Prägung?!

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Mit viel Spaß kickten wir eine Runde im aufgezeichneten Spielfeld. Seth, Jake und ich bildeten eine Mannschaft. Zusammen besiegten wir die anderen drei haushoch. Die Einzigste, die nicht mitspielen wollte, war Leah. Sie setzte sich nur an den Rand und  gab immer wieder blöde Kommentare ab, was das Ganze noch unterhaltsamer machte. Es lenkte für eine Zeit lang von den derzeitigen Problemen ab. Schien fast so, als gäbe es gerade keine Sorgen oder Plagen.

Sowie es mit dämmern anfing, beschlossen wir wieder in Haus zurück zu kehren. „Soll ich Spaghetti machen?“ fragte Leah. War ja klar, dass die Jungs nicht koche können, dachte ich mir so nebenbei. „JAA!“ schrien alle freudestrahlend. Die Frauen, sprich Leah und ich, gingen in die Küche, während die Jungs in einem anderen Raum verschwanden.

Das Wasser kochte mittlerweile schon und Leah schmiss die Nudeln dazu, während ich mich um die Soße kümmerte. „Sagmal… Wer ist eigentlich Sam“ fragte ich nach einer Weile. „Nur das Alphatier eine anderen Rudels“ „Wieso bin ich dann nicht in seinem Rudel? Mein Vater gehört doch zu Sam oder? Wo ist mein Vater eigentlich?“ Ich durchlöcherte sie regelrecht mit Fragen. Ahnungslose große Augen trafen meine. Sie schien nicht viel mehr zu wissen, genau wie ich.

„Mellanie, ja dein Vater ist damals Sam’s Rudel beigetreten. Mehr kann ich dir leider nicht sagen, aber dein Vater wird es dir bestimmt bald erklären. Du musst jetzt erstmal lernen deine Verwandlung in den Griff zu bekommen.“ sagte sie schließlich. Ich nickte leicht. Sie lächelte wieder und stellte die Spaghetti essbereit auf den Tisch. Dann rief sie die Jungs. Wie kleine Hunde kamen erst Quil, dann Seth und Lucas. Zuletzt kam Jacob mit Liam. Kurz war das Scharen der Stuhlbeine zu hören, schon fielen alle über die Nudeln her.

Etwas abseits, mit dem Rücken an die Küchenzeile angelehnt, stand ich und beobachtete das Geschehen. „Willst du nichts essen?“ kam es von Seth. Ich schüttelte lächelnd den Kopf. Danach setze ich schnelle Schritte zur Tür. Wie ein Befreiungsschlag fiel sie hinter mir ins Schloss. Langsam schlenderte ich zu einem hohen Felsvorsprung. Von hier aus konnte man perfekt den ganzen Strand überblicken. Wie er sich am Wald entlang zog, bis eine zweite große Felswand, alles abrupt beendete. Gekonnt lies ich mich nieder und starte raus aufs Meer.

Embry POV:

Ich kam gerade von der Jagd wieder. Eigentlich wollte ich einfach mal den Kopf frei bekommen. Zudem war ich nur anderthalb Tage unterwegs. Wieder angezogen in Menschengestalt, betrat ich die Hütte. Alle saßen um den kleinen Tisch, unterhielten sich miteinander. Ich lugte in die Töpfe und verzog mein Gesicht. „Schön, dass ich mir was übrig gelassen habt.“ Platze es nur so aus mir heraus. Endlich bekamen auch die Letzten meine Anwesenheit mit. Seth fing an zu lachen, der Rest stimmte mit ein. Auch ich lachte mit. „Okey jetzt beruhigt euch mal alle wieder!“ schrie Jacob. „Schön dich wieder bei uns zu haben.“ Fügte Leah hinzu. Schwungvoll ließ ich mich auf einem der Stühle nieder. Alle 6 Augenpaare lagen auf meinen Schultern. Ich zettelte ein Gespräch an, um dieses unangenehme Schweigen zu lösen. „Und was gibt’s Neues seit ich weg war?“

Auf diese Frage wanderten alle Augenpaare zu Jake. Irgendwas Wichtiges muss ich verpasst haben. „Wir haben ein neues Mitglied.“ Antwortete er gerade heraus. Wieso machen die da jetzt so ein Geheimnis draus? „Cool. Wie heißt er denn?“ Quil lachte, erhielt dafür aber von Leah einen Schlag auf den Hinterkopf. „Er…“ fing Liam an. „Ist ein Mädchen.“ Beendete Lucas den Satz. „Ihr Name ist Mellanie. Sie hat erst heute von all dem erfahren und ist noch dementsprechend verwirrt. Vor einer guten Stunde ist sie raus. Wahrscheinlich um über alles was heute passiert ist nochmal nachzudenken.“ Brachte Leah es nun auf den Punkt, wofür ich ihr auch dankbar war.

