Kurze Nacht

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*Im Traum*

Ich steh im Wohnzimmer eines mir unbekannten Hauses. Plötzlich kommt ein Mann um die Ecke mit schwarzen, schulterlangen Haaren. Sein Gesicht ist blass, fast schon durchsichtig. Mit seinem prächtigen Anzug steht er wenige Meter vor mir. Mein Instinkt sagt mir ich soll fliehen. Ich überlege nicht lange, dreh einfach um und laufe weg. Raus aus dem Haus. In der Geschwindigkeit, die ich nie für möglich halten könnte, laufe ich über ein schneebedecktes Feld. Nach ein paar hundert Metern renne ich in den Wald. Ich brauch mich nicht umzudrehen, um zu wissen dass der Mann genau hinter mir ist und ohne Probleme mit meinem enormen Tempo Schritt halten kann. Ich habe keine Zeit über irgendwas nachdenken zu können. Viel zu sehr bin ich damit beschäftigt den ganzen Bäumen auszuweichen. Doch meine Beine tragen mich mühelos über das nasse Laub.

Auf einem Mal taucht ein Mädchen mit blonden Haaren vor mir auf. Triumphierend lächelt sie mich an. Erschrocken bleibe ich stehen, schau zu meiner linken und rechten Seiten, um herauszufinden in welche Richtung ich fliehen kann. Aber da stehen jetzt zwei kräftige Jungs. Sie kommen blitzartig auf mich zu, packen meine Arme und drücken mich unsanft zu Boden. Mittlerweile hat uns auch der Mann mit dem schwarzen Haar erreicht. Genauso triumphal stellt er sich neben das Mädchen. In mir tobt der Zorn. Wütend schau ich zu ihm herauf. „Was willst du Aro?“ sage ich, ohne zu wissen woher ich seinen Namen kenne.

*Traum Ende*

Völlig außer Atem wache ich auf. Mein Bett war durchgeschwitzt, was mir ziemlich unangenehm war. Wer ist der Mann gewesen? Wieso hatten sie mich verfolgt? Was wollten sie überhaupt von mir? Der Traum schien mir so erschreckend real. Aber ich machte mir klar, dass ich mich nur in etwas hinein steigerte. Ich schnappte mir mein Handy, endsperrte es und höre meine Mailbox ab, da mir mein Vater etwas drauf gesprochen hatte.

„Mellanie… Es tut mir leid… Ich konnte doch nicht wissen… Bitte tu mir einfach einen Gefallen und vertrau Jacob und ich verspreche dir du wirst bald auf alle Fragen eine Antwort bekommen.  Folge nur deinem Instinkt. …“ Ich konnte mir förmlich vorstellen wie er aussah, wie schwer es ihm fiel mir nicht sagen zu können was genau los ist. Konnte es sich wie es klang selbst nicht erklären.

Ich stand auf und schlich in die Küche. An schlaf war nicht mehr zu denken. Ich war hellwach. Ob es von meinem Traum kam oder der berührenden Nachricht meines Vaters, wusste ich selbst nicht.

In der Küche nahm ich die Milch aus dem Kühlschrank, die Cornflakes aus dem obersten Regal und nach kurzer Suche fand ich auch eine Schüssel. Ich füllte sie bis zum Anschlag und goss massenhaft Milch drauf. Danach setzte ich mich an den Küchentisch. In höchstens 2 Minuten schlang ich sie runter. Ich füllte sie erneut, aber diesmal aß ich etwas langsamer. Hier im Haus wurde es unangenehm. Diese Stille, diese unerträglich Stille, lies mich einsam fühlen, obwohl mir klar war, dass ich es nicht bin.

Ich lief zurück ins Zimmer und suchte mit Hilfe einer kleinen Taschenlampe, welche ich ganz nebenbei in der Küche fand, ein Outfit heraus. Dann noch Zähne geputzt, Haare gekämmt usw. Endlich konnte ich raus. Es war noch dunkel und erst jetzt bemerkt ich, dass ich gar nicht wusste wie spät es war. Ich lief ein Stück am Strand entlang. Doch plötzlich überkam mich ein schmerzendes Gefühl. Ein schmerzendes Stechen, das sich von meiner Brust aus im ganzen Körper ausbreitete. Und es mich in jeder Faser meines Körpers spüren ließ. Gekrümmt fiel ich auf den Boden, unterdrückte einen vom Schmerz geleiteten Schrei. In diesem Moment hätte ich alles getan, damit es endlich aufhörte.

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Hey ich bins wieder. Ich wollte einfach nur sgen, auch wenn ich nicht oft schreibe, könntet ihr mir trotzdem mal einen Kommentar hinterlassen. Das wäre nett.

Hab euch lieb, eure Pauline

What about me...- Twilight FFWo Geschichten leben. Entdecke jetzt