Die Stimmung im Fuchsbau war wie immer ausgelassen und laut. Aber wie hätte es auch anders sein sollen, wenn die gesamte Familie aufeinandertraf? Die einzigen die nicht anwesend waren, waren Percy und Audrey, sowie ihre Töchter Molly und Lucy. Sie würden erst am zweiten Weihnachtsfeiertag dazustoßen, da Audreys Eltern darauf bestanden hatten, dass sie dieses Weihnachtsfest bei ihnen verbrachten. Und auch Charlie hat für dieses Jahr wieder absagen müssen, er wurde in Rumänien gebraucht.
Es war der vierundzwanzigste Dezember. Molly stand in der Küche, summte leise vor sich hin und rührte in einem Kochtopf. Normalerweise ließ sie sich von verschiedenen Zaubern in der Küche helfen, aber jetzt, da die Familie da war, konnten genug Leute helfen.
Teddy und Victoire versuchten einen Schokokuchen zu backen, was ihnen eher weniger gelang. Die Gesichter der beiden Jugendlichen waren bereits mit Mehl bestäubt und ihr lachen drang durch die ganze Küche. Lily quetschte sich immer wieder zwischen sie, um den Finger in den noch nicht ganz fertigen teig zu stecken. Teddy hatte schon bestimmt zehn Mal nach seiner Schwester gegriffen um sie davon abzuhalten, aber Lily war einfach zu schnell für ihn. Dominique hingegen war gerade dabei die Rolladen zu formen, die es später zum Hautgang geben würde.
Molly musste leicht lächeln. Es waren immer diese drei, die ihr in der Küche halfen. Victoire hatte ihrer Großmutter schon als kleines Mädchen gerne in der Küche geholfen, auch wenn sie damals noch nicht den Hauch einer Ahnung davon hatte. Bei Teddy hatte es sich auch schnell ergeben, denn überall wo Victoire war, war meistens auch Teddy. Das war schon immer so gewesen und seit die beiden vor einem Jahr offiziell ein Paar geworden waren, hatte es sich noch verstärkt. Dominique wurde vor Jahren mehr oder weniger dazu gezwungen, in der Küche zu helfen und entgegen ihrer eigenen Erwartung hatte es ihr sogar Spaß gemacht. Die anderen hingegen fanden immer irgendwelche Ausreden, um nicht helfen zu müssen und Molly tat jedes mal einfach so, als würde sie ihnen jede Lüge glauben. Schließlich liebte sie es, sich um ihre große Familie zu kümmern. Hätte sie keine große Familie gewollt, hätte sie nie im Leben sieben Kinder bekommen.
,,Geht ruhig etwas zu den anderen. Ich schaffe den Rest hier auch allein.", sagte Molly an ihre Enkel gewandt. ,,Danke für eure Hilfe."
,,Bist du dir sicher Grandma?", fragte Dominique, während sie den letzten Spieß in die Roulade steckte, um sie so vom erneuten aufrollen abzuhalten.
Molly nickte. ,,Natürlich Liebes. Ihr hat ganze Arbeit geleistet. Jetzt geht und amüsiert euch ein bisschen."
,,Nun gut, wenn du meinst.", Victoire löste ihre Kochschürze, die sie sich umgelegt hatte und legte sie ordentlich über eine Stuhllehne.
Und so verließen die Kinder die Küche. Im Wohnzimmer saßen Ginny, Fleur und Angelina zusammen, jede ein Butterbier in der Hand. Sie sahen kurz auf, als die drei Kinder den Raum betraten.
,,Huch, schon fertig?", fragte Ginny verwundert.
Teddy nickte. ,,Ja. Molly hat uns quasi rausgeworfen."
,,Wo sind denn alle anderen hin?", fragte Dominique verwirrt.
,,Dein Vater ist mit 'arry und Ron unterwegs, den Baum 'olen.", erklärte Fleur.
Angelika nickte zustimmend. ,,Und soweit ich das mitbekommen habe ist Hermine mit Rose, Al und Roxi auf den Dachoden gegangen um die restliche Deko zu holen. James, Louis und Fred sind schon wieder irgendwo unterwegs, genau wie Lily und Hugo. Und George ist glaube ich mit Arthur unterwegs."
Dominique stöhnte leise. Sie konnte sich echt etwas besseres vorstellen, als hier herumzusitzen und darauf zu warten, dass ihr Vater wiederkam. Mit Teddy und Victoire wollte sie nicht unbedingt abhängen, dafür waren die beiden ihr viel zu verliebt und zu ihrer Mutter und ihren Tanten wollte sie sich auch nicht setzen. Also blieb ihr nur warten.
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In den 19 Jahren dazwischen Part 1 (Laufend)
FanfictionDer Krieg gegen Voldemort ist vorbei und Harry und seine Freunde versuchen wieder in ihren normalen Alltag zu kommen. Erlebt die Zeit zwischen dem Krieg und Albus' Einschulung in Hogwarts.
