betrogen..."
In diesem Moment schien mir der Boden unter den Füßen wegzurutschen.
Seine Gestalt verschwamm, als hätte sie nie existiert und nur die Worte blieben, schwer wie Blei.
Meine Tränen waren nicht aufzuhalten, sie kullerten mir über meine Wangen.
Ich wollte schreien, aber meine Stimme verhallte in der endlosen Dunkelheit...
Mit einem Ruck fuhr ich hoch. Mein Herz dämmerte gegen meine Brust.
Ich sah durch den Raum, als ich realisierte, dass alles nur ein Traum war.
Meine Tränen die sich im Traum gebildet hatten, waren leicht getrocknet.
Ich lag im Bett, James hatte mich wohl hoch getragen.
Es war mitten in der Nacht, doch James war nicht da.
Ich stand langsam auf und ging leise auf Zehenspitzen durch das Zimmer.
Plötzlich kam James aus dem anliegendem Badezimmer und sah verwirrt zu mir.
„Wieso bist du wach?"
„Ich hatte einen...Alptraum..." Antwortete ich leise.
Ich sah ihn an und ich wusste, ich würde es nicht mehr aushalten.
Ich musste nun endlich wissen was los war.
Wer diese Frau war.
Was sie von ihm wollte.
„James, ich muss mit dir reden..."
„Was ist los?" Sein Gesichtsausdruck war fragend.
„Diese Frau heute, die heimlichen Anrufe...Erzähl mir endliche was los ist.
„Luna, ich habe dir doch gesagt, dass ich es dir nicht sagen kann."
„Ja, das hast du gesagt, aber ich halte es nicht mehr aus. Also sag es doch end-..." Meine Worte wurden durch ihn unterbrochen.
„Verstehst du denn nicht, ich kann es dir nicht sagen, krieg das endlich in deinen Kopf rein."
Seine Wut war deutlich zu spüren.
Es lag eine unangenehme Spannung im Raum.
Tränen bildeten sich in meinen Augen.
„Gut, wenn du mir jetzt nicht sagst was los ist, dann-..."
„Dann was?" In seinen Augen lag eine Mischung aus Neugierde und Angst.
Meine Tränen kullerten mir über meine Wangen und meine Augen fingen leicht an zu brennen.
„Dann ist es vorbei mit uns...für immer..."
DU LIEST GERADE
𝐅𝐫𝐨𝐦 𝐄𝐧𝐞𝐦𝐢𝐞𝐬 𝐭𝐨 𝐋𝐨𝐯𝐞𝐫𝐬/𝐌𝐚𝐱𝐭𝐨𝐧 𝐇𝐚𝐥𝐥
RomanceLuna Bell hat es geschafft, sie ist auf ihrem Traumcollege, dem Maxton Hall College. Alles lief perfekt, bis Luna Bell auf James Beaufort trifft, die beiden hassen sich aber wird daraus vielleicht doch noch Liebe?
