Keine Schule?

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Nach gefühlten Stunden ließen wir voneinander ab. „Ich muss jetzt wirklich schlafen.“ Sagte ich. Embry nickte und gab mir noch einen letzten Kuss. Dann verließ er den Raum. Es dauerte nicht lange dann fiel ich in einen traumlosen Schlaf. Ich war ausgelaugt von dem anstrengenden Tag. Morgen sollte ein neuer Tag kommen. Aber eins war mir klar. Embry würde da sein und mich unterstützen.

Mir kitzelte die Sonne im Gesicht. Langsam öffnete ich die Augen. Tatsache, die Sonne schien. Gut gelaunt und putzmunter stieg ich aus dem Bett. Leah, meine Zimmergenossin, war schon wach. Ich war bereit für einen weiteren Schultag und glücklich, dass ich bald Tiffanie wieder sehen würde. Wie ich ihr die Situation von gestern beichten sollte wusste ich noch nicht. Die Wahrheit kam jedoch nicht in Frage. Ich würde mich eher lebenslänglich lächerlich machen als das sie mir irgendwann glauben würde.

Ich nahm mein Handy von der Fensterbank, wo ich es gestern Nachmittag abgelegt hatte. Tiffanie hatte mich mehrmals versucht zu erreichen. Eine Sms hatte sie auch hinterlassen, dazu noch eine Sprachnachricht.

>Hey Melli, du hast dich nicht mehr gemeldet. Eigentlich wollte ich nur wissen ob es dir wieder besser geht und wann du wieder in die Schule kommst. Love you. Tiff<

Als nächstes hörte ich meine Mailbox ab: „Mellanie wo steckst du nur. Langsam mach ich mir echt Sorgen. Du gehst weder an dein Handy, noch schreibst du mir zurück. Euer Haus ist auch nicht bewohnt gewesen, als ich vorbei schauen wollte. Bitte ruf mich zurück wenn du das hörst.“ Sie klang die ganz Nachricht über sehr besorgt. Ihr stimme war auch immer kurz davor zu versagen. Vermutlich dachte sie das ich im Krankenhaus lag oder schlimmeres. Ich schrieb ihr nicht zurück, da ich sie ja gleich sehen würde. Bis dahin bräuchte ich aber noch eine gute Ausrede. Jetzt erst fiel mir die Uhrzeit in der oberen Ecke meines Displays auf. Oh mein Gott es war schon halb zehn. Ich war viel zu spät dran. Bis ich angezogen wäre und Zuhause war um meine Schulasche geholt hätte, wären noch einmal 30 Minuten vergangen.

Ich rannte im Zimmer umher. Kramte ein Outfit heraus, legte meine Lieblingsarmband an, danach ging ich ins Bad um dort meine Sachen zu erledigen. Ich sprintete in die Küche. Das ganze Rudel hatte sich schon um den Tisch versammelt. Alle bis auf Jacob. „Guten Morgen Leute.“ Schrie ich. „Hey!“ kam es von allen. „Wo willst du hin?“ frage Seth, als ich mir ein Tost in den Mund schob und auf den Weg zur Tür war. „Zur Schule. Ich bin eh schon viel zu spät dran.“ „Wow. Stopp!“ schrie Embry. Durch den Schreck blieb ich ruckartig stehen. „Was ist? Ich hab‘s eilig.“ Er sah bedrückt aus. „Wie soll ich das jetzt sagen.“ Fing er schließlich an. „Du kannst vorerst nicht zur Schule. Und wenn du wieder gehen darfst, dann nur auf die Schule im Reservat.“

Was? Ich darf nicht mehr zur Schule gehen? Das kam wirklich unerwartet. Ich war traurig. „Aber wieso nicht?“ Embry versuche es mir zu erklären: „Du bist neu und kannst dich noch nicht kontrollieren. Ein Wutanfall, dann sind wir aufgeflogen. Glaub mir Melli es ist besser so. Wir mussten da alle durch.“ Alles was er sagte, ließ ich mir nochmal durch den Kopf gehen. Vermutlich hatte er recht. Ich nickte niedergeschlagen und setzte mich wieder an den Küchentisch.

Wir unterhielten uns, lachten viel. Wie am Vortag gelang es ihnen mich von den Geschehen abzulenken. Am Nachmittag ging ich mit Embry, Seth und Leah trainieren, damit ich endlich die Verwandlung in den Griff bekam. Alle Drei gaben mir Tipps zur Verwandlung. Was ich machen soll. Wie ich es machen soll. Und wie ich mich kontrollieren kann. Nach ein paar Versuchen klappte es. Endlich war ich wieder ein Werwolf. Seth fing neben mir an zu lachen. „Du siehst ja aus wie ein Husky.“ Kicherte er. Darauf fing er von Leah sowie von Embry böse Blicke und hörte auf. „Es ist sch**ß egal wie du aussiehst.“ Munterte mich Leah auf. „Du musst einfach nur wissen, was du für einen Schaden du anrichten kannst, deswegen ist Kontrolle das A&O.“ fügte noch Embry noch hinzu. Es half mein Selbstvertrauen wieder aufzubauen.

Gemeinsam trainieren wir weiter, bis spät in den Abend. Ohne Abendbrot ging ich schnell schlafen. Genau wie Gestern war ich einfach nur kaputt. Am Ende des Tages gab es nur ein was ich vermisst: Einen Kuss von Embry. “Trauernd“ und in Gedanken versunken schlief ich ein.

What about me...- Twilight FFWo Geschichten leben. Entdecke jetzt