„Vielleicht gehst du sie suchen. So kannst du dich ihr vorstellen.“ Jacob hatte recht. Ich nickte und verlies wieder das Haus. Es war Vollmond und das Licht des Mondes fiel schräg auf den Sand. Dadurch entstand eine richtig angenehme, fast schon romantische Stimmung.

Immer wieder lief ich mit meinen Augen den Strand ab, konnte jedoch niemanden finden. Auf einer der Klippenvorsprünge fand ich sie doch noch. Ich rannte schnell durch den Wald zu ihr hoch. Wenige Meter vor ihr stoppte ich. „Hey… Mein Name ist Embry… Mir wurde gesagt ich soll mich dir vorstellen…. Da du…. Da du neu in unserem Rudel bist.“ Erschrocken drehte sie sich ganz kurz um. Viel von ihr konnte ich jedoch nicht, dafür war es zu dunkel. „Hallo. Ich bin Mellanie.“ Piepste sie leise.

„Soll ich dir Gesellschaft leisten oder möchtest du lieber alleine sein?“ fragte ich ganz nach meiner Art. Ich weiß nicht ob man es schon als Gentleman bezeichnen kann. Das hab ich einfach so an mir. „Geh schon mal vor, ich bin gleich bei euch.“ Ich drehte mich weg und lief ein paar Schritte. „Komm dann aber bitte gleich nach.“ Rief ich noch, erhielt jedoch keine Antwort. Sie würd es jedoch mit Sicherheit gehört haben.

Wieder im Haus traf man nur Quil und das Clearwater-Duo. „Wo sind die Anderen?“ frage ich in den Raum. „Die sind bei Sam. Alice hat gerade angerufen und gesagt es gab gestern wieder einen Zwischenfall und er solle nochmal versuchen mit ihm zu reden.“ Antwortete Leah. Mittlerweile war Sam gegen die Cullens, da er glaubt sie hätten vor ein paar Monaten einen Mensch getötet. Was nicht stimmt. Naja irgendwie schon, aber nur weil dieser kurz davor war Charlie zu erschießen. Warum er das machen wollte wissen wir nicht. Die Cullens und wir versuchen es gerade herauszufinden.

Sam denkt diese Geschichte sei eine Ausreden. Deswegen will er die Cullens vernichten, was er nie schaffen wird, unser Rudel möchte jedoch kein Risiko eingehen. Und das Schlimmste: Jesper ist wieder auf den Geschmack von Menschenblut gekommen. Es fällt ihm schwer sich zu kontrollieren. „Warum glaubt uns Sam denn nicht?“ fluchte Seth. „Keine Ahnung.“ Seufzte Quil, damit stand er auf und ging schlafen.

Mit einem Mal hörte ich hinter mir die Tür. Ich drehte mich zu ihr und schaute in ihre wundervollen Augen. Sie verzauberten mich, hielten mich fest. Wie in einer anderen Welt in der sie der Mittelpunkt ist. Ich wusste jetzt schon wie Perfekt sie war. Mellanie war die Frau mit der ich mein Leben teilen möchte. Ich spürte, dass sie genau das Selbe fühlte. Ich werde sie nie gehen lassen.

Mellie Pov:

„Embry ist geprägt.“ Schrie Leah. Er ist was? Wenn ich könnte würd ich sie das jetzt fragen, doch seine Augen waren einfach zu schön. Ich könnte sie auch noch später fragen was dies bedeutete. Nach mehreren Minuten lösten sich unsere Blicke. Embry ist echt heiß. Die Schmetterlinge in meinem Bauch machten Saltos. Es war einfach ein wunderbares, loslösendes Gefühl. „Was meinst du mit geprägt?“ Ich runzelte die Stirn. Dieses Wort hatte ich noch nie gehört.

„Das ist so ein Werwolfding.“ Sagte Embry: „Wenn ich es dir im Groben erklären darf, dann zeigt es dir wer die oder Der Richtige für dich ist. Du kannst an keine andere Person mehr denken, würdest alles für sie machen.“ Während des Erzählen kam er immer näher zu mir, bis nur noch wenige Zentimeter unsere Gesichter trennten.

What about me...- Twilight FFWo Geschichten leben. Entdecke jetzt