Ich kämpfte, kämpfte mit mir selbst. Versuchte mit all meiner Kraft den Schmerz zu unterdrücken. Doch letztendlich lies ich es bleiben. Vielleicht sollte das einfach mein Zeitpunkt sein, um zu sterben. Eine Träne kullerte mir die Wange herunter, ob von dem nach wie vor anhaltenden Schmerz oder der Tatsache, dass ich gleich sterben würde war mir nicht klar. Es folgte eine zweite, eine dritte…. Sie liefen über meine Wangen hinweg, vereinten sich mit dem Schweiß, der sich durch die Anstrengung gebildet hatte. Ich wünschte es würde vorbei sein, wollte einfach nur Sterben.
Hin und wieder unterdrückte ich mir noch einen Schrei, dann kam das weiße Licht immer näher und schließlich war alles schwarz. Was würden sie tun, wenn sie mich finden? Wie würde Embry nur darauf reagieren? Das waren meine letzten Gedanken.
Als ich meine Augen wieder Aufschlug, setzte ich mich erschrocken hin. Zu meiner Überraschung musste ich feststellen, dass ich gar nicht tot war. Und der Schmerz war weg. Naja er war zumindest erträglich. Langsam versuchte ich aufzustehen, zerbrach mir nebenbei den Kopf was das gerade war. Ich konnte nicht mal sagen, wie lange ich bewusstlos war. Ich wusste nur, dass es nicht gar so lange gewesen sein kann, da immer noch die Stille der Nacht, beziehungsweiße des Morgens, über dem Reservat lag. Mit steifen Gliedern und wackligen Beinen, fiel es mir sichtlich schwer zu gehen. Dazu kamen noch die leichten Kopfschmerzen, aber mit jedem Schritt wurde es besser. Mir war gerade nicht danach im Haus dumm herumzusitzen, darauf wartend, dass die Anderen endlich aufstanden. Die würden doch vor Sonnenaufgang eh nicht wach sein und das war frühestens in einer Stunde, wenn ich das Richtig einschätzen konnte.
Ich lief hinter die kleine Hütte, darauf bedacht, nicht zu laut zu sein. Schließlich wollte ich niemanden wecken. Dort angekommen versuchte ich mich zu verwandeln, wendete die Tricks an, die mir Leah, Seth und Embry gezeigt hatten. Aber nichts half. Es funktionierte nicht. Ich war einfach kein guter Werwolf. Ich setzt “Trainieren“ ganz groß auf meine heutige Aufgabenliste, seufzte einmal und ging dann zerknirscht in den Wald. Ich wusste nicht wo es mich hintrug. War mir soweit auch egal. Mein Orientierungssinn war schon immer sehr ausgeprägt. Darüber brauchte mir also keinerlei Gedanken zu machen.
Das Zwitschern der Vögel aus den Baumkronen kam mir plötzlich so heimisch und vertraut vor. Der Vorteil am Werwolf wär gewesen, dass ich jetzt nicht so viel Zeit hätte mir den Kopf über alles und jeden zu zerbrechen. Dazu würden noch die leichten schmerzen verschwinden. Das dachte ich jedenfalls.
Trotz des wenigen Lichtes fand ich nach kurzer Zeit den schmalen Pfad, der zu meinem Haus führte. Ich zögerte nicht und lief schnurstracks nach Hause. Plötzlich fiel die ganze Last von mir ab. Ich fühlte mich so frei, als gäbe es all meine Probleme gar nicht. Wie lang sehnte ich mich in den letzten Tagen danach, für nur wenige Minuten, mir um nichts Gedanken machen zu müssen und endlich hatte ich Gelegenheit dazu. Ich schloss meine Augen, breitete die Arme aus und genoss die Zeit. Ich spürte den leichten Wind in meinen Haaren. Es war so ein tolles Gefühl. Ich sog kräftig die Luft ein. Sie roch nach Moos und feuchter Erde. Erst jetzt bemerkte ich wie angenehm dieser Duft doch sein konnte.
Aber die Realität holte mich schnell ein. Zu schnell meiner Meinung nach. Ich trat aus dem Wald auf die kleine mir so vertraute Wiese hinter meinem Zuhause. Ich wollte zur Haustür, aber auf halbem Wege durchzuckte mich erneut dieser Schmerz. Diesmal noch unerträglicher, als zuvor am Strand. Aus Instinkt lies ich mich in das feuchte Gras fallen und verkrampfte mich. Was war nur los? Woher kam dieser kaum aushaltbare Schmerz? Theoretisch, so hatte es mir Embry zumindest erklärt, dürfte ich Schmerzen nur leicht bis gar nicht spüren. Warum lag ich dann hier am Boden und wünschte mir es würde endlich aufhören? Ich konnte es mir diesmal einfach nicht mehr zurückhallten. Ein lauter, vom Schmerz geleiteter Schrei entwich meiner Kehle und verstummte im Licht der aufgehenden Sonne.
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Okey hier ist nach langer Zeit wieder ein Kapitel. Ich hoffe es gefällt euch.
Zur Info ich habe entschieden erst weiter zu schreiben wenn ich 4 Kommentare habe. Ich möchte einfach wissen ob es sich lohnt weiterzuschreiben aber ich denke das schafft ihr. :)
Ich bedank mich schonmal im Vorraus und denke in den nächsten 4 Wochen kommt das nächste.
Hel Pauline
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What about me...- Twilight FF
FanfictionMellanie Louis ist im Grunde ein ganz normales Mädchen, dass denkt zumindest sie und auch ihr Vater. Doch dann ändert sich alles. Ihr ganzes Leben wird in geringer Zeit völlig aus den Fugen gerissen. Es gibt plötzlich so viele offene Fragen auf die...
