Oben seht ihr Rose in ihrem Interviewkleid vom Sieger-Interview
Ich werde sofort zu Petri gebracht. Der weint fast durchgehend und umarmt mich, was nicht gerade dazu beträgt, dass ich meinen Kummer über Florence vergesse.
Geduldig lasse ich die Quälerei von Glimmer und Glitter über mich ergehen. Als sie dann aber anfangen, darüber zu reden, wie toll ich war und dass ich so mutig bin und so viele umgebracht habe halte ich es nicht mehr aus.
Ruckartig stehe ich auf und laufe aus dem Gebäudekomplex hinaus in den Garten.
Ich setze mich auf die Steine bei einem Teich und wie immer beruhigt es mich, das Wasser zu sehen. Gedankenverloren spiele ich mit dem Anhänger an Gracy's Kette. Ich beginne, zu verstehen. Es kann keinen Sieger geben. Es gibt nur Überlebende. Denn das geistige Wrack eines Tributes kann niemand wiederherstellen. Jemand, der seine Freunde hat sterben sehen, der sie selbst umgebracht hat, kann nie wieder so leben wie bisher. Und an den Spielen teilnehmen muss ich ja auch... Als Mentorin...
Ich höre Schritte und bemerke aus dem Augenwinkel, wie sich Finnick neben mich setzt. Einige Zeit schweigen wir in stiller Einverständnis, dann steht er auf und sieht mich erwartungsvoll an. Seufzend stehe auch ich auf. Vor meinem Vorbereitungsteam kann ich schließlich nicht ewig lange weglaufen.
Das weiße Kleid, das ich anhabe sieht mit dem Make-Up von Glimmer und der Frisur von Glitter echt sehr schön aus. Das einzige, was mich stört ist, dass sie meine Haare gebleicht haben, sodass ich jetzt ganz blond bin. Aber ich habe mich nicht beschwert. Petri, Glitter und Glimmer haben es tatsächlich geschafft, mich, eine kaltblütige Mörderin, in ein unschuldiges Mädchen zu verwandeln. Gute Arbeit...
Ich mache mich bereit, auf die Bühne zu gehen und mich der Öffentlichkeit zu präsentieren.
Caesar stellt mir ein paar Fragen zu meinem Befinden, dann geht es auch schon los. Heute werde ich mir die 100sten Hungerspiele im Fernsehen ansehen. So wie ich es eigentlich hätte tun sollen.
Die ganze Zeit über starre ich nur auf den Bildschirm, lasse keine Gefühlsregung in mein Gesicht. Aber für mich ist es die reinste Folter, all diese Dinge zu sehen. Judy, Tom, Judith... aber am schlimmsten ist Florences Tod. Ich kann es nicht mehr zurückhalten und fange an, zu weinen.
"Aber hallo? Wer wird denn da an seinem großen Tag weinen? Was ist los?", meint Caesar.
"Die Hungerspiele, das ist los. Wisst ihr, wie es ist, einen Menschen, einen Freund zu töten? Nein. Weil ihr die ganze Zeit hier hockt und zuseht, wie die Distrikte leiden, wenn wir Kinder uns gegenseitig....", setze ich zu einer Rede an. Einer ähnlichen wie der, die Finn damals versucht hatte. Dann zerren mich zwei Avoxe von der Bühne.
Hoffe es hat euch gefallen! OMG es sind soo viele reads :0 Danke euch allen!!!!!!!!
P.S. Zwei Fragen an euch:
1. Was war bisher eure Lieblingsperson?
2. Soll es eine Fortsetzung geben?
Freu mich über Votes und Kommis! ^^
~Cherry
P.P.S.: Es gibt jetzt bei jedem Kapitel Fotos von den Tributen und der Arena... Schaut einmal rein, vielleicht gefallen sie euch ja ;)
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Die 100sten Hungerspiele
FanfictionZum vierten Jubel-Jubiläum besagt die Karte, dass, als Andenken an die grausamen Blutbade des Krieges, von jedem gefallenen Tribut auch die Familie hingerichtet wird. Des weiteren wird, da das 100ste Jubiläum ja etwas ganz besonderes ist, noch eine...
